Gewehrträgerinnen bei Schützenkompanien?
Rund 350 Stimmberechtigte sollen bis Mitte Jänner 2026 auf diese Frage mit „Ja“ oder „Nein“ eine Antwort geben
12. November 2025 | von
Gebi G. Schnöll
Gewehr bei Fuß auch für Frauen? Diese Frage soll nun in Form einer Briefwahl beantwortet werden. Symbolfoto: Archiv/Schnöll
Zwei Oberländer Kompanien hatten im Sommer Anträge auf Aufnahme von Gewehrträgerinnen gestellt. Beim Bund der Tiroler Schützenkompanien wurde daraufhin ein Meinungsbildungsprozess eingeleitet, der nun abgeschlossen ist. In den nächsten Wochen soll jetzt eine Entscheidung getroffen werden, ob bald schon auch Frauen ein Schützengewehr tragen dürfen. Vom 1. Dezember bis 15. Jänner werden rund 320 Stimmberechtigte im Rahmen einer Briefwahl mit einem „Ja“ oder „Nein“ über die Frage „Frauen als Gewehrträgerinnen?“ abstimmen können.
FRAGE DES ERSCHEINUNGSBILDES. „Besonders positiv war im Rahmen des Meinungsbildungsprozesses, dass der offene Dialog an sich von großer Bedeutung war. Der Austausch hat das gegenseitige Verständnis gestärkt und gezeigt, wie viel Zusammenhalt und Engagement im Bund der Tiroler Schützenkompanien vorhanden sind. Zwischen Tradition und Zeitgeist bewegt sich der Bund in einem sensiblen Spannungsfeld. Ziel ist es nicht, Altes zu verwerfen, sondern gemeinsam zu entscheiden, wie Tradition weiterleben kann, ohne den Zusammenhalt zu gefährden. Die Erkenntnisse aus dem Nachdenkprozess und die erarbeiteten neun Thesen, welche die Bundesleitung einstimmig beschlossen hat, werden nun den Mitgliedskompanien zur Kenntnis gebracht“, so Landeskommandant Saurer, der auch ausdrücklich festhält: „In der Diskussion um Frauen im Tiroler Schützenwesen geht es nicht um Fragen der Gleichberechtigung. Vereinsrechtlich sind weibliche Mitglieder vollwertige Mitglieder und können sämtliche Funktionen bis hin zur Obfrau bekleiden. Im Mittelpunkt steht vielmehr die Frage des Erscheinungsbildes. Die Diskussion über Rollen im Tiroler Schützenwesen ist somit keine Frage von Wert oder Fähigkeit, sondern eine Frage von Aufgaben, Formen und Sinnbildern.“
FRAGE DES ERSCHEINUNGSBILDES. „Besonders positiv war im Rahmen des Meinungsbildungsprozesses, dass der offene Dialog an sich von großer Bedeutung war. Der Austausch hat das gegenseitige Verständnis gestärkt und gezeigt, wie viel Zusammenhalt und Engagement im Bund der Tiroler Schützenkompanien vorhanden sind. Zwischen Tradition und Zeitgeist bewegt sich der Bund in einem sensiblen Spannungsfeld. Ziel ist es nicht, Altes zu verwerfen, sondern gemeinsam zu entscheiden, wie Tradition weiterleben kann, ohne den Zusammenhalt zu gefährden. Die Erkenntnisse aus dem Nachdenkprozess und die erarbeiteten neun Thesen, welche die Bundesleitung einstimmig beschlossen hat, werden nun den Mitgliedskompanien zur Kenntnis gebracht“, so Landeskommandant Saurer, der auch ausdrücklich festhält: „In der Diskussion um Frauen im Tiroler Schützenwesen geht es nicht um Fragen der Gleichberechtigung. Vereinsrechtlich sind weibliche Mitglieder vollwertige Mitglieder und können sämtliche Funktionen bis hin zur Obfrau bekleiden. Im Mittelpunkt steht vielmehr die Frage des Erscheinungsbildes. Die Diskussion über Rollen im Tiroler Schützenwesen ist somit keine Frage von Wert oder Fähigkeit, sondern eine Frage von Aufgaben, Formen und Sinnbildern.“
