Aus der Zeit um 1800 stammt diese Zeichnung von Caspar von Pfaundler, die die Burg Fragenstein oberhalb von Zirl zeigt. Das Gemäuer rechts des Turms zeigt, dass damals noch deutlich mehr von dem Bauwerk aufrecht stand als heute. Man erkennt eine hohe, wappengeschmückte Wand des „Palas“, also des Wohngebäudes. Trotzdem war das einst stolze Schloss, in dem sich Kaiser Maximilian besonders gern aufhielt, schon zu dieser Zeit eine Ruine. Während des „Boarischen Rummels“ – dem Angriff des bayrischen Kurfürsten auf Tirol im Jahr 1703 – hatten nämlich die dort verschanzten Tiroler Landesverteidiger vor ihrem Abzug den Großteil der Burg in die Luft gesprengt. Mehr als zwei Jahrhunderte lang verfiel die Ruine danach. Erst im 20. Jahrhundert wurden umfassende Sanierungs- und Sicherungsmaßnahmen vorgenommen. Derzeit wird, wie man hört, über eine neuerliche Sanierung diskutiert.