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Spatenstich für neues Biomasseheizwerk

In Seefeld entsteht ein Heizwerk zur klimafreundlichen Versorgung der Klammbachweg-Siedlung

Am vergangenen Mittwoch erfolgte der Spatenstich zur Errichtung des Biomasseheizwerks für die Klammbachweg-Siedlung. Mit dem Projekt werden jährlich rund 2,2 Millionen Kilowattstunden Wärme bereitgestellt – genug, um die 23 Baufelder dort zuverlässig zu versorgen. Gleichzeitig werden etwa 920 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalent pro Jahr eingespart. Das entspricht dem durchschnittlichen Jahresausstoß von über 400 Pkw. Bürgermeisterin Andrea Neuner und Andreas Glatzl, der Geschäftsführer der Ortswärme Seefeld, bezeichneten das Heizwerk als weiteren Schritt in die Zukunft.
1. Juli 2025 | von Christina Hötzel
Spatenstich für neues Biomasseheizwerk
Spatenstich bei sehr sommerlichen Temperaturen: (v. l.) Markus Heiss (Projektleiter Fa. Fröschl), Hermann Unsinn (Tiroler Heizwerksverband), Thomas Hartner (Prokurist Ortswärme), Patrick Kluckner (Betriebsführer Ortswärme), Andreas Glatzl (Geschäftsführer Ortswärme), Toni Hiltpolt (2. Vbgm.), Daniel Dreier (Gemeindevorstand), Geri Neuner (Gemeinderat), Christoph Gogala (Betriebsführer Ortswärme), Andrea Neuner (Bürgermeisterin). RS-Foto: Hötzel
„Wir bauen und ermöglichen nicht nur neue Häuser, wir bauen Zukunft. Zukunft, die nachhaltig ist, umweltfreundlich und wirtschaftlich sinnvoll – für uns alle“, betonte Andrea Neuner, Bürgermeisterin von Seefeld. „Nachhaltige Energieversorgung macht nicht an der Haustür halt. Sie ist für alle da – für dauerhaftes Wohnen ebenso wie für Erholung und Tourismus. So stärken wir nicht nur unser Klima, sondern auch den Zusammenhalt in unserer Gemeinde.“ Die Forcierung von Öko-Ortswärme auf Basis von regenerativen Rohstoffen ist als Thema für den Klimaschutz wesentlich. Die Abkehr von Öl und Gas als Energieträger ist aus politischer Sicht, aber auch aus der Sicht der Nachhaltigkeit ein wichtiger Punkt, wie Neuner in ihrer Ansprache ausführte. Eine Synergie zwischen verschiedenen Konzepten herzustellen, war der Auftrag bei der Entwicklung des Areals Klammbachweg – die Nutzung in Form einer Kreislaufwirtschaft von Wasser, Straßen und Wegen und Begrünung soll das Wohngebiet zu einem Vorzeigeprojekt machen.

POSITIVES PROJEKT FÜR DAS KLIMA-PLATEAU. Daran anknüpfend lieferte Andreas Glatzl, Geschäftsführer der Ortswärme Seefeld, einige Fakten zur Versorgung des Areals: „Die Energie stammt aus zwei modernen Biomassekesseln, die mit regionalen Waldhackschnitzeln betrieben werden. Für das Energiemanagement und die Abdeckung von Spitzenlasten sorgen zwei Pufferspeicher mit einem Gesamtvolumen von rund 76.000 Litern. Wir setzen auf eine regionale, erneuerbare Energiequelle, die nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch überzeugt. Mit diesem Projekt leisten wir einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und zur regionalen Wertschöpfung.“ Das Projekt beinhaltet unter anderem auch die Integration einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Heizwerks. Der erzeugte Sonnenstrom wird direkt für den Betrieb der Anlage genutzt – ein weiterer Schritt in Richtung Energieautarkie. „Die Kombination aus Biomasse und Photovoltaik zeigt, wie moderne Energieversorgung heute aussehen kann: nachhaltig, effizient und lokal verankert“, so Glatzl weiter. Der Zeitplan, mit einer Fertigstellung bis Ende September, ist zwar äußerst sportlich, stellte er fest. „Wir arbeiten jedoch eng mit den ausführenden Firmen zusammen und sind überzeugt, dass wir den Start der Wärmeversorgung zum geplanten Termin erfolgreich realisieren werden.“
Spatenstich für neues Biomasseheizwerk
Visualisierung des Biomasseheizwerkes für die Klammbachweg-Siedlung. Ge-plant ist das Heizhaus mit zwei Kesseln und einem Hackschnitzellager, aus dem automatisch in die Verbrennung eingespeist wird. Grafik: Ortswärme Seefeld

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