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Ein Sommer voller Höhepunkte

16.800 begeisterte Besucher in sechs Wochen vermelden die Tiroler Volksschauspiele

16.800 Besucher in nur sechs Wochen und eine Auslastung von 100 Prozent – mit dieser Traum-Bilanz sind die Tiroler Volksschauspiele zu Ende gegangen. Den Schlusspunkt setzte die Dernière von „Romeo & Julia“, gefolgt von der Verleihung der „RUTH“. Mit dieser Auszeichnung ehren die Volksschauspiele heuer die „Unersetzlichen“: Menschen, die im Hintergrund wirken, aber selten im Rampenlicht stehen.
26. August 2025 | von Christina Hötzel
Ein Sommer voller Höhepunkte
Vorjahres-RUTH-Preisträgerin Silvia Wechselberger, die ersten beiden Unersetzlichen Frieda Fink und Johannes Spiess und Gregor Bloéb. Foto: Benedikt Grawe
Der künstlerische Leiter Gregor Bloéb zeigte sich nach der letzten Vorstellung begeistert: „Wir sind überwältigt, überglücklich und ja, auch ein kleines bisschen müde.“ Fast 10.000 Menschen hatten in den vergangenen zweieinhalb Wochen seine Zirkus-Version des Shakespeare-Klassikers gesehen – vom frostigen Spielstart bis zu tropischen Temperaturen bei den letzten Vorstellungen. Die opulent inszenierte „Greatest Show on Earth“ entpuppte sich als generationenübergreifender Publikumserfolg, gefeiert mit Standing Ovations. Eine Wiederaufnahme im kommenden Jahr, wie bei den vorangegangenen Produktionen, ist nicht geplant: „Das war die Magie eines besonderen Sommers, und so soll es auch in Erinnerung bleiben“, so Bloéb.

FESTE GRÖSSE IM VOLKSSCHAUSPIEL-PROGRAMM. Auch die anderen Produktionen erwiesen sich als Publikumsmagneten. Thomas Gassners „Kurze Geschichte der Tiroler Menschheit in acht Bildern und einem Gral“ lockte 1.600 Besucher in den Telfer Rathaussaal. Mit über 50 Mitwirkenden von neun Dorfbühnen war es zugleich eine Liebeserklärung an die Wurzeln des Tiroler Theaters. Das Kooperationsprojekt mit dem Theaterverband Tirol hat sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe im Programm entwickelt. „Die zahllosen Bühnen und Theatergruppen unseres Landes sind mit ihrer urwüchsigen und ungebremsten Spielfreude das geistige Substrat der Tiroler Volksschauspiele, daher ist es uns wichtig, immer wieder an diese Wurzeln anzudocken“, betonte Bloéb.

KRUG ERNEUT ERFOLGREICH ZERSCHMETTERT. Bereits im Vorfeld restlos ausverkauft war die Wiederaufnahme von Heinrich von Kleists „Der zerbrochne Krug“. 5.800 Menschen erlebten heuer noch einmal Tobias Moretti als Dorfrichter Adam, der samt Bühnencontainer auf dem Eduard-Wallnöfer-Platz für Furore sorgte. Ein besonderes Kapitel schrieb die Produktion in Salzburg: Erstmals gastierten die Tiroler Volksschauspiele bei den Festspielen und begeisterten dort 900 Zuschauer. „Ein Ritterschlag für unser Festival, der uns alle mit großem Stolz erfüllt, denn dieser Erfolg wäre undenkbar ohne das weltbeste Team, das sich tagtäglich bis weit über alle Grenzen verausgabt“, bekräftigte Bloéb.

WANDERPOKAL FÜR UNERSETZLICHE. Ganz bewusst ging die RUTH 2025 an jene, die sonst nicht im Scheinwerferlicht stehen: an die Unsichtbaren und Unermüdlichen, die seit Jahrzehnten mitarbeiten, oft ehrenamtlich. Die Statue zeigt Mitbegründerin Ruth Drexel in ihrem typischen Auftritt und soll künftig als Wanderpokal weitergegeben werden. Die ersten Geehrten, Frieda Fink und Johannes Spiess, nahmen die von Bildhauer Xaver Valentin geschaffene Bronzefigur sichtlich gerührt entgegen. Laudator Bloéb würdigte viele andere Unersetzliche wie etwa „GWT“-Bereichsleiter Bernhard „Benny“ Schreter, die Schneiderin und Ankleiderin Lissi Mayer-Sterzinger, die langjährige Abendspielleiterin Maria Wassermann oder den begnadeten Lichtmenschen Stefan Mariani. Dass die beiden Preisträger Frieda Fink und Johannes Spiess nicht vorab informiert wurden, machte die Überraschung perfekt.

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