Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
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„Ganghofer Reloaded“ inmitten von Natur

Das Kulturhaus Ganghofermuseum in Leutsch zeigt die Austellung „Sehnsucht Natur“ von Beatrix Weger

In der Naturpark-Karwendel-Gemeinde Leutasch stellt das Ganghofermuseum momentan Beatrix Wegers Bilder unter dem Titel „Sehnsucht Natur“ aus. Natur ist das zentrale Thema der Leutascher Künstlerin. Auf ihren farbenfrohen Bildern in Ölpastellkreide verbinden sich naive Reduktion mit Detailgenauigkeit. Als Hommage an den Ausstellungsort schuf Weger einige Portraits Ludwig Ganghofers. Die Sehnsucht nach Natur verbindet Ganghofers Dichtungen mit den Werken der Künstlerin.
16. Jänner 2024 | von Christina Hötzel
„Ganghofer Reloaded“ inmitten von Natur
Beatrix Weger (m.) mit ihren Enkelkindern Adrian und Elisa und den Kuratoren Iris Krug (l.) und ihrem Sohn Robert Krug bei der Vernissage. Foto: Weger
„Die Austellung haben wir bereits verlängert, da sie ein ganz besonderer Erfolg ist. Die sommerlich bunten Bilder passen gerade gut in den Winter. Alles ist schneebedeckt – schläft,  sodass man Vorfreude auf den Sommer empfindet. Die Ausstellung lässt den Betrachter gespannt auf das, was wieder erwacht, warten“, beschreibt Kulturreferent und Kurator Robert Krug. Tiere, Pflanzen und Gebirgslandschaften sind das zentrale Thema der Werke. Auf einem Bild thront ein Bartgeier majestätisch über der Bergwelt, auf einem anderen steht ein Steinbock im Abendrot auf dem Gipfel. Die in Linz geborene und in Innsbruck und Leutasch lebende Künstlerin illustriert Naturführer, wie den des Naturparks Karwendel oder den Kinderführer durch den Alpenzoo. Daneben erscheinen ihre Ausmalbilder monatlich in der österreichischen Jugendzeitschrift JÖ. Eine Zeit lang hat Weger in Südamerika gelebt, was sie zu ihren Mustern inspiriert hat. Die Buntheit und Symbolsprache der lateinamerikanischen Volkskunst kombiniert sie mit unverwechselbarer Form- und Farbengebung. Weger sieht das Bunte in der Welt und möchte etwas Positives vermitteln: „Die Welt ist sonst traurig genug“, findet sie.

NATURBEGEISTERT UND BERGVERLIEBT. „Auf meinen Wanderungen durch die Leutascher Natur tanke ich Kraft und hole mir die Inspirationen für meine Bilder. Ich bin sehr dankbar, dort leben zu dürfen“,  erklärt die Künstlerin. Mit ihren Papierreliefs entführt sie den Betrachter ebenfalls in die zerklüftete Bergwelt, über Wasserfälle und Brücken. Auf einem Relief stößt der Betrachter gar auf einen Bären. Kunterbunt sind im Gegensatz zu den grauen Gebirgen die Potraits Ludwig Ganghofers. Weger hatte zuvor bereits ein Portait von Andreas Hofer angefertigt, da lag es nahe, als Hommage an den Austellungsort auch Portraits des Namensgebers zu malen – „Ganghofer Reloaded“ sozusagen.

SELBST KREATIV WERDEN. Große Fans ihrer Ausmalbilder sind nicht nur die Enkel der ausgebildeten Kunsterzieherin, sondern auch alle Schulkinder, die monatlich das JÖ-Magazin lesen. Zur Freude der Ausstellungsbesucher lagen zentral auf einem Tisch das Bild „Leutasch" und reichlich Filz- und Buntstifte zum Ausmalen. Ein Element durfte jeder einfärben. Wer mochte, konnte seine Telefonnummer zum Zuschicken des fertigen digitalen Bildes in eine Liste eintragen.

ÖFFNUNGSZEITEN. Wer Sehnsucht nach Natur hat, kann die Ausstellung jeweils Dienstag und Mittwoch von 10 bis 12 Uhr und Donnerstag und Freitag von 15 bis 17 Uhr bis zum 22. Februar besuchen.
„Ganghofer Reloaded“ inmitten von Natur
„Das Schweigen im Walde", eines der Ganghofer-Portraits. Foto: Weger
„Ganghofer Reloaded“ inmitten von Natur
„Eine Gondelfahrt“ über Wattewolken, Wasserfall und reliefartige Steilwände. RS-Foto: Hötzel
„Ganghofer Reloaded“ inmitten von Natur
Das Bild „Leutasch“ lag für die Austellungsbesucher auch zum Selbstausmalen auf einem Tisch bereit. RS-Foto: Hötzel

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