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Telfs | Kultur | 27. September 2021 | Christine LeBec

Kann denn Liebe Sünde sein?

Kann denn Liebe Sünde sein?<br />
Proll und ihre Musikerkollegen spielten sich in die Herzen des Publikums.
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Nina Proll und ihre Musikerkollegen spielten sich ab der ersten Minute in die Herzen des Publikums

„Lassen Sie sich fallen, rauchen Sie, trinken Sie und lassen Sie uns morgen gemeinsam bereuen“, verführte Nina Proll kürzlich am Beginn ihrer Vorstellung den Telfer Rathaussaal zum Sündigen.
Von Christine LeBec

Nina Proll und ihre drei Musikerkollegen Herb Berger (Klarinette und Saxophon), dee Linde (Cello, Bass) und Christian Frank (Musikchef und Klavier) standen nach einem Jahr Spielpause zum ersten Mal wieder gemeinsam auf einer Bühne, und das machte sowohl der Band als auch dem Publikum Riesenspaß. Mit Elvis Presleys „Lonely baby“ spielten sie sich ab der ersten Minute in die Herzen der Zuseher. Darauf folgte eine deutsche Version von Britney Spears’ „Ups, I did it again“, mit der Nina Proll die Frau als „einziges Raubtier, das der Sünde auflauert“ definiert. „Doch ist Sünde in alkoholisiertem Zustand vielleicht gar keine Sünde“, philosophierte Nina Proll weiter und unterstreicht ihr Statement mit Grönemeyers „Alkohol“. Die Frau, die „weiß, dass man es ihr nicht ansieht, dass sie schon über 18 ist“, zündet sich daraufhin genüsslich eine Zigarette an, begleitet sich für ein Lied selber am Klavier und ist überzeugt davon, dass „schlechtes Aussehen schlimmer ist als schlechtes Benehmen“.

Die Dame in Pink. Neben diesen „Prollklassikern“ findet die Dame in Pink aber auch Zeit für ernste Worte und Gedanken. Sie mahnt, sich den freien Willen vom Gesetzgeber nicht permanent unterdrücken zu lassen, sie belächelt den fehlenden Mut einiger Frauen, einfach nein zu sagen und ruft sie zu mehr Eigenverantwortung auf. Weil der eineinhalbstündige Auftritt von Nina Proll coronabedingt pausenbefreit ist, lässt sie das Publikum nicht daran zweifeln, welche Arbeitseinstellung sie lebt, wenn sie singt „I work hard for my money“. Sicher wahr, aber sicher nicht umsonst, denn, Zufall oder kein Zufall, das nächste Lied auf ihrer Playlist des Abends ist kein geringeres als „Diamonds are a girl’s best friend“ …
Resumee des Abends. Am nächsten Morgen gab es nichts gemeinsam zu bereuen. Nur zum Feind möchte man das Vorstadtweib lieber nicht haben, denn sie verabschiedete sich mit einem sehr überzeugenden „Wennst amal no so ham kummst, dann zag i di an“… .
Kann denn Liebe Sünde sein?<br />
Nina Proll befasste sich in Liedern und scharfzüngigen Texten mit der Rolle der Frau und besonders der Erotik in Vergangenheit und Gegenwart. RS-Fotos: LeBec
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