So war es früher – Ausgabe Telfs (27-24)
2. Juli 2024 | von
Stefan Dietrich
Die Pfarrkirche St. Oswald in Seefeld ist ein beeindruckendes Baudenkmal der Gotik in Tirol und wurde 1474 vollendet. Neben anderen interessanten Details fallen aufmerksamen Besuchern die Skulpturen im Tympanon auf, dem bogenförmigen Feld über dem Eingangsportal. Was ist hier dargestellt? Beide Hälften des zweigeteilten Reliefs haben mit einem Oswald zu tun. Rechts sind Szenen aus der Legende des heiligen Oswald von Northumbria zu sehen, der im 7. Jahrhundert lebte und der Kirchenpatron ist. Er war König im Norden Englands, setzte sich für die Christianisierung seines Reiches ein und starb als Märtyrer im Kampf mit einem heidnischen Nachbarkönig.
In der linken Bildhälfte geht es um den Ritter Oswald Milser, der mit dem Seefelder Hostienwunder in Verbindung gebracht wird. Der hochmütige Adelige soll im Jahr 1384 bei der Messe in Seefeld vom Priester die große Hostie verlangt haben. Diese färbte sich der Legende nach jedoch blutrot und der Ritter versank ein Stück weit im Boden. Dieser Moment ist im Relieffestgehalten. Danach soll Oswald seinen Hochmut abgelegt und ein gottgefälliges Leben geführt haben.
Die Legende von der wundertätigen Hostie, die in der Kirche gezeigt wurde, machte Seefeld im Spätmittelalter zu einer vielbesuchten Wallfahrtsstätte. Durch die Pilgerströme und die wachsende Bedeutung des Ortes wurde schließlich der Neubau der Kirche nötig, der maßgeblich von den Landesfürsten Friedl mit der leeren Tasche und Sigmund dem Münzreiche betrieben wurde.
In der linken Bildhälfte geht es um den Ritter Oswald Milser, der mit dem Seefelder Hostienwunder in Verbindung gebracht wird. Der hochmütige Adelige soll im Jahr 1384 bei der Messe in Seefeld vom Priester die große Hostie verlangt haben. Diese färbte sich der Legende nach jedoch blutrot und der Ritter versank ein Stück weit im Boden. Dieser Moment ist im Relieffestgehalten. Danach soll Oswald seinen Hochmut abgelegt und ein gottgefälliges Leben geführt haben.
Die Legende von der wundertätigen Hostie, die in der Kirche gezeigt wurde, machte Seefeld im Spätmittelalter zu einer vielbesuchten Wallfahrtsstätte. Durch die Pilgerströme und die wachsende Bedeutung des Ortes wurde schließlich der Neubau der Kirche nötig, der maßgeblich von den Landesfürsten Friedl mit der leeren Tasche und Sigmund dem Münzreiche betrieben wurde.