Artikel teilen
Artikel teilen >

Georg Dornauer beendet Nachdenkpause

Ex-SPÖ-Landesparteichef will im IL-Bezirk den Parteivorsitz behalten und weiterhin aktiv in der SPÖ mitarbeiten

Der wegen einem Jagdausflug mit René Benko in Ungnade gefallene Tiroler EX-SPÖ-Landesparteivorsitzende und Ex-Landeshauptmann-Stellvertreter Georg Dornauer hat seine Nachdenkpause beendet. Er kam zum Schluss, dass er Mitte Feber erneut für den SPÖ-Vorsitz in seinem Heimatbezirk Innsbruck-Land kandidieren wird. Dornauer sagt, dass er über einen großen politischen Erfahrungsschatz verfüge und noch einiges Inhaltliches umsetzen möchte.
14. Jänner 2025 | von Gebi G. Schnöll
Georg Dornauer beendet Nachdenkpause
Georg Dornauer will in seinem Heimatbezirk Innsbruck-Land SPÖ-Vorsitzender bleiben und weiterhin aktiv für die SPÖ da sein. RS-Foto: Archiv/Schnöll
Mit Georg Dornauer wird man in der Tiroler Landespolitik wohl weiterhin zu rechnen haben. „Dies betrifft insbesondere mein Direktmandat im Tiroler Landtag, das mit sehr vielen Vorzugsstimmen abgesichert wurde und dem ich mich mehr denn je verpflichtet fühle. Ich habe für mein Alter bereits einen sehr großen politischen Erfahrungsschatz, darüberhinaus verspüre ich, dass ich noch einiges Inhaltliches umsetzen möchte“, erklärt Dornauer gegenüber der RUNDSCHAU. Das Mandat des Landtagsabgeordneten sehe er viel mehr als Berufung und weniger als Beruf, deshalb sei er auch dabei, einen, mit seiner politischen Tätigkeit kompatiblen beruflichen Werdegang vorzubereiten. Es wäre aber zum jetzigen Zeitpunkt zu früh, darüber öffentlich zu sprechen. „Ich will, dass das alles Hand und Fuß hat. Wenn dies der Fall ist, werde ich die Öffentlichkeit dahingehend informieren“, so Dornauer.

„VIELE POLITISCHE MITSTREITER STEHEN ZU UND HINTER MIR!“ Zu seiner Entscheidung, sich nochmals der Wahl zum SPÖ-Parteivorsitzenden des Bezirkes Innsbruck-Land   zu stellen, sollen ihn zahlreiche Mitstreiter der vergangenen Jahre ermutigt haben. „Viele Funktionäre, Gemeinderäte und SPÖ-Bürgermeister  stehen trotz meines fatalen Fehlers nach wie vor zu mir und hinter mir. Vor einigen Tagen war ich auf einer Geburtstagsfeier eines befreundeten Bürgermeisters, auch dort wurde ich von vielen SPÖ-Wählern und langjährigen Mitgliedern angesprochen, weiterzumachen. Auf dem Nachhauseweg habe ich dann meine finale Entscheidung getroffen, erneut für den SPÖ-Vorsitz in meinem Heimatbezirk zu kandidieren. Dementsprechend werde ich mich in den nächsten Wochen um die Unterstützung unserer Delegierten bemühen“, so Dornauer, der aktuell immer noch SPÖ-Bezirksvorsitzender ist und Mitte Feber beim Bezirksparteitag bei der Neuwahl gegen Bernhard Höfler antreten wird.

KEINE EIGENE DORNAUER-LISTE. Konflikte auf Landesebene will Dornauer mit seiner Kandidatur keine auslösen. „Alles, was ich einbringe, kommt zutiefst aus meinem sozialdemokratischen Herzen, ist stets konstruktiv und soll zur Wiedergewinnung des Wählervertrauens für die SPÖ beitragen. Sachlich geführte inhaltliche Diskussionen schaden uns nicht, diese bringen uns lediglich gemeinsam weiter.“ Zum Gerücht, dass  er mit einer eigenen Liste in der Landespolitik mitmischen will, sagt Dornauer: „Auch mir begegnen in diese Richtung immer wieder Hinweise, ja sogar Aufforderungen. Es ist interessant zu sehen, wieviele Menschen sich darüber Gedanken machen. In mir schlägt aber ein zutiefst sozialdemokratisches Herz, und ich bin mir sicher, dass die Sozialdemokratie aus den jüngsten Erfahrungen auf Bundesebene ihre Lehren zieht und dann auch wieder eine große Zukunft hat.“ Auf die Frage, ob er Ambitionen hat, in die Sellrainer Gemeindewpolitik zurückzukehren, sagt Georg Dornauer: „Bis zur nächsten Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl ist es noch eine Weile hin, da kann ich noch nichts sagen!“

VÖLSER DORFCHEF STELLT SICH HINTER DORNAUER. Gespannt darf man sein, wieviele Delegierte Georg Dornauer beim SPÖ-Bezirksparteitag um sich scharen kann. Einer davon könnte der Völser SPÖ-Bürgermeister Peter Lobenwein sein. Er sagt: „Dass Georg Dornauer mit seinem Jagdausflug in die Steiermark eine Dummheit sondergleichen gemacht hat, weiß er selber. Auch das politische Gespür hat ihm dabei gänzlich gefehlt. Seine Arbeit als SP-Vorsitzender des Bezirkes hat er aber ausgezeichnet gemacht. Er ist immer sehr volksverbunden und kümmert sich um die Sorgen und Nöte der Menschen. Auch in den Gemeinden ist er sehr präsent und zeigt auch diese Verbundenheit!“ Lobenwein schätzt ganz besonders, dass man sich auf Dornauer immer verlassen kann. „Den zweiten Bewerber um den Bezirksvorsitz, Bernhard Höfler, kenne ich auch schon viele Jahre. Er ist ein sehr verlässlicher Partner und als Gewerkschafter stets mit den Arbeitnehmern verbunden. Da er im Bezirk noch recht unbekannt ist, haben wir ihn zur nächsten Ortsausschusssitzung eingeladen, damit er sich persönlich vorstellen kann. Es ist legitim, dass sich mehrere Personen um den Vorsitz bewerben und eine demokratische Entscheidung getroffen und das Ergebnis dann von allen auch akzeptiert wird. Einer guten Zusammenarbeit steht da nichts entgegen. Dem ‚Vorfeldgeplänkel‘ zur Wahl am 15. Februar in Funktionärskreisen kann ich wenig abgewinnen, die Wähler haben letztendlich das Wort“, so Lobenwein abschließend.

Feedback geben

Feedback abschicken >
Nach oben
Wir verwenden Cookies, Tracking- und (Re-) Targeting-Technologien. Damit wollen wir unsere Webseite nutzerfreundlicher gestalten und fortlaufend verbessern. Wenn Sie unsere Webseite weiter nutzen, stimmen Sie dadurch der Verwendung von Cookies zu – ausgenommen sind Cookies für Google-Marketing-Produkte.
Einverstanden
Weiter ohne Google-Marketing-Produkte.
Weitere Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.