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Telfs | Politik | 25. April 2022 | Bernhard Rangger

180.000 Plus trotz 780.000 Überschreitungen

180.000 Plus trotz 780.000 Überschreitungen
Bgm. Dominik Hiltpolt stellte die größten Ausgaben vor. Foto: Archiv
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Der Reither Gemeinderat segnete die Jahresrechnung nach lebendiger Debatte doch noch einstimmig ab

Fast zweieinhalb Stunden dauerte dank 18 Tagesordnungspunkten und einer lebendig geführten Debatte die jüngste Reither Gemeinderatssitzung. Im Mittelpunkt stand die Jahresrechnung, bei der Haushaltsüberschreitungen von fast 800.000 Euro beschlossen werden mussten. Da aber durchwegs Gemeinderatsbeschlüsse vorlagen und am Ende in der Summe ein positives Ergebnis erzielt wurde, konnte auch dieser Tagesordnungspunkt einstimmig abgehakt werden.
Von Bernhard Rangger

Finanzverwalter Christoph Nairz trug die Jahresrechnung mit einem Plus von 260.000 Euro im Ergebnishaushalt und von 190.000 im Finanzierungshaushalt vor: „Dank des Konjunkturpakets des Bundes konnten einige nicht budgetierte Ausgaben vorgezogen werden. Die Haushaltsüberschreitungen waren aber alle durch Gemeinderatsbeschlüsse bedeckt!“ Bgm. Dominik Hiltpolt ergänzte: „Die größte Überziehung, der Umbau des Widums für die Kinderkrippe machte 182.000 Euro aus. Dafür erhielten wir vom Land Zuschüsse in der Höhe von 80.000 Euro.“ Weitere große Brocken machten die Löschwasserversorgung, der Ausbau des Breitbandinternets und Straßenbauten aus. Mit 40.000 Euro schlugen sich die Folgekosten eines Hagelunwetters zu Buche.

Kindereinrichtungen und Mittagessen. Wie Bgm. Hiltpolt berichtete, konnte man für die Mittagessen aller Kindereinrichtungen eine nachhaltigere Lösung finden. Dieses wird künftig von der „Reither Betrieb Karwendelhalle“ geliefert, die im Gewerbegebiet auch für Arbeiter am Seefelder Plateau günstige Mittagsmenus anbietet. In weiteren Tagesordnungspunkten ging es um Grundkäufe. Unter anderem erwarb die Gemeinde das Grundstück rund um die Frau-Häusl-Kapelle (20.000 Euro) sowie 2.700 Quadratmeter Grund im Reither Moor. Das nahe der Eichörnchenfutterstelle liegende Seegrundstück dient dem Naturschutz und kostete 1.500 Euro.

Grundstückstausch. Im Bereich des „Ichthyolwerks“ debattierte man länger wegen des Verkaufs eines Grundstücks samt Hütte, die vor 1930 errichtet worden war. Da der Betrieb einen Baubescheid vorweisen konnte, tauschte man zwei Waldgrundstücke gegen das Hüttengrundstück, was für beide Seiten einen akzeptablen Kompromiss darstellte.
 
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