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Telfs | Sport | 30. August 2021 | Alex Dosch

Den ersten Trainerwechsel gab’s am Plateau

Den ersten Trainerwechsel gab’s am Plateau<br />
Sinnbildlich für die aktuelle Lage: Seefeld (Manuel Holzer) am Boden, Inzing und Alain Rosenfeld obenauf. Fotos: sportszene.tirol
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Trainerwechsel am Seefelder Plateau Kollegger & Co. Farid Lener Seefeld-Coach Inzing
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Seefeld-Coach Farid Lener wirft nach Niederlagenserie das Handtuch – Entscheidung stand schon vor 1:6-Pleite in Inzing fest

Dass der erste Trainerwechsel der Saison am Seefelder Plateau über die Bühne geht, war absehbar. Zumindest bei einem Blick auf die nackten Zahlen. Aus den letzten 32 Spielen holten Kollegger & Co. nur neun von 96 möglichen Zählern. Das jüngste 1:6 in Inzing war die zwölfte Pleite in Folge. Einem Sieg laufen die Plateau-Kicker schon seit 20 Spielen hinterher. Aber gerade einen solchen braucht‘s, um nicht frühzeitig den Anschluss zu verlieren.
Von Alex Dosch

FC SEEFELDER PLATEAU – SPG ARLBERG, Freitag, 3. September, 20.00. Mit der SPG Arlberg – verlor die letzten vier Spiele in Folge, Torverhältnis 1:17 – kommt jedenfalls ein Gegner, der zu schlagen scheint. Allerdings geben die jüngsten Auftritte nur wenig Anlass zur Hoffnung. Negativer Höhepunkt, das jüngste 1:6 gegen Inzing. „Inzings Spieler waren einfach williger, spritziger und stehen im Gegensatz zu uns voll im Saft“, brachte es Farid Lener auf den Punkt. 
Als Hauptgrund für den Negativlauf ortet Lener den aus seiner Sicht zu radikalen Umbruch. „Der heutige Kader hat mit jenem als ich nach Seefeld gekommen bin, nichts gemein. Schade, denn das Umfeld ist ein Wahnsinn. Aber aus sportlicher Sicht waren die letzten Jahre eine einzige Katastrophe. Deshalb haben wir uns (Lener und Obmann Ernst Meier, Anmerk.) am Freitag darauf verständigt, dass wir künftig getrennte Wege gehen. Ich möchte aber festhalten, dass wir uns absolut im Guten trennen.“ In dieselbe Kerbe schlägt Obmann-Stv. Florian Meier. „Mit Farid hat das absolut nichts zu tun. Im Gegenteil: Es ist ihm hoch anzurechnen, dass er solange durchgehalten hat. Aber jetzt ist einfach der Zeitpunkt für einen Schnitt gekommen.“ Wer am Freitag auf Seefelds Betreuerbank sitzt, war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. „Wir sind mit einer etwaigen Lösung bereits in Gesprächen“, so Meier.   

FC FRITZ OBERHOFEN – FC PAZNAUN, Freitag, 3. September, 19.45. Einmal standen sich beide Teams bislang gegenüber. In der Cup-Saison 2016/17 siegte Oberhofen auswärts knapp mit 4:3. Eine alles andere denn knappe Angelegenheit war das Gastspiel in Tarrenz. Entsprechend zufrieden zeigte sich Trainer Miroslav Rikanovic nach dem 4:0. „Der Sieg war hochverdient. Eigentlich müssen wir noch vier, fünf Tore mehr machen.“ Vor allem die Mentalität seiner Spieler freute Rikanovic. „Gerade bei solchen Spielen, in denen du der Favorit bist, ist die Einstellung enorm wichtig. Die hat absolut gepasst. Die Mannschaft hat geduldig nach vorne gespielt.“ Nur in Halbzeit zwei nahmen sich Frischmann & Co. eine kleine Auszeit. „In dieser Phase haben die Jungs gedacht, dass das Spiel schon zu Ende ist. Dennoch haben wir nicht eine Chance zugelassen“, spricht Oberhofens Coach von einer aktuell „sehr positiven Atmosphäre“. 

SV GÖTZENS – SU INZING, Samstag, 4. September, 15.00. 27 Treffer fielen in den bisherigen fünf Duellen. Im Vorjahr waren es acht, siegte Götzens mit 6:2. Der letzte Inzinger Sieg datiert vom 24. September 2016 und fiel mit 7:1 ebenfalls deutlich aus. „Das sind jene Spiele, die du gewinnen musst, wenn du vorne mitspielen willst“, spricht Götzens-Trainer Thomas Pichlmann von einem „Pflichtsieg“. Sein Gegenüber, Inzings Johannes Eichinger, gibt es billiger. „Wenn wir einen Punkt holen, ist es in Ordnung.“ Drei im Kampf um den Ligaerhalt wichtige Zähler holte seine Truppe im Kellerduell gegen Seefeld. Den Hauptgrund für den zweiten Saisonsieg sah Eichinger in einer System-umstellung. „Wir haben dieses Mal auf ein 4-4-2 vertraut und die Achterposition asymmetrisch angelegt. Das hat ganz gut funktioniert. Wie alle Spieler ihren Job richtig gut erledigt haben! Bis auf das Gegentor tu ich mir schwer, eine Seefelder Chance zu finden. Daher geht der Sieg auch in dieser Höhe in Ordnung.“
Keine Chance, das Punktekonto zu erhöhen, hatte Götzens. Die Pichlmann-Truppe war ob eines auf Corona positiv getesteten, zweifach geimpften Spielers zum Zuschauen verurteilt. „Wir haben am Donnerstag davon erfahren. Die Spieler haben sich dann am Freitag allesamt testen lassen. Nur sind die Testergebnisse nicht rechtzeitig eingetroffen“, will sich Götzens‘ Coach zum Thema Corona gar nicht mehr groß äußern. „Es ist alles sehr kompliziert.“   
    
SPG PITZTAL - SPG AXAMS/GRINZENS, Samstag, 4. September, 17.30. Zweimal trafen die beiden Teams bislang aufeinander. Sowohl 2019/20 (4:1) als auch in der Vorsaison (3:1) reichte es für Axams/Grinzens zu einem Heimsieg. 
Keine Punkte gab’s zuletzt in Kappl. Simic & Co. kassierten die erste Saisonniederlage, mussten sich Mittelständler Paznaun völlig überraschend mit 2:4 geschlagen geben. Dem Ergebnis entsprechend, die Stimmungslage bei Trainer Elvir Karahasanovic. „Die ersten 25 Minuten waren ein Totalausfall. Zudem waren einige Spieler meilenweit von ihrer Normalform entfernt“, sprach der SPG-Coach von einer besseren, weil aktiveren zweiten Halbzeit. „Die Niederlage geht dennoch absolut in Ordnung. Solche Tage gibt es einfach. Jetzt gilt es, das Spiel abzuhaken und die Lehren daraus zu ziehen.“   

Die Spiele der 6. Runde: Paznaun – Axams/Grinzens 4:2 (3:0). Tore: Walter (7.), Zangerle (11., 25.), Kathrein (68.); S. Madersbacher (50.), Simic (90.). Gelb/Rot: Oberschmied (59., Axams/Grinzens). Inzing – Seefelder Plateau 6:1 (4:0). Tore: Degenhart (5., 55.), Wendl (19.), Ergin (20.), Plattner (27.), Zanon (80., Eigentor); Holzer (68.). Gelb/Rot: Mittich (47., Seefeld). Tarrenz – Oberhofen 0:4 (0:2). Tore: Frischmann (34., 96.), Kalafat (38., Elfmeter), Pauli (93.). Götzens – Pitztal abgesagt.
Den ersten Trainerwechsel gab’s am Plateau<br />
Farid Lener saß in Inzing zum letzten Mal auf der Seefelder Betreuerbank.
Den ersten Trainerwechsel gab’s am Plateau<br />
Derzeit nicht zu beneiden: Seefeld-Goalie Dominik Djukic.
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