Artikel teilen
Artikel teilen >

Gedichte, die munden

Neuer Lyrikband über die Hohe Munde erschienen

„Seit 35 Jahren begrüßen wir uns täglich am Morgen“, lässt Ulrike E. Sarcletti schon zu Beginn der Lesung in der Bücherei Telfs die Zuhörer erahnen, wie innig ihre Beziehung zu dem mächtigen Hausberg Hohe Munde tatsächlich ist. Was dann folgt, sind Gedichte, so vielfältig wie der Berg oder, wie die Lyrikerin ihn nennt, die Bergin.
23. September 2025 | von Agnes Dorn
Gedichte, die munden
Die Lyriklesung wurde durch die Tiroler Hackbrettistin Maria Ma und den Rockgitarristen Sebastian Wiesflecker umrahmt und vertieft. Foto: Dorn
Eindringlich entführte die Autorin die Zuhörer auf jenen Berg, den sie täglich am Morgen begrüßt. „du bist/wind.sturm.regen/richtungs.los/gepeitscht/eis.hagel/frag.los“, versucht die Germanistin, die mit ihrer Lyrik bereits den ersten Preis der Landeshauptstadt Innsbruck für künstlerisches Schaffen gewonnen hat, mit Worten, dieses mächtige Wesen aus Stein greifbar zu machen und ihm so eine Stimme zu verleihen. Sie begibt sich mit der Bergin in Dialog und lässt sie wissen, wie sehr sie diese „mächtige Frau mit vielem Gesicht“ verehrt. Nach „such.spuren“ ist „bergin. ur.alte stein.weise“ Sarclettis zweiter Lyrikband, den sie dieses Mal mit Werken der beiden Künstler Walter Resch und Otmar Kröll schmückt. Sechs Porträts der Bergin enthält das kleine Büchlein, für dessen Layout sich das Atelier für Zeitreisen verantwortlich zeigt und das bei TAK – Tiroler Autorinnen und Autoren Kooperative erschienen ist.

MUSIK VIELFÄLTIG WIE DIE JAHRESZEITEN DER MUNDE. Zwischen den einzelnen Gedichten durften sich die zahlreichen Zuhörer auch musikalisch verwöhnen lassen. Denn mit den beiden Musikern Maria Ma und Sebastian Wiesflecker hatte die Autorin wohl die beste Wahl für ihre Lesung getroffen. Wie ihre poetischen Werke waren auch die Lieder der Hackbrettistin und des Rockgitarristen vielseitig wie die Jahreszeiten der Munde. Alles in allem war der Abend ein großartiger, literarischer Einstieg in den Herbst, den die Besucher der Bücherei mit lang anhaltendem Applaus bedachten.
Gedichte, die munden
Jakob Winkler hat das Buch von Ulrike E. Sarcletti gelayoutet, Walter Resch hat die Porträts der Munde beigesteuert. Foto: Dorn

Feedback geben

Feedback abschicken >
Nach oben
Wir verwenden Cookies, Tracking- und (Re-) Targeting-Technologien. Damit wollen wir unsere Webseite nutzerfreundlicher gestalten und fortlaufend verbessern. Wenn Sie unsere Webseite weiter nutzen, stimmen Sie dadurch der Verwendung von Cookies zu – ausgenommen sind Cookies für Google-Marketing-Produkte.
Einverstanden
Weiter ohne Google-Marketing-Produkte.
Weitere Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.