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Telfs | Kultur | 14. November 2022 | Beatrice Hackl

Bloéb verkündet sündhaften Theatersommer

Bloéb verkündet sündhaften Theatersommer
Das große öffentliche Interesse am Programm des Neo-Intendanten Gregor Bloéb zauberte ihm und GF Verena Covi sichtlich ein strahlendes Lächeln ins Gesicht. Die Message des Abends: Bloéb setzt auf ein Volkstheater für Alle. RS-Foto: Hackl
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Gregor Bloéb, der neue Intendant der Tiroler Volksschauspiele, stellte mit seinem Team das Programm für 2023 vor

Bei der öffentlichen Pressekonferenz rund um das Programm der Tiroler Volksschauspiele 2023 lag eine Aufbruchsstimmung in der Luft. Der frische Wind führt das Theaterfestival zugleich zu seinen Wurzeln zurück. Der Schauspieler und Wahl-Pfaffenhofer Gregor Bloéb zeigte sich voller Tatendrang. Dem neuen Intendanten schwebt ein Sommertheater als Ort der Gemeinsamkeit bzw. ein Volkstheater für Alle vor. Erreichen möchte er dies unter anderem mit einem Eröffnungsfest, mit sieben neuen Stücken in einem – dem Hauptstück „7 Todsünden“, dem Komplementärstück „Ein Narrentanz“ über die sieben Kardinaltugenden, einem Foyer am Birkenberg, einer Ausstellung und einem Rap-Konzert von Yung Hurn für die Jugend sowie mit der Rückkehr von Felix Mitterer.
Von Beatrice Hackl

Der Telfer Rathaussaal war voll, als Neo-Intendant Gregor Bloéb und seine Teamkollegen Geschäftsführerin Verena Covi, Dramaturg Florian Hirsch und Thomas Gassner (Theater Verband Tirol) das Podium einnahmen. Der exzentrische Pfaffenhofer Bloéb konnte die Menge mit seinen Ideen und Gags schnell für sich einnehmen. Der Funke sprang spürbar über und wurde vom theaterinteressierten Publik mit Standing ovations quittiert. Auch die Sponsoren zeigen sich laut GF Covi vom neunen Intendanten und dessen Konzept gleichermaßen überzeugt, was sich daran dingfest machen lässt, dass sie für das Telfer Theaterfestival noch etwas tiefer in die Tasche greifen als früher. Am 16. Juli 2023 fällt der Startschuss für den Theatersommer, der am 19. August endet, beides so früh wie noch nie.

Zurück zu den Wurzeln. Bloéb ist es zudem gelungen, die Wogen mit zwei Mitgliedern des Altvereins zu glätten. Er kündigte somit an: „Felix Mitterer ist als Autor zurück und Klaus Rohrmoser wird auf der Bühne stehen.“ Mitterer ließ mittels Videobotschaft wissen, dass es „Zeit geworden ist. Telfs ist mir sowieso schon furchtbar abgegangen“. Zurück zu den Wurzeln führt auch das geplante Hauptstück „7 Todsünden“. Mit eben diesem Stück hat die Geschichte der Telfer Volksschauspiele vor über 40 Jahren ihren Anfang gefunden. Sind die sieben Todsünden noch zeitgemäß – und warum scheinen manche von ihnen hinterrücks zu Tugenden mutiert? Geiz ist beispielsweise mittlerweile geil. Für die Neuauflage des Stücks wurden sieben namhafte Autoren verschiedener Generationen und Genres beauftragt. Jeder von ihnen wird sich jeweils eine Sünde – Neid, Völlerei, Habgier, Wollust, Hochmut, Trägheit und Zorn – vornehmen und sie für die Gegenwart neu denken. Eine Sünde ist noch nicht vergeben, aber die Spatzen pfeifen von den Dächern, dass mit der Wunschautorin für den Neid – Elfriede Jelinek – noch final verhandelt wird. Eine Sensation für sich, sollte das gelingen.

7 Todsünden vs. 7 Kardinaltugenden. „Es erwartet euch ein sinnliches, gedankenscharfes, rasend komisches Open Air-Spektakel mit Live-Musik und opulenten Bildern – und einem Spitzenensemble, das seinesgleichen sucht“, betont Bloéb. Ab 20. Juli sind unter seiner Regie unter anderem Gerti Drassl, Georg Friedrich, Olivia Grigolli, Marlene Markt und Klaus Rohrmoser am Birkenberg auf einer überdachten Tribüne für 500 Besucher zu sehen. Der zentralen Grundidee der Tiroler Volksschauspiele, erfolgreiche Tiroler Schauspieler im Sommer von den großen Bühnen zurück in die Heimat zu holen, damit sie hier gemeinsam mit „Local Heroes“ Theater für Alle spielen, wird Tribut gezollt. Nicht nur mit dem Hauptstück, sondern insbesondere auch das eigens verfasste Komplementärstück „Ein Narrentanz“ rund um die sieben Kardinaltugenden – Glaube, Liebe, Hoffnung, Besonnenheit, Tapferkeit, Weisheit und Gerechtigkeit – genügt diesem Anspruch. Thomas Gassner wird das Vorhaben in seiner Funktion als Dramaturg des Tiroler Theater Verbandes mit neun Tiroler Volksbühnen entwickeln und im Rathaussaal umsetzen. Das Rahmenprogramm wird erst rund um Ostern verkündet.
 
Bloéb verkündet sündhaften Theatersommer
Im Bild (v.l.): Thomas Gassner (Dramaturg des Tiroler Theater Verbandes) mit Dramaturg Florian Hirsch. RS-Foto: Hackl
Bloéb verkündet sündhaften Theatersommer
Gregor Bloéb (l.) hat Kartoffelgulasch gekocht und unter anderem an Film-, Fernseh- und Theaterschauspieler Martin Leutgeb (r.) ausgegeben. RS-Foto: Hackl
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