Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
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Zirl hat neuen Finanzverwalter

Josef Gspan, bisher Gemeindevorstand und RO-Obmann, ist seit 1. Oktober Finanzchef

Die Marktgemeinde Zirl hat seit 1. Oktober einen neuen Finanzverwalter. Josef Gspan wurde bei der jüngsten Gemeinderatssitzung offiziell bestellt. Seine gemeindepolitischen Funktionen als Gemeindevorstand der Liste „Zukunft Zirl – ÖVP“ und als Obmann des Raumordnungsausschusses musste er zurücklegen. Ein Tagesordnungspunkt betraf auch die Studie für einen Radweg, der in absehbarer Zeit vom Seefelder Plateau zur Zirler Fraktion Eigenhofen und von dort über eine Innbrücke zum Inntalradweg führen soll.
4. Oktober 2021 | von Gebi G. Schnöll
Zirl hat neuen Finanzverwalter<br />
Josef Gspan soll als neuer Finanzverwalter die finanzielle Schräglage der Marktgemeinde Zirl beenden. Dorfchef Thomas Öfner (r.) ist optimistisch, dass das gelingt.
Von Gebi G. Schnöll

Die verzweifelte Suche nach einem geeigneten Finanzverwalter für das Zirler Gemeindeamt hat ein Ende. Josef Gspan leitet seit vergangenem Freitag die Finanzabteilung. Bürgermeister Thomas Öfner (SPÖ) bezeichnet die Bestellung von Gspan als eine geniale Nachbesetzung der im April dieses Jahres ausgeschiedenen Finanzverwalterin. Josef Gspan erklärte am Freitag bei einem Pressetermin, dass er sich über die Bestellung sehr freue. „Ich habe mich schon lange für die Stelle des Finanzverwalters interessiert. Meinen Job in der Bürgerservicestelle des Finanzamtes Innsbruck habe ich ohne Groll aufgegeben, es ist mir aber ein großes Anliegen, in unserer Gemeinde etwas zu bewegen. Ich bringe viel gemeindepolitische Erfahrung mit, und ich kann mit den Menschen im Dorf umgehen. Die Kommunikation zwischen der Finanzverwaltung und den Bürgern hat in den vergangenen Monaten sehr gelitten, das soll sich nun ändern“, kündigt Gspan an. Er war insgesamt 24 Jahre lang in der Gemeindepolitik tätig, mit seiner Bestellung zum Finanzverwalter musste er nun alle politischen Funktionen auf Eis legen. „Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir mit Josef Gspan an der Spitze der Finanzverwaltung schon in Bälde wieder in ruhigem Fahrwasser schippern können“, ist sich Bürgermeister Thomas Öfner sicher, dass Josef Gspan die in Schräglage geratene Finanzsituation der  Marktgemeinde Zirl schnell in den Griff bekommen und dementsprechend auch den Budgetvoranschlag 2022 erstellen wird.

Zukunftsmusik. Ein großer Brocken im Budget 2022 werden mit Sicherheit die Wasserversorgung und einen neuen Hochbehälter in der Fraktion „Eigenhofen“ betreffen. „Dieses Projekt wird den Gemeinderat noch länger beschäftigen“, glaubt Öfner. Ein weiteres Zukunftsprojekt ist ein Radweg, der vom Seefelder Plateau über Leithen (Gemeinde Reith) und die so genannte „Linserkehre“ am Zirlerberg nach „Eigenhofen“ und von dort über eine Innbrücke zum Inntalradweg führen soll. Eine Studie, erstellt von Ing. Joachim Einsiedler (Ingenieurbüro für Verkehrswesen Hirschhuber und Einsiedler OG) soll nun Aufschluss über den Trassenverlauf und die Kosten geben, die sich mit Sicherheit bei mehreren Millionen Euro bewegen werden. „Das Problem ist, dass es eine Mountainbikestrecke vom Plateau nach Eigenhofen gibt, nicht aber einen ordentlichen Radweg. Viele Radfahrer fahren die Bikestrecke ab und kommen dann nicht in Richtung Inn-talweg weiter“, weiß Bürgermeister Öfner. Der Zirler Dorfchef kann sich vorstellen, dass sich an der Finanzierung eines neuen Radweges auch die Tourismusverbände von Seefeld und Innsbruck sowie das Land Tirol beteiligen. „Möglicherweise können auch EU-Fördermittel lukriert werden“, so Öfner.
 
Zirl hat neuen Finanzverwalter<br />
Über den Zirlerberg im Hintergrund soll ein Radweg vom Seefelder Plateau zur Zirler Fraktion „Eigenhofen“ errichtet werden und von dort über eine Innbrücke zum Inntalradweg führen. RS-Fotos: Schnöll

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