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Telfs | Chronik | 8. Feber 2021 | Gebi G. Schnöll

Regionalbahn 5 steuert auf Völs zu

Regionalbahn 5 steuert auf Völs zu
Die Regionalbahnlinie 5 endet derzeit in Richtung Westen in Innbruck-Lohbach. Nun soll die Strecke bis zum Bahnhof Völs erweitert werden. RS-Fotos: Schnöll
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Das Land Tirol und der Bund investieren in den nächsten fünf Jahren in Tirol 259 Millionen Euro in die Mobilität. Darunter auch in die Verlängerung der Regionalbahnlinie 5 im Zentralraum Innsbruck bis zu den Bahnhöfen Völs und Rum. Das Infrastrukturpaket, in welchem auch noch andere wichtige Infrastrukturprojekte enthalten sind, wurde bei der jüngsten Sitzung der Tiroler Landesregierung am Dienstag vergangener Woche geschnürt.
Von Gebi G. Schnöll

Die Verlängerung der Straßenbahn- bzw. Regionalbahnlinie 5 von Innsbruck bis zum Bahnhof Völs und zum Bahnhof in Rum, kürzere Fahrtzeiten mit der Zillertalbahn, neue Anlagen für die Stubaitalbahn und die Umfahrung Fügen zur Entlastung der B 169 Zillertalstraße: All das sind Beispiele des im Rahmen der Regierungssitzung beschlossenen Verkehrsinfrastrukturpakets des Landes Tirol. LH Günther Platter, LH-Stv. Ingrid Felipe und LH-Stv. Josef Geisler präsentierten dazu nach der Regierungssitzung die Eckpunkte. Das Gesamtinvestitionsvolumen des Verkehrsinfrastrukturpakets beträgt rund 561 Millionen Euro, wovon 259 Millionen Euro aus Landesmitteln zur Verfügung gestellt werden – allein für die Bahninfrastruktur sind es 161 Millionen Euro. „Das Land Tirol nimmt einmal mehr viel Geld in die Hand, um die Verkehrs- und Mobilitätsinfrastruktur in Tirol auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit zu stärken. Mit dem heute gefassten Beschluss werden Infrastrukturprojekte realisiert, die auch die Konjunktur in unserem Land ankurbeln werden – was angesichts der Cornona-Pandemie sehr wesentlich für die kommenden Monate ist. Langfristig investieren wir mit diesem Paket in die Nachhaltigkeit, in den Wirtschaftsstandort Tirol und in den Tourismus“, erklärt LH Platter.

Nächste Ausbaustufen bei der Regionalbahn. Im Zentralraum Innsbruck wird die Straßenbahn- bzw. Regionalbahnlinie 5 bis zu den Bahnhöfen Rum bzw. Völs ausgebaut. Dadurch werden der Umstieg zum Schienennetz der ÖBB sichergestellt und die Schieneninfrastrukturen miteinander verknüpft. „Mit diesen langfristigen Großprojekten richten wir unseren Blick in die Zukunft und setzen dabei auf klimafreundliche Investitionen. Die Bahnhöfe in Rum und Völs werden damit moderne Mobilitätsdrehscheiben, die den innerstädtischen Verkehr merklich entlasten werden“, prophezeit LH-Stv. Ingrid Felipe. „Mit den heute gefassten Beschlüssen werden wir den öffentlichen Verkehr in Tirol weiter attraktivieren, Bahnhöfe und die Schieneninfrastrukturen modernisieren und machen damit einen großen Schritt in Richtung grüner Mobilität.“ Durch das ebenso beschlossene mittelfristige Investitionspaket stehen auch Mittel für die Stubaitalbahn für die Instandhaltung der Anlagen, Erneuerung der Bahntechnik, Umgestaltung der Haltestellen und Sanierung von Stützmauern und Hangverbauungen für die kommenden fünf Jahre zur Verfügung.

Zillertalbahn fährt in die Zukunft. „Mehr als 43 Millionen Euro werden in den nächsten fünf Jahren in die Zillertalbahn fließen. Mit diesem Investitionspaket wird die Schmalspurbahn zur Hauptschlagader der Mobilität im Zillertal. Die Zillertalbahn – das Herzstück der Mobilität im Zillertal – fährt in die Zukunft“, betont LH-Stv. Josef Geisler, dass mit dem Paket das Projekt Zillertalbahn endgültig aufgegleist ist. „Mit diesen Investitionen machen wir die Zillertalbahn zukunftsfit und leisten damit einen Beitrag zur Entlastung der verkehrsbelasteten Bevölkerung im Tal“, pflichtet Mobilitätslandesrätin LH-Stv. Ingrid Felipe bei.

Achenseebahn als wertvolles Kulturgut erhalten. Im Verkehrsinfrastrukturpaket ist auch die Achenseebahn als wertvolles Kulturgut und wichtige touristische Infrastruktur enthalten. „Da der Bund bei der Achenseebahn nicht mitfinanziert, weil es sich um eine touristische Bahn handelt, übernimmt das Land die notwendigen Investitionen in Höhe von zehn Millionen Euro zur Gänze“, berichtet LH-Stv. Geisler. Nach dringend notwendigen Sanierungen auf der Flachstrecke soll in der Sommersaison 2022 der Betrieb der ältesten Zahnradbahn Österreichs wieder aufgenommen werden und – nicht zuletzt durch die Synergieeffekte mit der Zillertalbahn – zumindest kostendeckend erfolgen. Auch die Grundsatzvereinbarung des Landes Tirol mit den Österreichischen Bundesbahnen zu Infrastrukturmaßnahmen in Tirol ist Teil des Pakets. Der sogenannte Tirol-Vertrag II befindet sich in der finalen Abstimmung mit den ÖBB und wird im März-Landtag behandelt werden.

 
Regionalbahn 5 steuert auf Völs zu
Das Gesamtinvestitionsvolumen des Verkehrsinfrastrukturpakets beträgt rund 561 Millionen Euro, wovon 259 Millionen Euro aus Landesmitteln zur Verfügung gestellt werden – allein für die Bahninfrastruktur sind es 161 Millionen Euro.
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