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Telfs | Politik | 14. Dezember 2020 | Beatrice Hackl

Zwei markante Themen im Fokus

Zwei markante Themen im Fokus<br />
Dank an den bisherigen Obmann Bgm. Georg Willi, Übergabe der Obmannschaft an Bgm. Thomas Öfner. „Ich bedanke mich ganz besonders auch bei BGM Georg Willi, der den Weg für diese neue Form der Zusammenarbeit im Planungsverband Innsbruck und Umgebung frei gemacht hat“, betont Öfner. Foto: Planungsverband Innsbruck und Umgebung
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Zirler Bürgermeister Thomas Öfner übernimmt als neuer Obmann die Geschicke des Planungsverbandes

Über Gemeindegrenzen hinweg und über den Tellerrand hinaus: Der Zirler Bgm. Thomas Öfner wurde zum neuen Obmann des Planungsverbandes ernannt und Bgm. Christian Härting fungiert als Obmannstellvertreter. Bisher war die Obfrau bzw. der Obmann im Planungsverband Innsbruck und Umgebung (PIU) traditionell in der Stadt Innsbruck verankert. So war auch Bgm. Georg Willi seit seiner Kür zum Bürgermeister Obmann des PIU. Bereits bei seiner Übernahme der Obmannschaft hat er jedoch aufhorchen lassen, indem er äußerte, dass es für die Zusammenarbeit der Gemeinden auf Augenhöhe besser sei, wenn ein Bürgermeister einer Umlandgemeinde die Obmannposition innehätte.
Von Beatrice Hackl

Der Planungsverband verfolgt die Idee, gemeinsam als starke, wettbewerbsfähige Region aufzutreten. Die nun gemeinsam agierenden Gemeinden sollen voneinander lernen und profitieren. Mittels der gebündelten Kräfte bemühen sich die Gemeinden, gemeinsame Aufgaben im Interesse der Bevölkerung zu lösen. Der Verband dient somit als Instrument zur Entwicklung der Region. Straßen, Radwege, Öffi-Verbindungen, Schulsprengel, Pflegeheimverbände, Ver- und Entsorgungsleitungen und dergleichen machen nicht an Gemeindegrenzen Halt, wehalb der Verband über die Gemeindegrenzen hinaus bemüht ist Synergieeffekte zu erkennen und gemeinsame Potenziale zu nutzen.

Obmannwechsel. Mit der diesjährigen Verbandsversammlung Anfang Dezember war es nun soweit: Bürgermeister Willi übergibt an den neuen Obmann, Bürgermeister Thomas Öfner aus Zirl. „Ich freue mich außerordentlich über das Vertrauen, das mir damit entgegengebracht wird und noch mehr über das spannende Projekt, als Bürgermeister einer im Vergleich zu Innsbruck verhältnismäßig kleinen Umlandgemeinde diesem Planungsverband als Obmann vorstehen zu dürfen“, berichtet Öfner. Da Innsbruck als natürliches Zentrum des Verbandes ein ganz wesentlicher Akteur ist, werden der neue und der alte Obmann einen intensiven Austausch pflegen und sowohl Bgm. Willi als auch Vize-Bgm. Anzengruber (Innsbruck) im Verbandsausschuss vertreten sein. „Die Herausforderungen im Tiroler Zentralraum sind nur mit Zusammenarbeit der Gemeinden lösbar. Gemeinsam mit Bgm. Öfner, dem Obmannstellvertreter Bgm. Christian Härting und dem gesamten Verbandsausschuss werden wir sie weiterhin zielgerichtet angehen“, betont Bgm. Willi. 
„Die Planungsverbände dienen uns Bürgermeistern als Kommunikations- und Ideenplattform. Die Grundkonzeption als raumordnerisches Planungsinstrument bietet die Möglichkeit, auf lokale Themenstellungen einen überregionalen Blick zu werfen und interkommunale Lösungen auszuarbeiten. Ich freue mich auf die Arbeit im Verband, im Verbandsausschuss und ganz besonders auf den weiteren Gedankenaustausch mit meinem Stellvertreter Christian Härting, dem Bürgermeister von Telfs und Planungsverbandsobmann im ‚Planungsverband 15 – Telfs und Umgebung‘. Die ‚Arge GemNova – beratung krismer‘ wird uns dabei fachlich und organisatorisch unterstützen, auch deren über die letzten Jahre bereits bewährte Kompetenz ist ein wichtiger Baustein für die vor uns liegende Arbeit“, verdeutlicht Öfner. 

Heterogener Planungsverband. Der Planungsverband Innsbruck und Umgebung ist durch Heterogenität gekennzeichnet – die 42 Gemeinden sind sehr unterschiedlich, von St. Sigmund im Sellrain mit 175 Einwohnern bis zu den 132.000 Innsbruckern. Dementsprechend möchte sich Bgm. Thomas Öfner auf einzelne wesentliche Projekte konzentrieren. Derzeit sind dies die Mobilität mit dem Schwerpunkt Radverkehr sowie die Bioabfall-Entsorgung. „Daneben geht es im PIU natürlich um Bewusstseinsbildung und um Lobbying – die Verflechtungen sind zahlreich. Die Umlandgemeinden hängen davon ab, ob es Innsbruck gut geht. Und umgekehrt.“ so Obmann Bgm. Thomas Öfner. Im Jahr 2020 hat der PIU vor allem an den beiden Themen Verwaltungskooperationen und Mobilität gearbeitet. Dabei wurde beispielsweise eine Umfrage unter den Gemeinden durchgeführt, eine Projektlandkarte erstellt und in einem Workshop mit den Verkehrsplanern die gemeinsame Zielrichtung ausgelotet.

Die Anfänge. 2007 haben sich die Landeshauptstadt Innsbruck und die sechs umgebenden Planungsverbände Seefelder Plateau, Telfs und Umgebung – Salzstraße, Hall und Umgebung, Völs – Kematen und Umgebung – Sellrain, Westliches Mittelgebirge und Südöstliches Mittelgebirge durch Verordnung der Tiroler Landesregierung zum größten Planungsverband Tirols, dem Stadtregions-Planungsverband Innsbruck und Umgebung (PIU) zusammengeschlossen. Hier leben und arbeiten rund 264.000 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht rund 35 Prozent der Tiroler Bevölkerung.
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