Geschichte der Selbstfindung mit Hund
Christina Thurnbichler veröffentlichte am 26. April ihr erstes Buch „Sei freundlich. Sei mutig. Sei du selbst.“
29. April 2026 | von
Christina Hötzel
Durch Max ihren größten Lehrer begann Christina Thurnbichler, wirklich hinzuschauen. Er spiegelte ihre Emotionen und ihren Stress. Nähere Infos: www.seelen-gespraeche.at Foto: Herz im Bild von Julia Perktold
RS: Was hat Dich bewegt, Deine persönliche Geschichte in einem Buch festzuhalten?
Thurnbichler: Dieses Buch ist nicht aus einem Plan entstanden – sondern aus meinem Leben. Es gab einen Moment, an dem ich gespürt habe, dass all diese Erfahrungen – die schönen, aber vor allem die schweren – einen Sinn haben müssen. Ich habe so viele Situationen erlebt, die mich verändert haben. Meine Hunde, meine Arbeit, mein Zusammenbruch … Irgendwann war da dieses Gefühl: Das darf nicht einfach nur meine Geschichte bleiben. Vielleicht kann sie jemandem Mut machen, der gerade selbst an einem Punkt steht, an dem nichts mehr geht.
RS: Was bedeutet der Titel „Sei freundlich. Sei mutig. Sei du selbst.“ für Dich?
Thurnbichler: Dieser Satz ist für mich kein schöner Titel – er ist mein Weg. Früher war ich jemand, der funktioniert hat. Freundlich zu allen – aber nicht zu mir selbst. Mutig im Außen – aber nicht im eigenen Leben. Und ich war vieles, aber oft nicht wirklich ich. Heute weiß ich: Freundlich zu sich selbst zu sein, ist oft das Schwerste. Mutig zu sein heißt manchmal, alles hinter sich zu lassen. Und man selbst zu sein, ist die größte Freiheit.
RS: Du beschreibst in Deinem Buch einen tiefgreifenden Wendepunkt in Deinem Leben. Was genau hat diesen ausgelöst?
Thurnbichler: Wenn ich ehrlich bin, gab es nicht nur einen Wendepunkt – es waren zwei. Der erste war 2014. Ich saß im Büro, mitten im Journaldienst, völlig erschöpft. Mein Computer ist abgestürzt – und in diesem Moment bin ich gleich mit abgestürzt. Ich habe zu weinen begonnen, meine Hände haben gezittert, und ich konnte nicht mehr weitermachen. Aber ich habe trotzdem noch Jahre gebraucht, um wirklich hinzuschauen. Der zweite Wendepunkt kam viel später – 2025. Ich saß beim Arzt und bekam die Diagnose Endometriose. Und dann sagte er zu mir, ich solle mir die Gebärmutter entfernen lassen oder eine große Sanierung mit anschließender Spirale machen. In diesem Moment hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, meinem eigenen Körper gegenüber schuldig zu sein. Weil ich gespürt habe, dass ich die Signale so lange ignoriert habe. Dass ich einfach weiter funktioniert habe, obwohl mein Körper schon längst nicht mehr konnte.
RS: Wie hat Dich die frühere Tätigkeit als Referentin im Asylbereich geprägt?
Thurnbichler: Ich habe meine Arbeit wirklich lange geliebt. Ich fand es unglaublich spannend, mit so vielen unterschiedlichen Menschen zu sprechen. Ich habe so viel über andere Kulturen, Länder und Lebensgeschichten gelernt – das hat mich sehr bereichert. Aber gleichzeitig hatte diese Arbeit auch eine andere Seite. Ich habe jeden Tag Geschichten gehört, die oft sehr schwer waren. Geschichten von Flucht, von Gewalt, von Verlust. Und viele dieser Geschichten haben mich nicht einfach nach der Arbeit losgelassen. Manche sind geblieben. Sehr lange.
RS: Heute arbeitest Du im Bereich Tierkommunikation, wie kam es dazu?
Thurnbichler: Ich glaube, dieser Weg hat mich gefunden. Ich wollte meinen Hund verstehen – und bin dabei in eine ganz neue Welt eingetaucht. Ich habe einfach aus dem Gefühl heraus eine Ausbildung gebucht. Ohne Plan. Heute weiß ich: Das war einer der wichtigsten Schritte meines Lebens.
RS: Welche Missverständnisse gibt es über diesen Beruf?
Thurnbichler: Es gibt viele Menschen, die glauben, dass das Humbug ist oder sich gar nichts darunter vorstellen können. Und das kann ich auch verstehen – weil man es nicht greifen kann, wenn man es selbst noch nie erlebt hat. Aber genau das ist das Spannende: In dem Moment, in dem Menschen es selbst erfahren, ändert sich oft alles. Wenn ich eine Tierkommunikation mache und das Tier noch nie persönlich gesehen habe und plötzlich Dinge anspreche, die ich eigentlich gar nicht wissen kann, dann sind die Menschen oft völlig erstaunt.
Thurnbichler: Dieses Buch ist nicht aus einem Plan entstanden – sondern aus meinem Leben. Es gab einen Moment, an dem ich gespürt habe, dass all diese Erfahrungen – die schönen, aber vor allem die schweren – einen Sinn haben müssen. Ich habe so viele Situationen erlebt, die mich verändert haben. Meine Hunde, meine Arbeit, mein Zusammenbruch … Irgendwann war da dieses Gefühl: Das darf nicht einfach nur meine Geschichte bleiben. Vielleicht kann sie jemandem Mut machen, der gerade selbst an einem Punkt steht, an dem nichts mehr geht.
RS: Was bedeutet der Titel „Sei freundlich. Sei mutig. Sei du selbst.“ für Dich?
Thurnbichler: Dieser Satz ist für mich kein schöner Titel – er ist mein Weg. Früher war ich jemand, der funktioniert hat. Freundlich zu allen – aber nicht zu mir selbst. Mutig im Außen – aber nicht im eigenen Leben. Und ich war vieles, aber oft nicht wirklich ich. Heute weiß ich: Freundlich zu sich selbst zu sein, ist oft das Schwerste. Mutig zu sein heißt manchmal, alles hinter sich zu lassen. Und man selbst zu sein, ist die größte Freiheit.
RS: Du beschreibst in Deinem Buch einen tiefgreifenden Wendepunkt in Deinem Leben. Was genau hat diesen ausgelöst?
Thurnbichler: Wenn ich ehrlich bin, gab es nicht nur einen Wendepunkt – es waren zwei. Der erste war 2014. Ich saß im Büro, mitten im Journaldienst, völlig erschöpft. Mein Computer ist abgestürzt – und in diesem Moment bin ich gleich mit abgestürzt. Ich habe zu weinen begonnen, meine Hände haben gezittert, und ich konnte nicht mehr weitermachen. Aber ich habe trotzdem noch Jahre gebraucht, um wirklich hinzuschauen. Der zweite Wendepunkt kam viel später – 2025. Ich saß beim Arzt und bekam die Diagnose Endometriose. Und dann sagte er zu mir, ich solle mir die Gebärmutter entfernen lassen oder eine große Sanierung mit anschließender Spirale machen. In diesem Moment hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, meinem eigenen Körper gegenüber schuldig zu sein. Weil ich gespürt habe, dass ich die Signale so lange ignoriert habe. Dass ich einfach weiter funktioniert habe, obwohl mein Körper schon längst nicht mehr konnte.
RS: Wie hat Dich die frühere Tätigkeit als Referentin im Asylbereich geprägt?
Thurnbichler: Ich habe meine Arbeit wirklich lange geliebt. Ich fand es unglaublich spannend, mit so vielen unterschiedlichen Menschen zu sprechen. Ich habe so viel über andere Kulturen, Länder und Lebensgeschichten gelernt – das hat mich sehr bereichert. Aber gleichzeitig hatte diese Arbeit auch eine andere Seite. Ich habe jeden Tag Geschichten gehört, die oft sehr schwer waren. Geschichten von Flucht, von Gewalt, von Verlust. Und viele dieser Geschichten haben mich nicht einfach nach der Arbeit losgelassen. Manche sind geblieben. Sehr lange.
RS: Heute arbeitest Du im Bereich Tierkommunikation, wie kam es dazu?
Thurnbichler: Ich glaube, dieser Weg hat mich gefunden. Ich wollte meinen Hund verstehen – und bin dabei in eine ganz neue Welt eingetaucht. Ich habe einfach aus dem Gefühl heraus eine Ausbildung gebucht. Ohne Plan. Heute weiß ich: Das war einer der wichtigsten Schritte meines Lebens.
RS: Welche Missverständnisse gibt es über diesen Beruf?
Thurnbichler: Es gibt viele Menschen, die glauben, dass das Humbug ist oder sich gar nichts darunter vorstellen können. Und das kann ich auch verstehen – weil man es nicht greifen kann, wenn man es selbst noch nie erlebt hat. Aber genau das ist das Spannende: In dem Moment, in dem Menschen es selbst erfahren, ändert sich oft alles. Wenn ich eine Tierkommunikation mache und das Tier noch nie persönlich gesehen habe und plötzlich Dinge anspreche, die ich eigentlich gar nicht wissen kann, dann sind die Menschen oft völlig erstaunt.