Transitdruck: B177 kommt unter die Räder
Die geplante Südumfahrung auf der Seefelder Straße bei Reith-Leithen bringt aber ein Stück Lebensqualität zurück
19. Mai 2026 | von
Georg Newesely
Auf die Belastung in Reith weist Bürgermeister Dominik Hiltpolt hin: „Besonders der starke Urlauber- und Ausweichverkehr führt in unserer Gemeinde zu erheblichen Belastungen.“ Abfahrverbote sollen verhindern, dass der Verkehr bei Staus auf der Seefelder Straße auf Gemeindestraßen ausweicht. „Diese Maßnahmen zeigen Wirkung – insbesondere dort, wo konsequent kontrolliert wird“, so Hiltpolt weiter. Für den Reither Ortsteil Leithen steht nun die Realisierung der Südumfahrung an. Bereits 2018 wurde nach einer umfassenden Variantenuntersuchung eine Trasse festgelegt, die auch im aktuellen Regierungsprogramm der Tiroler Landesregierung verankert ist. Laut Landesbaudirektion sind die Planungsarbeiten sowie die Untersuchung der geotechnischen Machbarkeit mittlerweile abgeschlossen und es laufen detaillierte Abstimmungen mit den Grundeigentümern über die erforderlichen Flächen. Die Gemeinde fordert, dass das Land Tirol dieses wichtige Projekt mit Nachdruck weiterverfolgt, damit die Lebensqualität der Bevölkerung langfristig verbessert werden kann. Ein verbindlicher Fertigstellungstermin steht jedoch noch aus.
AUSWEICHVERKEHR VERSCHÄRFT DIE LAGE. Angesichts geplanter Veränderungen wie dem Tunnelbau und der Bemautung an der Fernpassstrecke wächst allerdings die Sorge, dass neuer Ausweichverkehr über das Seefelder Plateau und den Zirler Berg entsteht. Der Ausbau von Durchzugs- und Transitstrecken birgt erhebliche Risiken und erfordert Augenmaß. Denn Kritiker und Verkehrsplaner geben zu bedenken, dass zu großzügige Straßenbauprojekte eine Sogwirkung entfalten. Anstatt zu entlasten, ziehen sie oft zusätzlichen Verkehr und insbesondere den Schwerverkehr erst recht an.
DIE BELASTUNGSGRENZE IST ÜBERSCHRITTEN. Wenn die Bevölkerung entlang der Transitrouten nicht ausreichend gehört wird, droht eine Eskalation des Protestpotenzials. Die bevorstehende Blockadewelle (Brennerautobahn 30. Mai, Fernpassstraße 27. Juni und 1. August, und bei diesen soll es nicht bleiben) hat die Politik aufgeschreckt und unter massiven Zugzwang gesetzt. Belastung durch den Verkehr hat nun auch wieder die Schlagzeilen der Medien erfasst. Die aufgeheizte Stimmung im Land fasst der Bürgermeister von Gries am Brenner, Karl Mühlsteiger, zusammen: „Die Belastungsgrenze durch den Transitverkehr ist für ganz Tirol längst überschritten. Der Schutz der Bevölkerung muss endlich Vorrang haben.“ Der geplante Protest sei daher ein Signal der Notwehr für das gesamte Land. Dies ist eine Warnung, die auch für die Verkehrspolitik entlang der B177 als Gradmesser dienen sollte. Am Ende ist es die lokale Bevölkerung, welche die Folgen einer gescheiterten EU-Verkehrs- und Subventionspolitik sowie die Auswüchse der modernen Konsumgesellschaft ausbaden muss.
AUSWEICHVERKEHR VERSCHÄRFT DIE LAGE. Angesichts geplanter Veränderungen wie dem Tunnelbau und der Bemautung an der Fernpassstrecke wächst allerdings die Sorge, dass neuer Ausweichverkehr über das Seefelder Plateau und den Zirler Berg entsteht. Der Ausbau von Durchzugs- und Transitstrecken birgt erhebliche Risiken und erfordert Augenmaß. Denn Kritiker und Verkehrsplaner geben zu bedenken, dass zu großzügige Straßenbauprojekte eine Sogwirkung entfalten. Anstatt zu entlasten, ziehen sie oft zusätzlichen Verkehr und insbesondere den Schwerverkehr erst recht an.
DIE BELASTUNGSGRENZE IST ÜBERSCHRITTEN. Wenn die Bevölkerung entlang der Transitrouten nicht ausreichend gehört wird, droht eine Eskalation des Protestpotenzials. Die bevorstehende Blockadewelle (Brennerautobahn 30. Mai, Fernpassstraße 27. Juni und 1. August, und bei diesen soll es nicht bleiben) hat die Politik aufgeschreckt und unter massiven Zugzwang gesetzt. Belastung durch den Verkehr hat nun auch wieder die Schlagzeilen der Medien erfasst. Die aufgeheizte Stimmung im Land fasst der Bürgermeister von Gries am Brenner, Karl Mühlsteiger, zusammen: „Die Belastungsgrenze durch den Transitverkehr ist für ganz Tirol längst überschritten. Der Schutz der Bevölkerung muss endlich Vorrang haben.“ Der geplante Protest sei daher ein Signal der Notwehr für das gesamte Land. Dies ist eine Warnung, die auch für die Verkehrspolitik entlang der B177 als Gradmesser dienen sollte. Am Ende ist es die lokale Bevölkerung, welche die Folgen einer gescheiterten EU-Verkehrs- und Subventionspolitik sowie die Auswüchse der modernen Konsumgesellschaft ausbaden muss.