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Pure Lebensfreude und gelebte Menschlichkeit

In Seefeld prägten zum Jugendrotkreuz-Landesbewerb rote Jacken das Gemeindebild

Rote Jacken prägten an vorletzten Wochenende das Gemeindebild in Seefeld. Der Ort stand ganz im Zeichen junger Rotkreuzler aus Tirol und Bayern sowie vom Weißen Kreuz in Südtirol. Über 180 junge Menschen waren mit ihren rund 80 Betreuern gekommen und zeigten eindrucksvoll, wie gelebte Menschlichkeit ausschaut. Erfolgreich im Jugendrotkreuz-Landesbewerb oder beim Henry Cup zu sein, eine unbeschwerte Zeit mit Freunden genießen, Spaß haben und Seefeld in Schwung bringen, das waren die Ziele – und die wurden allesamt erreicht.

24. Juni 2025
Pure Lebensfreude und gelebte Menschlichkeit
Einen tollen Spirit zeigten über 180 junge Menschen beim Jugendrotkreuz-Landesbewerb und im Landesjugendcamp. Foto: Rotes Kreuz Innsbruck Land
Nach sechs Jahren Pause stand erstmals wieder das größte Event des Roten Kreuzes Tirol auf dem Programm: das Landesjugendcamp. Von Anfang an haben die Kids das Motto des Camps „zamm.helfen“ mit Leben gefüllt. Selbst die Gewinner des Jugendrotkreuz-Landesbewerbes in Erster Hilfe und sozialem Wissen sowie der Social-Challenge „Henry Cup“ machten da keine Ausnahme, denn die Pokale für die ersten Plätze gingen nach Sillian in Osttirol, Prad in Südtirol und Kufstein in Nordtirol. „zamm.helfen“ – das funktioniert eben über alle (Landes)-Grenzen hinweg. Die Bezirksstelle Innsbruck Land hat das Landesjugendcamp gemeinsam mit dem Jugendrotkreuz Tirol organisiert. Mehr als ein Jahr dauerten die intensiven Vorbereitungen. Das Ergebnis: Ein dreitägiges, freizeitpädagogisches, spannendes und abwechslungsreiches Programm, auf das sich alle Kinder und Jugendlichen voller Vorfreude einstimmten. „Dann kam der Amoklauf von Graz und unsere Welt stand still“, sagt Michael Volderauer, Bezirksstellenleiter vom Roten Kreuz Innsbruck Land und letztlich für das Camp hauptverantwortlich. „Gemeinsam mit dem gesamten Organisationsteam und unter Einbindung zahlreicher Experten haben wir das Campkonzept nochmals auf den Prüfstand gestellt. Wir haben uns kritisch gefragt, ob wir angesichts der tragischen Ereignisse, die uns alle tief betroffen machen, das Camp überhaupt durchführen sollen. Wir haben uns bewusst für ein klares ‚Go' entschieden – auch deshalb, weil uns aus allen Richtungen bestätigt wurde, dass es gerade jetzt dieses Landesjugendcamp braucht. Das Campleben trägt aktiv zur Stabilität bei – in einer Zeit, in der Kinder womöglich mehr Fragen als Antworten haben.“

UNBESCHWERTES CAMP LEBEN TAT GUT. Auch Nadine Walch, im Roten Kreuz für den Kinder- und Jugendschutz verantwortlich und stellvertretende Landesjugendreferentin im Roten Kreuz, unterstreicht die Relevanz des Camps: „In unserer Jugendarbeit geht es uns darum, junge Menschen auf eine Welt vorzubereiten, die Antworten braucht: auf Hass, Ausgrenzung, Orientierungslosigkeit. Wir bauen keine Luftschlösser, wir bauen Resilienz, und daher tut gerade in schwierigen Zeiten ein unbeschwertes Campleben den Kindern gut. Unsere Sicherheitskonzepte haben wir nochmals geschärft, unsere pädagogisch geschulten Mitarbeiter vor Ort waren bestens vorbereitet, um die Kinder bei Unsicherheiten oder Fragen zu begleiten. Wir waren gut gerüstet.“ Im Mittelpunkt von „zamm.helfen“ standen der Henry Cup, eine Social-Challenge, bei der die Teams ihre sozialen Kompetenzen zeigen können und der Jugendrotkreuz-Landesbewerb. „Dieser umfasste fünf Stationen, die im Gemeindegebiet von Seefeld aufgebaut gewesen sind“, erzählt Sandra Schreyer, Bezirksjugendreferentin aus Telfs. „In einem Fünfer-Team wurden die Kinder mit unterschiedlichen Szenarien konfrontiert, bei denen eine schnelle, mutige und strukturierte Erste Hilfe und soziales Wissen gefragt waren.“
Pure Lebensfreude und gelebte Menschlichkeit
Beim Bewerb war mutige und strukturierte Erste Hilfe gefragt. Foto: Rotes Kreuz Innsbruck Land
Pure Lebensfreude und gelebte Menschlichkeit
Notwendige Kompetenz zum Landesbewerb und „Henry Cup“ haben sich die Teilnehmer über Monate hinweg intensiv erarbeitet. Foto: Rotes Kreuz Innsbruck Land

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