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Telfs | Politik | 24. Oktober 2022 | Gebi G. Schnöll

Axamer Grüne frischen altes Thema neu auf

Axamer Grüne frischen altes Thema neu auf
Die Grünen setzen sich für einen „Naturpark Kalkkögel-Stubai“ ein. Der Vorstoß sorgt beim Axamer Bürgermeister für Kopfschütteln, weil im Hintergrund vom Planungsverband bereits Fäden gezogen werden. Foto: zeitungsfoto.at
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Kalkkögel sollen endlich zum Naturschutzgebiet erklärt werden – Bürgermeister Suitner ist über Vorstoß verwundert

Die Liste „Zukunft Axams – Die Grünen“ wird sich weiterhin für einen „Naturpark Kalkkögel-Stubai“ einsetzen, teilte die Axamer Grünen-Gemeinderätin Gabi Kapferer-Pittracher vergangenen Mittwoch in einer Presseaussendung mit. Für Gebi Mair, den Klubobmann der Tiroler Grünen, „ist die Umsetzung eines Naturparks rund um das Ruhegebiet Kalkkögel der logische nächste Schritt, der ohne parteipolitische Brille zu erfolgen hat“. Der Axamer Bürgermeister Thomas Suitner ist über den Vorstoß der Grünen verwundert.
Von Gebi G. Schnöll

Gemeinderätin Gabi Kapferer-Pittracher von der Liste „Zukunft Axams – Die Grünen“ hat im Gemeinderat bereits im Juni 2022 einen Antrag für die Realisierung des „Naturparks Kalkkögel-Stubai“ eingebracht. Das war offenbar nicht die erste Initiative der Grünen für die Kalkkögel. In der Gemeinde Axams gibt es bereits seit Jahren Initiativen für einen „Naturpark Kalkkögel – Stubai“, ebenso wurden in Axams Initiativen gegen den Zusammenschluss der Skigebiete „Schlick 2000“ und „Axamer Lizum“ gestartet. So wurden von der Liste „Zukunft Axams – Die Grünen“ eine Onlinepetition ins Leben gerufen und die Initiative „Pro Kalkkögel“ gegründet – ein gemeinde-, fraktions- und regionsübergreifender Einsatz für den Erhalt des Ruhegebiets und gegen den Zusammenschluss der beiden Skigebiete.

„Logischer Schritt.“ Auch für den Grünen-Klubobmann Gebi Mair ist die Umsetzung eines Naturparks rund um das Ruhegebiet Kalkkögel der logische nächste Schritt, der ohne parteipolitische Brille zu erfolgen hat. „Nachdem der Widerstand sowohl gegen den Brückenschlag wie auch gegen das Goldsutten-Projekt erfolgreich war, ist es höchst an der Zeit, die Vorteile eines Naturparks für die gesamte Region im Mittelgebirge wie im Stubai zu nutzen. Als Grüne hätten wir dieses Projekt fix in einem Koalitionsabkommen verankert. Ich gehe stark davon aus, dass auch schwarz-rot erkennt, dass dieses Gebiet durch das Prädikat Naturpark eine entscheidende Aufwertung erfährt und damit im Regierungsabkommen als Zielsetzung enthalten ist“, so Mair. Sämtliche Voraussetzungen, die Kalkkögel als Naturschutzgebiet auszuweisen, seien laut Verordnung der Landesregierung vom 26. Juli 1983 erfüllt. Die Ausweisung eines Naturparks bringe naturgemäß zusätzliche touristische Impulse für die Region Westliches Mittelgebirge mit sich und entspreche der von der Tiroler Landesregierung 2021 beschlossenen Tourismusstrategie „Der Tiroler Weg“, der sich besonders zu einem nachhaltigen Tourismus in Tirol bekennt. „Ein Naturpark ist gerade im Segment des naturnahen Sommertourismus, der immer mehr an Bedeutung gewinnt, eine zusätzliche Auszeichnung, die Gäste anzieht. Das belebt also zum einen die Region und es wird gleichzeitig sichergestellt, dass die touristische Nutzung naturnah erfolgt“, hebt GR Gabi Kapferer-Pittracher die Vorteile eines „Naturparks Kalkkögel-Stubai“ hervor.

„Schmuck mit fremden Federn!“ Der Axamer Bürgermeister Thomas Suitner ist über den Vorstoß der Axamer Grünen verwundert. Gegenüber der RUNDSCHAU erklärt er, dass sich der Gemeinderat bereits seit längerem mit der Thematik „Naturpark“ beschäftige. Derzeit befasse sich auch der Planungsverband damit, und es gäbe durchaus positive Signale, das Kalkkögelgebiet unter Naturschutz zu stellen. „Es gab auch Gespräche mit dem Land. Leider ist es so, dass derzeit das Projekt ‚Naturpark Wipptal‘ auf der Agenda ganz oben steht und sich der ‚Naturpark Kalkkögel-Stubai‘ in der Warteschlange befindet. Es ist schon befremdend, dass die Grünen versuchen, sich mit fremden Federn zu schmücken“, so Suitner. Aktuell sind übrigens fünf Naturparke mit einer Fläche von 195.011 Hektar in Tirol offiziell anerkannt: Karwendel, Ötztal, Tiroler Lech, Zillertaler Alpen und Kaunergrat. Die Auszeichnung als Naturpark bringt neben finanziellen Mitteln des Landes für den Naturschutz auch die Vorteile der Besucherlenkung sowie der Umweltbildungsarbeit mit sich.
 
Axamer Grüne frischen altes Thema neu auf
Gabi Kapferer-Pittracher von den Axamer Grünen sieht in einem Naturpark viele Vorteile. Foto: fotostudiowedermann.com
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