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Hochbegabte Elevin tanzt den „Neid“

Da Marie Stockhausen verletzungsbedingt ausfällt, tanzt Lisa Neuner heuer ihren Part bei den „7 Todsünden“

„Mit dieser jungen Tänzerin, die erst am Beginn ihrer Karriere steht, eröffnen sich gerade in Bezug auf den ‚Neid‘ ganz neue Interpretationsspielräume“, erklärte Dramaturg Florian Hirsch im Vorhinein. Die RUNDSCHAU sprach mit der 16-jährigen Telfer Schülerin, Lisa Neuner, und erfuhr Näheres über ihr Herangehen an die Choreographie ihres Parts bei den „Tiroler Volksschauspielen“, ihre bisherige Tanz- und Schauspiellaufbahn und ihre Zukunftsziele.
2. Juli 2024 | von Christina Hötzel
Hochbegabte Elevin tanzt den „Neid“
Am Mittwoch, dem 10. Juli, ist es soweit: Lisa Neuner tanzt eine ganze Todsünde – den „Neid“. Neben der zirka 15-minütigen Choreographie hat sie eine kleine Rolle bei der „Habgier“ und beim Prolog. „Ich bin sehr dankbar, bei einem so großen Stück dabeisein zu dürfen. Für mich ist das eine bedeutende Rolle. Im letzten Jahr habe ich mir das Stück angesehen und fand die Tänzer und Schauspieler sehr cool. Nun bin ich selbst als eine der ihren dabei“, freute sich die Tanzschülerin von Marie Stockhausen. „Marie hat mich gefragt, ob ich einspringen kann, da es ihr verletzungsbedingt nicht möglich war, zu tanzen.“ Zuerst habe sie überlegt, wie sie Schule, sie besucht die sechste Klasse des „BORG-Telfs“, Tanztraining und die Rolle bei den Volksschauspielen unter einen Hut bringen kann, nach Gesprächen mit Stockhausen und dem künstlerischen Leiter, Gregor Bloéb, habe sie aber schnell zugesagt. Mit Bloéb stand Neuner bereits als dessen Filmtochter für das Projekt „Experience Tirol“ vor der Kamera. „In dem Part meiner kleinen Tochter hat sie mich als Schauspielerin sehr verblüfft“, lobte er.

CHOREOGRAPHIE IN EIGENEN RHYTHMUS UMWANDELN.    „Ich habe probiert, so gut wie möglich, meinen Stil in der bestehenden Choreographie umzusetzen und den Part nicht eins zu eins wie Marie zu tanzen“, beschreibt die Balletschülerin von Stockhausen (ihrer „Tanzmama“), die mit sieben Jahren mit Jazzdance an der Landesmusikschule Telfs angefangen hat. Dorthin war Neuner übers Kinderturnen gekommen. Im Jazzdance war sie sehr erfolgreich bei internationalen Wettbewerben und tanzte schon auf der Bühne des Tiroler Landestheaters. Einmal auf dem Birkenberg vor heimischem Publikum zu stehen, sei jedoch eine „Mega-Erfahrung“. „Als ich mir den Spielort das erste Mal angeschaut habe, gefiel mir am besten, dass wir unter freiem Himmel auftreten, mit Bergen und Bäumen im Hintergrund“, zeigt sich die junge Tänzerin begeistert. Auch „Mondern Dance“ und „Contemporary“ gehören zu ihren Stilrichtungen. Ballett tanzt sie hingegen erst seit zwei Jahren.

ERFAHRUNG VOR DER KAMERA. Auf die Frage, ob ihr Herz eher am Tanz oder an der Schauspielerei hängt, antwortete Neuner, dass sie von klein auf tanze. Das Schauspielen habe sie mit der Rolle von Gregor Bloébs Filmtochter erst ganz neu angefangen. Ideal wäre natürlich, beides zu kombinieren. Nach der Matura möchte sie Tanz studieren, um Bühnentänzerin zu werden. Wenn sich noch einmal ein Schauspieljob und damit die Chance ergibt beides zu machen, wäre das natürlich ideal. „Die große Rolle bei den Volksschauspielen mit der Schule in Einklang zu bringen, ist manchmal nicht ganz einfach. Momentan ziehe ich das Tanzen vor, will die Schule aber auch nicht vernachlässigen. Ich brauche nicht nur Einser zu schreiben, möchte aber auch keine schlechten Leistungen“, bekräftigt die Gymnasiastin.

VORFREUDE AUF DIE VOLKSSCHAUSPIELE. Eine Woche vor den letzten zwei bis drei Proben der Volksschauspiele konnte sie auf der Klassenfahrt nach Italien noch kurz durchatmen und neue Energie tanken. Gewöhnlich trainiert sie drei bis viermal wöchentlich. Zu den anderen Tänzern sei das Verhältnis sehr gut, die Schauspieler hat sie noch nicht kennengelernt, freut sich aber auf die gemeinsamen Auftritte bei den „7 Todsünden“. Große Zielstrebigkeit mit einer guten Prise jugendlicher Unbekümmertheit scheint eine gute Kombination für eine erfolgreiche Premiere bei den „Telfer  Volksschauspielen“ zu sein und verspricht eine gute Performance.

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