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Telfs | Sport | 26. September 2022 | Alex Dosch

Die Hackordnung ist wieder hergestellt

Die Hackordnung ist wieder hergestellt
„Der schreckliche Weichsi“! Torjäger Manuel Weichselbraun und seine Götzener lehren der Konkurrenz aktuell das Fürchten. Foto: sportszene.tirol
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Titelfavorit Götzens ballert sich an die Spitze – Seefelder Plateau bleibt auf Tuchfühlung – Inzing feiert ersten Saisonsieg

Es gab zu Saisonbeginn nicht einen Trainer, der Götzens auf seiner Titel-Rechnung nicht ganz oben hatte. Vorschusslorbeeren, denen die Mittelgebirgler immer mehr gerecht werden! 49 Tore in neun Spielen – alle 16,5 Minuten eines – sind das Ergebnis einer Mischung aus hoher Spielkultur und einem gesunden Maß an Abgebrühtheit. Und nur wenige zweifeln daran, dass die Götzener Festspiele nicht auch gegen Pitztal weitergehen.
Von Alex Dosch

SV GÖTZENS – SPG PITZTAL, Samstag, 1. Oktober, 17.00. Doch Vorsicht! In vier von sieben Duellen musste sich Götzens geschlagen geben. Zuletzt blieben Bergmann & Co. allerdings dreimal in Folge ungeschlagen.
„Alle Neune“ hieß es in Fritzens. Der bedauernswerte Landesliga-Absteiger wurde mit 9:0 vom eigenen Rasen geschossen. Manuel Weichselbraun – hält nach neun Runden bei 21 Treffern – traf fünffach. „Wir wollten unbedingt vorlegen, um Druck auf die Konkurrenz auszuüben. Das ist uns sehr gut gelungen. Wir haben von Beginn an hoch gepresst und auch spielerisch ist uns vieles aufgegangen“, sieht Trainer Thomas Pichlmann den Grund für den aktuellen Lauf länger zurückliegend. „Entscheidend war, dass wir im Frühjahr viele junge Spieler an die Mannschaft herangeführt haben. Und die zahlen nun das in sie gesetzte Vertrauen mit Leistung zurück. Vor allem das Trainingsniveau ist enorm hoch. Jetzt gilt es nur nicht locker zu lassen. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob wir unserer Rolle als Favorit gerecht werden oder doch nur mit dabei sind.“  

FC SEEFELDER PLATEAU – SPG RINN/TULFES, Samstag, 1. Oktober, 16.30. „Wenn wir weiter oben dran bleiben wollen, dann muss es schon unser Anspruch sein, drei Punkte zu holen“, gibt Gregor Eisenbeutl die Marschroute für den Schlager der Runde klar vor. Auch deshalb, „weil ich mir eine Reaktion auf das Spiel in Arzl erwarte“.
Beim mageren 1:1-Remis gegen Pitztal passte wenig zusammen. „Das war ein Schritt zurück“, konnte sich Eisenbeutl die schwache Darbietung kaum erklären. „Ich weiß nicht genau, woran es lag. Vielleicht haben einige gemeint, es geht so nebenbei. Von der erforderlichen Aggressivität und dem nötigen Zweikampfverhalten war jedenfalls nichts zu sehen. Alles in allem war das eine Mischung aus Naivität und Überheblichkeit.“ Dass es dennoch zu einem Zähler langte, lag am glänzend disponierten Goalie Peter Weiss, der sich einige Male auszeichnen konnte.

SU INZING – SPG RIETZ/STAMS, Samstag, 1. Oktober, 16.30. Beide Teams kommen mit einem Erfolgserlebnis ins „Enterbachstadion“. Während Stams/Rietz beim 5:1 in Grinzens keinerlei Probleme hatte, feierte Inzing gegen Landesliga-Absteiger Vils einen sensationellen 1:0-Heimerfolg. 104 Tage nach dem bislang letzten „Dreier“ (ein 9:1 im Juni gegen Tarrenz) sorgte Raphael Wendl mit seinem Treffer knapp vor dem Seitenwechsel für den so heiß ersehnten ersten Saisonsieg. Es war dies der erste Erfolg nach zuletzt neun sieglosen Spielen in Folge.

FC TARRENZ – SPG AXAMS/GRINZENS, Sonntag, 2. Oktober, 16.30. Vier Spiele, drei Siege, ein Remis und ein Torverhältnis von 16:4: Die Bilanz gegen Tarrenz ist nahezu makellos.
Alles andere denn makellos war der Auftritt gegen Rietz/Stams. Nach einer grottenschlechten ersten Halbzeit stand am Ende eine deutliche 1:5-Heimpleite. „Ich glaube, die Burschen haben vor dem Spiel gemeinsam ‚Das Sandmännchen‘ geschaut. Anders kann ich mir diesen verschlafenen Auftritt nicht erklären“, war SPG-Coach Andreas Hörtnagl sichtlich angefressen. „Auf der anderen Seite muss man den jungen Spielern aber auch mal schlechte Spiele zugestehen. Und der eine oder andere ist ob der vielen Einsatzzeit ganz einfach auch überspielt.“    

FC VILS – FC FRITZ OBERHOFEN/PFAFFENHOFEN, Sonntag, 2. Oktober, 16.30. Beim letzten Aufeinandertreffen im Cup 2019/20 rettete Florian Pauli seine Mannschaft mit einem späten Treffer ins Elfmeterschießen. Dort siegte Oberhofen mit 5:4. Erstmals wieder als Sieger vom Platz ging die Mannschaft von Miroslav Rikanovic gegen Paznaun. Nach zuletzt drei Pleiten in Folge gelang in einem hart umkämpften Match-Schiedsrichter Bihar zückte nicht weniger als 13 Mal Gelb und einmal Gelb/Rot – ein knappes 1:0. „Ein Lob an die Mannschaft. Das war ein Riesenkampf“, sprach Rikanovic von einem letztlich hochverdienten Sieg gegen einen stets gefährlichen Gegner. „Eigentlich müssen wir das Spiel schon früher entscheiden.“ Lob gab es auch für Dominic Öfner. Der Obmann sprang kurzfristig für Stammgoalie Markus Rabensteiner ein, machte seine Sache ausgezeichnet.
 
Die Spiele der 9. Runde: Inzing – Vils 1:0 (1:0). Tor: Wendl (42.). Pitztal – Seefelder Plateau 1:1 (1:0). Tore: Walch (23.); Mittich (46.). Axams/Grinzens – Rietz/Stams 1:5 (1:4). Tore: Haller (45.+1); Parth (5., 40.), Kranebitter (32.), Falkner (34.), Bucher (58.). Rot: Albrecht/Trainer (76., Rietz/Stams/Beleidigung). Oberhofen/Pfaffenhofen – Paznaun 1:0 (1:0). Tor: Ölmez (18.). Gelb/Rot: Köll/Trainer (28., Paznaun/Kritik). Fritzens – Götzens 0:9 (0:7). Tore: Weichselbraun (1., 15., 29., 40. Elfmeter, 50.), Leitner (8.), Neumeister (17.), Prasthofer (41.), Haberl (80.). Gelb/Rot: Hörmann (65. Fritzens/Foul).
 
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