Weichenstellung im regionalen Bankenwesen
Raiffeisenbanken Tirol Mitte West und Ehrwald-Lermoos-Biberwier bündeln ihre Kräfte
2. Juni 2026 | von
Georg Newesely
Der neue Vorstand der Raiffeisenbank Tirol Mitte-West: Mario Plattner, Andreas Wolf, Engelbert Fasser und Hubert Kuprian (v.l.). Foto: Georg Newesely
Die Weichen für den Zusammenschluss wurden nun Ende Mai 2026 gestellt. In den Generalversammlungen beider Raiffeisenbanken stimmten die Mitglieder über das weitreichende Vorhaben ab. Umfassende Transparenz stand dabei an oberster Stelle. Das Prüfungsgutachten der Revisoren des Raiffeisenverbandes bestätigte den Mitgliedern sowohl die wirtschaftliche Richtigkeit als auch die ausgewogene Interessengerechtigkeit des Zusammenschlusses. Nach der breiten Zustimmung durch die jeweiligen Genossenschaftsmitglieder ist der formale und rechtliche Zusammenschluss nun für September 2026 terminiert.
MARKTVERÄNDERUNGEN UND REGULIERUNGSDICHTE. Die Entscheidung zu diesem Zusammenschluss ist das Ergebnis einer vorausschauenden und strategischen Planung. Reagiert wird damit auf ein Marktumfeld, das sich in den vergangenen Jahren rasant gewandelt hat. Zu den wesentlichen Treibern dieser Entwicklung gehören neben den anhaltend veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor allem die stetig zunehmende Regulierungsdichte vonseiten der europäischen und nationalen Bankenaufsicht. Gerade das europäische Bankenpaket Basel IV stellt kleinere Einzelinstitute durch hochkomplexe Detailvorgaben zu den risikogewichteten Aktiva und ESG-Risikoberichten vor kaum noch bewältigbare IT- und Meldewesen-Anforderungen. Durch den Zusammenschluss können administrative Abläufe nun vereinheitlicht und interne Ressourcen strategisch gebündelt werden. Größere Bankeinheiten verfügen naturgemäß über eine deutlich höhere Leistungsfähigkeit und Effizienz hinter den Kulissen.
RAIFFEISENBANK IN ZAHLEN. Durch die Verschmelzung geht die Raiffeisenbank Ehrwald-Lermoos-Biberwier in der Raiffeisenbank Tirol Mitte-West auf. Die neuen Dimensionen der fusionierten Bank unterstreichen die künftige Bedeutung für den regionalen Finanzmarkt. Diese wird insgesamt 8.846 Mitglieder und 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählen, welche sich künftig um die finanziellen Anliegen der rund 50.000 Kundinnen und Kunden kümmern. Das betreute Kunden-Geschäftsvolumen erreicht dann eine beachtliche Höhe von zirka 2,8 Milliarden Euro. Das erweiterte Marktgebiet erstreckt sich über insgesamt 27 Gemeinden und verfügt über 13 klassische Bankstellen und zusätzliche acht SB-Bankstellen. Die starke physische Präsenz bleibt also zentrales Qualitätsmerkmal. Die Förderung regionaler Kultur-, Sport- und Sozialinitiativen und -vereine wird weiterhin als wichtiger gesellschaftlicher Auftrag gesehen.
ÄNDERUNGEN IN DEN FÜHRUNGSGREMIEN. Die regionale Verankerung und Kontinuität spiegeln sich auch in der personellen Zusammensetzung der Führungsgremien wider. Engelbert Fasser, der bisherige Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank Ehrwald-Lermoos-Biberwier, zieht in den Vorstand der Raiffeisenbank Tirol Mitte ein. Auch im Aufsichtsrat wird mit Ina-Maria Zotz und Roland Bichler eine ausgewogene regionale Repräsentanz sichergestellt. Gleichzeitig wird der Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Tirol Mitte im Zuge einer umfassenden Effizienzoptimierung von bislang 15 auf künftig 14 Mitglieder verschlankt.
MOTOR FÜR DIE REGION. Ein wesentlicher ökonomischer Vorteil der Fusion liegt in der deutlichen Stärkung der finanziellen Substanz. Die erweiterte Eigenkapitalbasis der fusionierten Genossenschaftsbank schafft völlig neue Spielräume für die regionale Entwicklung. Größere Kreditvolumina und komplexere Investitionsvorhaben können künftig aus eigener Kraft begleitet werden. Davon profitieren sowohl größere Finanzierungsprojekte der heimischen Wirtschaft und des Mittelstandes als auch die privaten Haushalte in beiden Kernregionen.
KUNDEN UND BELEGSCHAFT. Für die Kundinnen und Kunden der Raiffeisenbank Ehrwald-Lermoos-Biberwier bringt der Zusammenschluss wenig Umstellungen mit sich. Sämtliche Standorte bleiben bestehen. Alle laufenden Kundenverträge, Kreditvereinbarungen, Finanzierungen und Sparprodukte werden im Wege der sogenannten Gesamtrechtsnachfolge eins zu eins übernommen. Da auch die Dienstverhältnisse nahtlos übergehen, bleibt das vertraute Beraterteam für die Kunden bestehen. Für die Belegschaft selbst bietet die größere Organisation jedoch zusätzliche, attraktive Entwicklungsmöglichkeiten.
MARKTVERÄNDERUNGEN UND REGULIERUNGSDICHTE. Die Entscheidung zu diesem Zusammenschluss ist das Ergebnis einer vorausschauenden und strategischen Planung. Reagiert wird damit auf ein Marktumfeld, das sich in den vergangenen Jahren rasant gewandelt hat. Zu den wesentlichen Treibern dieser Entwicklung gehören neben den anhaltend veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor allem die stetig zunehmende Regulierungsdichte vonseiten der europäischen und nationalen Bankenaufsicht. Gerade das europäische Bankenpaket Basel IV stellt kleinere Einzelinstitute durch hochkomplexe Detailvorgaben zu den risikogewichteten Aktiva und ESG-Risikoberichten vor kaum noch bewältigbare IT- und Meldewesen-Anforderungen. Durch den Zusammenschluss können administrative Abläufe nun vereinheitlicht und interne Ressourcen strategisch gebündelt werden. Größere Bankeinheiten verfügen naturgemäß über eine deutlich höhere Leistungsfähigkeit und Effizienz hinter den Kulissen.
RAIFFEISENBANK IN ZAHLEN. Durch die Verschmelzung geht die Raiffeisenbank Ehrwald-Lermoos-Biberwier in der Raiffeisenbank Tirol Mitte-West auf. Die neuen Dimensionen der fusionierten Bank unterstreichen die künftige Bedeutung für den regionalen Finanzmarkt. Diese wird insgesamt 8.846 Mitglieder und 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählen, welche sich künftig um die finanziellen Anliegen der rund 50.000 Kundinnen und Kunden kümmern. Das betreute Kunden-Geschäftsvolumen erreicht dann eine beachtliche Höhe von zirka 2,8 Milliarden Euro. Das erweiterte Marktgebiet erstreckt sich über insgesamt 27 Gemeinden und verfügt über 13 klassische Bankstellen und zusätzliche acht SB-Bankstellen. Die starke physische Präsenz bleibt also zentrales Qualitätsmerkmal. Die Förderung regionaler Kultur-, Sport- und Sozialinitiativen und -vereine wird weiterhin als wichtiger gesellschaftlicher Auftrag gesehen.
ÄNDERUNGEN IN DEN FÜHRUNGSGREMIEN. Die regionale Verankerung und Kontinuität spiegeln sich auch in der personellen Zusammensetzung der Führungsgremien wider. Engelbert Fasser, der bisherige Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank Ehrwald-Lermoos-Biberwier, zieht in den Vorstand der Raiffeisenbank Tirol Mitte ein. Auch im Aufsichtsrat wird mit Ina-Maria Zotz und Roland Bichler eine ausgewogene regionale Repräsentanz sichergestellt. Gleichzeitig wird der Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Tirol Mitte im Zuge einer umfassenden Effizienzoptimierung von bislang 15 auf künftig 14 Mitglieder verschlankt.
MOTOR FÜR DIE REGION. Ein wesentlicher ökonomischer Vorteil der Fusion liegt in der deutlichen Stärkung der finanziellen Substanz. Die erweiterte Eigenkapitalbasis der fusionierten Genossenschaftsbank schafft völlig neue Spielräume für die regionale Entwicklung. Größere Kreditvolumina und komplexere Investitionsvorhaben können künftig aus eigener Kraft begleitet werden. Davon profitieren sowohl größere Finanzierungsprojekte der heimischen Wirtschaft und des Mittelstandes als auch die privaten Haushalte in beiden Kernregionen.
KUNDEN UND BELEGSCHAFT. Für die Kundinnen und Kunden der Raiffeisenbank Ehrwald-Lermoos-Biberwier bringt der Zusammenschluss wenig Umstellungen mit sich. Sämtliche Standorte bleiben bestehen. Alle laufenden Kundenverträge, Kreditvereinbarungen, Finanzierungen und Sparprodukte werden im Wege der sogenannten Gesamtrechtsnachfolge eins zu eins übernommen. Da auch die Dienstverhältnisse nahtlos übergehen, bleibt das vertraute Beraterteam für die Kunden bestehen. Für die Belegschaft selbst bietet die größere Organisation jedoch zusätzliche, attraktive Entwicklungsmöglichkeiten.