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Telfs | Politik | 29. März 2021 | Gebi G. Schnöll

Marktgemeinde Zirl nagt nicht am Hungertuch

Marktgemeinde Zirl nagt nicht am Hungertuch<br />
„Eglo“ ließ wegen der Meinungsverschiedenheiten den Bau der neuen Brücke über den Schlossbach stoppen. Wie es nun weiter geht, ist noch offen. RS-Foto: Schnöll
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Zirl Bürgermeister Thomas Öfner Eröffnungsbilanz 2020 Kreisverkehr Flüchtlinge aufnehmen
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Rechnungsabschluss 2020 abgesegnet, Finanzlage ist stabil – „Eglo Immobilien“ ließ Brückenneubau stoppen

Der Zirler Bürgermeister Thomas Öfner (SPÖ) eröffnete vergangenen Donnerstag mit gemischten Erwartungen die Gemeinderatssitzung. Ging es doch um die Beschlussfassung für die Eröffnungsbilanz 2020 und um das OK für den Rechnungsabschluss vom vergangenen Haushaltsjahr. Ersterer Tagesordnungspunkt erhielt ein eistimmiges Votum, die Jahresrechnung 2020 wurde mit 13:6 Stimmen genehmigt. „Wir haben 2020 trotz der Pandemie wirtschaftlich gut über die Bühne gebracht“, umschreibt Öfner die Finanzliege der Marktgemeinde Zirl.
Von Gebi G. Schnöll

Zuerst die wichtigsten Eckdaten zum Rechnungsabschluss 2020. Das kumulierte Nettoergebnis (Gewinn) betrug mit Ende des Rechnungsjahres 814.546,57 Euro. Der Überschuss im laufenden Haushalt beläuft sich auf 1.155.975,05 Euro. Die Verringerung der liquiden Mittel beträgt im Vergleich zum Vorjahr minus 525.877,89 Euro, der Endstand beläuft sich somit auf 252.877,89 Euro. Der Vermögenshaushalt wies per 31. Dezember 2020 sowohl auf der Aktiva- als auch auf der Passivaseite einen Endbestand von 79.868.280,60 Euro aus. „Trotz massiver finanzieller Einbußen, bedingt durch die Covid 19-Pandemie, konnte die Marktgemeinde Zirl das Rechnungsjahr 2020 positiv abschließen. Dies gelang einerseits durch Sparmaßnahmen und andererseits durch Stundungen von Darlehen. Um dringend notwendige Infrastrukturmaßnahmen tätigen zu können, wurden GAF-Fördermittel des Landes und KIG-Mittel des Bundes lukriert. 2020 war für den Gemeinderat und für die Mitarbeiter in der Finanzverwaltung der Marktgemeinde ein herausforderndes Jahr, ich bedanke mich bei allen für den großartigen Einsatz“, erklärte Bürgermeister Thomas Öfner am Tag nach der Gemeinderatssitzung bei einem Pressefoyer.

Zirl will Flüchtlinge aufnehmen. Zwei größere Investitionen wurden 2020 vom Zirler Gemeinderat vorerst auf Eis gelegt. Nämlich die letzte Baustufe zur Friedhofserweiterung (Urnengräber) und die Errichtung einer Kompostieranlage. Beide Projekte sollen aber zeitnah in Angriff genommen werden. Einstimmig beschlossen wurde bei der jüngsten Gemeinderatssitzung, dass in der Mittelschule die veraltete Heizanlage durch eine Holzschnitzelheizung ersetzt wird. Für die Finanzierung ist auch eine Förderung aus dem GAF-Topf vorgesehen. Die Bürgermeisterliste „Für Zirl – Liste Thomas Öfner“ stellte bei der Sitzung den Antrag auf einen Grundsatzbeschluss, in der Marktgemeinde Flüchtlinge aus Lagern an der EU-Außengrenze aufzunehmen. Dem Grundsatzbeschluss wurde mehrheitlich zugestimmt. Öfner dazu: „Egal, ob Familien oder Kinder, diesen Menschen muss geholfen werden!“

Noch ein Kreisverkehr. Wie die RUNDSCHAU bereits berichtete, wird auf der Völser Landesstraße L11 im Bereich des „RBA-Betonwerkes“ ein Kreisverkehr errichtet. Einen weiteren Kreisverkehr wünscht nun die Asfinag bei der Autobahnauffahrt Zirl-West. Die Marktgemeinde Zirl wird sich vorerst an den Baukosten nicht beteiligen. Die Asfinag wird nun gebeten, den Baubeginn um ein bis zwei Jahre zu verschieben.

Unfair. Noch keine Einigung gibt es mit „Eglo Immobilien“, die bekanntlich westlich des Schlossbaches eine Wohnanlage errichten will und derzeit mit der Marktgemeinde im Clinch liegt. Unter anderem geht es auch um die Zufahrtsbrücke über den Schlossbach, die bereits im Bau ist. „Eglo“ hat allerdings die Bauarbeiten eingestellt. Bürgermeister Öfner will noch diese Woche mit Vertretern der Wildbach- und Lawinenverbauung ein Gespräch wegen eines Notüberganges über den Schlossbach führen. Der Fuß- und Radweg über den Bach ist eine beliebte Abkürzung von den westlich gelegenen Siedlungen zur Bahnhofstraße. „Was Eglo betrifft, befinde ich mich derzeit in einer Nachdenkpause. Ich suche nach einer Lösung, die ich dann mit Eglo ausloten will. Mit dem Baustopp für die neue Brücke wird gegenüber der Marktgemeinde Zirl Druck aufgebaut und das ist unfair!“
 
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