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Telfs | Politik | 28. März 2022 | Gebi G. Schnöll

Gemeindesäckel muss nicht eingenäht werden

Gemeindesäckel muss nicht eingenäht werden
Der neue Telfer Gemeinderat beschäftigte sich in seiner ersten Sitzung unter anderem auch mit dem Rechnungsabschluss 2021, der schließlich einstimmig angenommen wurde. Foto: MG Telfs/Dietrich
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Rechnungsabschluss 2021 bestätigt: Die Marktgemeinde Telfs ist finanziell bestens aufgestellt und für 2022 gerüstet

„Die Marktgemeinde Telfs hat auch im Vorjahr wieder sparsam gewirtschaftet und ist finanziell bestens aufgestellt“, kommentierte bei der konstituierenden Gemeinderatssitzung am vorletzten Freitag Bürgermeister Christian Härting den Rechnungsabschluss 2021. Der neu gewählte Gemeinderat würdigte die verantwortungsvolle wie auch vorausschauende Finanzgebarung und genehmigte die Jahresrechnung einstimmig. Marktgemeindechef Härting und Kassenleiterin Doris Schiller wurden einstimmig entlastet.
Von Gebi G. Schnöll

Über die konstituierende Gemeinderatssitzung, bei der unter anderem die beiden Vizebürgermeister LA Cornelia Hagele und Johannes Augustin sowie die Gemeindevorstände gewählt wurden, berichtete die RUNDSCHAU in der vorhergegangenen Ausgabe ausführlich.   In dieser Ausgabe geht es um den Rechnungsabschluss 2021, der von Bürgermeister Christian Härting präsentiert und zur Abstimmung vorgelegt wurde. Härting betonte, dass für das erfreuliche Ergebnis, das sowohl im Finanz- wie im Ergebnishaushalt Überschüsse aufweist, nicht nur der sorgsame Umgang mit den Finanzmitteln, sondern vor allem auch die allgemein gute wirtschaftliche Entwicklung in der Gemeinde verantwortlich sei. So waren etwa die Kommunalsteuer-Einnahmen 2021 trotz Corona mit rund 5,2 Millionen Euro gleich hoch wie 2019. „Dafür darf ich mich bei allen Betrieben in Telfs, die wertvolle Arbeitsplätze bieten, und natürlich auch bei den fleißigen Telfern, herzlich bedanken“, sagte Härting, und er berichtete, dass es auch bei den Abgabenertragsanteilen des Bundes eine erfreuliche Entwicklung gegeben habe.

Verschuldungsgrad liegt bei 39,61 Prozent. Im Finanzierungshaushalt, der Einnahmen von rund 45,2 Millionen Euro aufweist, betrug der Überschuss laut Rechnungsabschluss rund 728.000 Euro und der Endstand an liquiden Mitteln rund zwei Millionen Euro. Der Ergebnishaushalt schließt mit einem positiven Ergebnis von rund 1,3 Millionen Euro ab. Der Vermögenshaushalt, der das Gesamtvermögen der Gemeinde abbildet, wird mit rund 163,8 Millionen Euro beziffert. „Der Verschuldungsgrad der Marktgemeinde beträgt 39,61 Prozent. Das bedeutet, dass Telfs – verglichen mit anderen Gemeinden trotz der Corona-Pandemie nur im mittleren Verschuldungsbereich liegt und problemlos in der Lage ist, den Schuldendienst aus eigener Kraft zu decken. Außerdem bleibt noch finanzieller Spielraum für Investitionen“, rechnete Härting vor, und er betonte auch, dass die frei verfügbaren Mittel 3,5 Millionen Euro betragen.

Einstimmigkeit. Bürgermeister Christian Härting brachte dem Gemeinderat auch die Finanzberichte der Tochterunternehmen „Gemeindewerke Telfs GmbH“, „Marktgemeinde Telfs Immobilien GmbH“, „Marktgemeinde Telfs Immobilien GmbH & CoKG“, „Telfer Bad GmbH & CoKG“ sowie der „Tiroler Volksschauspiele Gemeinnützige GmbH“ zur Kenntnis. Alle gemeindeeigenen Unternehmen bilanzieren ausgeglichen. Härting fasste sichtlich erfreut zusammen: „Die Eckdaten des Rechnungsabschlusses für das Haushaltsjahr 2021 zeigen ausdrücklich, dass wir eine sehr zufriedenstellende finanzielle Gebarung vorweisen können. Wir sind dadurch in der erfreulichen Lage, dass wir nach wie vor starke wirtschaftliche Impulse setzen und aus eigener finanzieller Kraft wichtige Investitionen tätigen können, die der Entwicklung unserer Gemeinde, der Wirtschaft und damit auch dem Arbeitsmarkt zugutekommen.“ Außerdem – so der Bürgermeister weiter – sei es auf dem Boden der soliden Finanzwirtschaft der Gemeinde weiter möglich, wichtige Institutionen und Vereine über Subventionen zu fördern und diese damit bei ihrer verdienstvollen Tätigkeit für die Bevölkerung und die Gemeinschaft zu unterstützen. Und es bleibe sogar Spielraum, das Vermögen der Gemeinde – etwa durch Grund- und Immobilienkäufe – zu vermehren. Der Gemeinderat nahm den Rechnungsabschluss 2021 einstimmig an.
 
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