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Telfs | Sport | 23. Mai 2022 | Alex Dosch

Der Meistertraum verglühte in der Derbyhitze

Der Meistertraum verglühte in der Derbyhitze
Kematens Sam Abfalterer wird vom Völser Marco Hesina unsanft zu Fall gebracht.
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Kematen kommt gegen Völs über ein torloses Remis nicht hinaus – Chancen auf Aufstieg sind nur noch theoretischer Natur

(fly) Nach der Nullnummer gegen Völs geht Kematen mit vier Zählern Rückstand auf den Zweiten in die letzten fünf Runden. Wohl zu viel. Auch wenn die Top-Teams in Sachen Umfaller einander nichts schenken. Nicht nur die Aschenwald-Elf ließ zuletzt Federn. Auch Silz/Mötz (2:7 gegen den IAC) und Kundl (0:3 bei der Union) gingen baden. Was aus „Blues“- Sicht allerdings klar ist: Nach zuletzt drei sieglosen Spielen in Serie, ist es wieder an der Zeit voll zu punkten.
Von Alex Dosch

SV BÄCKER RUETZ KEMATEN – FC NATTERS, Mittwoch, 25. Mai, 18.30. Mit Natters kommt jedenfalls ein dankbarer Gegner an die „Melach Road“. Die Pfurtscheller-Elf ist eines der auswärtsschwächsten Teams der Liga, holte in 13 Spielen nur zehn Zähler. Zudem verlor Kematen nur eines der letzten sechs Duelle. Im Herbst siegten Plunser & Co. mit 3:0.
Keine Tore gab‘s beim Derby gegen Völs. So heiß die Stimmung auf den Rängen war – die „Blues“-Fans empfingen beide Teams mit einer tollen Choreographie – so lauwarm gestaltete sich das Geschehen auf dem grünen Rasen. Was angesichts der hohen Temperaturen auch nicht verwunderlich war. Was dann aber doch überraschte: Die hohe Anzahl an Fehlpässen. Gefühlt landete jeder zweite Pass beim Gegner. „Ich denke, dass bei einer solchen Hitze auch der Kopf eine Rolle spielt. Der wird als erster müde. Nur so kann ich mir die falschen Entscheidungen beim Torabschluss und die Vielzahl an Fehlpässen erklären“, zog Christoph Aschenwald ein gewohnt launiges Resümee. „Beide Teams waren bemüht. Aber letztendlich war die Heizung zu hoch aufgedreht. Im Grunde hätte der Schiedsrichter schon nach einer Stunde abpfeifen können.“
Zufrieden war Kematens Trainer dagegen mit dem Ergebnis. „Wir sind ungeschlagen geblieben und haben unsere Heimserie ausgebaut.“ Zum 15. Mal in Folge blieben seine „Blues“ vor eigenem Anhang unbesiegt. Was den Aufstiegskampf anlangt, gibt sich Aschenwald realistisch. „Das hat sich wohl erledigt. Aber unter den ersten Fünf wollen wir schon bleiben.“     

VÖLSER SV – IAC, Mittwoch, 25. Mai, 18.15. Das Salz in der „Aufstiegssuppe“ sein und die „Großen“ ärgern: So lautet das Völser Motto für‘s Frühjahr. Ein Vorhaben das bis dato gut umgesetzt wurde. Immerhin bezwang das Team rund um Cendrim Jahaj (steht angeblich in Verhandlungen mit Kematen) den Aufstiegs-aspiranten Mils (4:1) und rang Silz/Mötz (1:1) und Kematen (0:0) ein Remis ab. Warum sollte selbiges nicht auch gegen den IAC – die letzten zwei Duelle entschied Völs mit 2:0 für sich – gelingen?
Beim Derby in Kematen blieb die Elf von Hannes Brecher jedenfalls zum achten Mal in Folge unbesiegt. „Man hat gemerkt, dass bei beiden Teams die Luft heraußen ist. Das Spiel hatte nie wirklich den Charakter eines Derbys. Dazu hat aber auch die Hitze einen wesentlichen Teil beigetragen“, sprach der Völs-Coach nach dem 0:0 von einem gerechten Remis. „Wir hatten vielleicht etwas mehr Ballbesitz. Aber im Grunde war das Spiel ausgeglichen mit wenigen Chancen auf beiden Seiten. Ich glaube, dass beide Mannschaften noch eine Stunde lang weiterspielen hätten können, und auch dann noch keine Tore gefallen wären. Weil bei uns einfach auch der letzte Punch gefehlt hat, wir im letzten Drittel zu unsauber gespielt und vielleicht auch im Kopf nicht zu 100 Prozent bereit waren.“

SC MÜNSTER – FC ZIRL, Donnerstag, 26. Mai, 17.30. Im Herbst setzte es gegen den Aufsteiger eine 1:5-Klatsche. Droht diesmal Ähnliches, oder gelingt Kapferer – bleibt auch zur neuen Saison in Zirl - & Co. die Revanche? Der vergangene Spieltag verlief für beide Teams durchwegs positiv. Während Münster gegen Natters einen 2:1-Heimerfolg landete, holte die Elf von Josef Sporer gegen Volders ein 1:1-Remis. „Wir nehmen den Punkt gerne mit. Vor allem auf Grund der schlechten ersten Hälfte.“ So musste Zirls Coach mitansehen, wie sich die Gäste eine Torchance um die andere erspielten. „Vor allem im Mittelfeld haben wir überhaupt keinen Zugriff bekommen, waren klar unterlegen. In dieser Phase hat uns David (Torhüter David Stöckl, Anmerk.) gerettet. Wenn es blöd hergeht, sind wir zur Pause 0:4 hinten.“
Ein völlig anderes Bild bot sich in Durchgang zwei. Taktisch mit einer etwas veränderten Herangehensweise, fanden die Hausherren immer besser ins Spiel. Die zwischenzeitliche 1:0-Führung durch Jakob Danzl war nur die logische Folge. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld drückte der 16-Jährige den Ball über die Linie. „Mich freut‘s für den Jungen. Immerhin war es sein erster Tiroler-Liga-Treffer“, konnte Sporer mit dem Remis am Ende gut leben. „Wäre ich Volders-Trainer, würde ich mich wohl mehr ärgern.“       

WOCHENEND-RUNDE.     VÖLSER SV – SC KUNDL, Sonntag, 29. Mai, 11.00. Von den letzten neun Heimspielen gegen Kundl verlor Völs fünf, gewann vier. Im Herbst siegte die Brecher-Elf auswärts überraschend mit 2:1. 

SV ZAMS – SV BÄCKER RUETZ KEMATEN, Sonntag, 29. Mai, 17.00. Bei zwölf Antreten in Zams (seit 1990) gelangen Kematen vier Siege, zwei Remis. Sechsmal hatten die Oberländer das bessere Ende für sich. Im Herbst (3:3) teilten beide Teams die Punkte.    

SK ST. JOHANN – FC ZIRL, Sonntag, 29. Mai, 17.30. Zwei Siege, zwei Remis, zwei Niederlagen: die Bilanz gegen St. Johann ist ausgeglichen. Im Hinspiel musste sich Zirl 0:3 geschlagen geben.

Die Spiele der 25. Runde: Kematen – Völs 0:0. Zirl – Volders 1:1 (0:0). Tore: Danzl (64.); Mössmer (79.).
Der Meistertraum verglühte in der Derbyhitze
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