Während FF-Einsatz hob Feuerrakete ab
Im Pfaffenhofer Gewerbegebiet löste schon wieder ein fahrlässig entsorgter Akku einen Brand aus
16. Feber 2026 | von
Gebi G. Schnöll
„Als wir bei der brennenden Deponie eintrafen, flog uns ein Akku um die Ohren“, berichtet FF-Kommandant Alfred Unterwurzacher. Foto: FF Pfaffenhofen
Der Brand im Gewerbegebiet in Pfaffenhofen ist gegen 19.40 Uhr im Bereich eines Depots für Elektroschrott ausgebrochen. „Als wir zum Einsatzort kamen, flog uns wie eine Rakete ein Akku um die Ohren. Gut, dass wir die Lage rasch unter Kontrolle hatten und nichts Schlimmeres passiert ist“, schildert FF-Kommandant Alfred Unterwurzacher gegenüber der RUNDSCHAU. Der Einsatz, an dem 20 Einsatzkräfte der FF Pfaffenhofen, das Rote Kreuz und die Besatzung einer Polizeistreife beteiligt waren, zeigte einmal mehr, dass trotz verheerender Großbrände immer noch Batterien und Akkus nicht sachgemäß entsorgt werden. Dank massiver Investitionen werden die allermeisten Brände schnell und sicher durch modernste Brandschutz- und Löschsysteme gelöscht. Eine Auswertung des VOEB zeigt, dass es im vergangenen Jahr dennoch zu 36 größeren Brandereignissen in der Abfallwirtschaft gekommen ist, über die intensiv in den Medien berichtet wurde. „Quer durch alle Bundesländer erleben wir eine regelrechte Brandepidemie in unseren Betrieben. Auch bei dem enormen Brand in der Recyclinganlage in Osttirol im Juli 2025 war eine Batterie laut Polizei brandauslösend. Jeder Akku in der falschen Tonne ist eine tickende Zeitbombe für unsere Beschäftigten, für die Umwelt, für den Fortbestand ganzer Betriebe und für die Entsorgungssicherheit in Österreich“, betont Gabriele Jüly, Präsidentin des VOEB.
LITHIUMBATTERIEN GEHÖREN IN DIE PROBLEMSTOFFSAMMLUNG. Die Ursache des Problems liegt auf der Hand: Lithiumbatterien finden sich heute in unzähligen Alltagsgegenständen – von Smartphones und Kinderspielzeug bis hin zu Einweg-E-Zigaretten. Meist aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit werden sie nicht getrennt entsorgt und stellen so ein enormes Sicherheitsrisiko dar. Die Brandgefahr beschränkt sich dabei nicht nur auf die Abfallwirtschaft. Auch im privaten Umfeld ist der richtige Umgang mit Lithiumbatterien essenziell, um Brände in den eigenen vier Wänden zu vermeiden. Akkus sollten vor Beschädigungen, starker Hitze und Kälte geschützt und nicht in der Nähe brennbarer Materialien gelagert werden. Defekte Akkus gehören sofort in die Problemstoffsammlung, und beim Laden sollten nur Originalladegeräte verwendet werden – idealerweise unter Aufsicht.
GEMEINSAME VERANTWORTUNG: VON DER POLITIK BIS ZUM VERBRAUCHER. Erste wichtige Schritte gegen die heimlichen Brandstifter sind gesetzt: Das seit Jahren geforderte Verbot von Einweg-E-Zigaretten wurde von der Bundesregierung auf den Weg gebracht und soll Ende 2026 in Kraft treten. Auch auf EU-Ebene bewegt sich etwas, nachdem sich zahlreiche EU-Mitgliedstaaten im Dezember hinter den von Österreich initiierten Prüfauftrag stellten, ein EU-weites Pfandsystem für Geräte mit Lithiumbatterien ehestmöglich zu untersuchen. Bis 2030 muss die Sammelquote von Gerätebatterien auf 73 Prozent erhöht werden – Österreich erreicht derzeit nur rund 50 Prozent. Jüly: „Wir begrüßen die politischen Initiativen wie das geplante Verbot von Einweg-E-Zigaretten ausdrücklich, doch es bleibt noch viel zu tun. Wir brauchen ein Anreizsystem für die Rückgabe von Lithiumbatterien, strengere Rücknahmepflichten im Handel und vor allem mehr Aufklärung der Bevölkerung. Jeder Akku gehört zum Wertstoffhof oder in die Batteriesammelbox im Handel – niemals in die Restmülltonne oder den Gelben Sack“, empfiehlt VOEB-Präsidentin Gabriele Jüly.
LITHIUMBATTERIEN GEHÖREN IN DIE PROBLEMSTOFFSAMMLUNG. Die Ursache des Problems liegt auf der Hand: Lithiumbatterien finden sich heute in unzähligen Alltagsgegenständen – von Smartphones und Kinderspielzeug bis hin zu Einweg-E-Zigaretten. Meist aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit werden sie nicht getrennt entsorgt und stellen so ein enormes Sicherheitsrisiko dar. Die Brandgefahr beschränkt sich dabei nicht nur auf die Abfallwirtschaft. Auch im privaten Umfeld ist der richtige Umgang mit Lithiumbatterien essenziell, um Brände in den eigenen vier Wänden zu vermeiden. Akkus sollten vor Beschädigungen, starker Hitze und Kälte geschützt und nicht in der Nähe brennbarer Materialien gelagert werden. Defekte Akkus gehören sofort in die Problemstoffsammlung, und beim Laden sollten nur Originalladegeräte verwendet werden – idealerweise unter Aufsicht.
GEMEINSAME VERANTWORTUNG: VON DER POLITIK BIS ZUM VERBRAUCHER. Erste wichtige Schritte gegen die heimlichen Brandstifter sind gesetzt: Das seit Jahren geforderte Verbot von Einweg-E-Zigaretten wurde von der Bundesregierung auf den Weg gebracht und soll Ende 2026 in Kraft treten. Auch auf EU-Ebene bewegt sich etwas, nachdem sich zahlreiche EU-Mitgliedstaaten im Dezember hinter den von Österreich initiierten Prüfauftrag stellten, ein EU-weites Pfandsystem für Geräte mit Lithiumbatterien ehestmöglich zu untersuchen. Bis 2030 muss die Sammelquote von Gerätebatterien auf 73 Prozent erhöht werden – Österreich erreicht derzeit nur rund 50 Prozent. Jüly: „Wir begrüßen die politischen Initiativen wie das geplante Verbot von Einweg-E-Zigaretten ausdrücklich, doch es bleibt noch viel zu tun. Wir brauchen ein Anreizsystem für die Rückgabe von Lithiumbatterien, strengere Rücknahmepflichten im Handel und vor allem mehr Aufklärung der Bevölkerung. Jeder Akku gehört zum Wertstoffhof oder in die Batteriesammelbox im Handel – niemals in die Restmülltonne oder den Gelben Sack“, empfiehlt VOEB-Präsidentin Gabriele Jüly.
