Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
Telfs | Sport | 6. September 2022 | Alex Dosch

Die Luft an der Spitze wird immer dünner

Die Luft an der Spitze wird immer dünner <br />
Miroslav Mirossay (rechts) sorgte gegen Oberhofen/Pfaffenhofen (Cemal Amet links) für die frühe Seefelder Führung. Foto: sportszene.tirol
Feedback geben
REDAKTION
Telfs  Alex Dosch
Artikel teilen
Artikel teilen >

FC Seefelder Plateau mit zwei anderen Teams punktgleich voran – Feld der Verfolger rückt zusehends enger zusammen

Zwischen dem Ersten Vils und dem Elften Oberhofen/Pfaffenhofen liegen gerade mal sechs Zähler. Unglaublich, wie ausgeglichen sich die Liga heuer präsentiert. Es vergeht kein Spieltag ohne ein spektakuläres Ergebnis. Auf ein solches kann Götzens-Coach Thomas Pichlmann beim Gastspiel in Oberhofen gerne verzichten.
Von Alex Dosch

FC FRITZ OBERHOFEN/PFAFFENHOFEN – SV GÖTZENS, Samstag, 10. September, 18.00. „Ich wäre mit einem 1:0 auch schon zufrieden“, erwartet Pichlmann „einen heißen Tanz. Beide Teams sind, um weiter vorne dran zu bleiben, praktisch zum Siegen verdammt“. Für Oberhofen-Trainer Miroslav Rikanovic ist Götzens auch wegen des Umstands, dass die Mittelgebirgler die letzten vier Duelle deutlich für sich entscheiden konnten, der klare Favorit. „Und das Götzener 2:4 gegen Vils hat unsere Ausgangsposition nicht zwingend verbessert. Die werden alles daran setzen, diese Niederlagen auszubessern.“

Eine Niederlage, die durchaus vermeidbar gewesen wäre. „Die erste Hälfte haben wir komplett verschlafen. Wir haben keine zweiten Bälle gewonnen, sind auch nicht in die Zweikämpfe gekommen. In der zweiten Hälfte haben wir dann so gespielt, wie ich es mir erwarte“, so der Götzens-Coach. Warum es dennoch nicht zu einem Punkt oder mehr langte, lag auch daran, dass der eingewechselte Lukas Wachter die Großchance auf das 3:3 ausließ. „Wenn er den macht, dann ist auch der Sieg drinnen. Aber das ändert nichts daran, dass uns bei Spitzenspielen immer wieder der nötige Fokus fehlt. Das müssen wir ablegen.“

Über mangelnde Fokussierung konnte sich FCO-Coach Miroslav Rikanovic beim 0:2 in Seefeld nicht beklagen. „Unser Spiel war gar nicht mal so schlecht. Nur das Ergebnis hat halt wieder mal nicht gepasst.“ Auch deshalb, weil den Hausherren der Spielverlauf in die Karten spielte, Miroslav Mirossay Goalie Markus Rabensteiner mit einem Distanzschuss überraschte. „Ab diesem Zeitpunkt ist Seefeld noch tiefer gestanden. Aber darauf waren wir vorbereitet. Und die Mannschaft hat auch alles probiert. Leider war zu oft am Sechzehner Endstation, kam der letzte Pass zu selten.“

SVG REICHENAU 1B - FC SEEFELDER PLATEAU, Sonntag, 11. September, 10.30. Die Duelle der Vorsaison waren eine deutliche Seefelder Angelegenheit. Einem 5:0 zuhause folgte ein 3:1 auswärts. Doch nicht nur deshalb gehen Kleinhans & Co. als Favorit in die Matinee.

Gegen Oberhofen/Pfaffenhofen feierte die Mannschaft von Trainer Gregor Eisenbeutl den fünften Sieg im sechsten Spiel. „Das war die richtige Reaktion auf das Vils-Spiel (1:5 Anmerk.). Die Burschen haben gezeigt, dass diese Niederlage eine Eintagsfliege war.“ Das über lange Zeit das Spiel bestimmende 2:0 der Gäste ordnete Eisenbeutl in die Rubrik „Arbeitssieg“ ein. „Es war ein rassiges, von Oberhofer Seite manchmal recht hart geführtes Spiel, das wir letztlich verdient gewonnen haben. Natürlich hat uns die frühe Führung in die Karten gespielt. So konnten wir unseren Matchplan noch besser umsetzen. Wir haben Oberhofen den Ball und das Spielfeld überlassen und haben dann immer wieder das Spiel schnell dorthin verlagert, wo wir es haben wollten.“      

FC PAZNAUN - SU INZING, Samstag, 10. September, 17.00. Trotz der 0:3-Pleite im Juni ist Inzings Bilanz gegen Paznaun positiv. Fünf Siegen stehen drei Niederlagen gegenüber.
Die erwartete Schlappe setzte es gegen Aufstiegsaspirant Rinn/Tulfes. Dabei hielt die Walch-Elf zu Beginn durchaus gut mit, auch wenn die Gäste programmgemäß früh (10.) in Führung gingen. Mit dem Platzverweis für Philipp Plattner – sah nach knapp einer halben Stunde wegen Torraubs die rote Karte – schwanden allerdings die Kräfte und auch die Zuversicht auf eine mögliche Überraschung. Am Ende fiel die fünfte Saisonpleite mit 0:6 dann doch deutlich aus.   

SPG RINN/TULFES - SPG AXAMS/GRINZENS, Samstag, 10. September, 17.30. Im Frühjahr standen sich beide Teams in einem Testspiel gegenüber. Auf Pflichtspiel-ebene gab es noch kein Kräftemessen. Leicht wird es beim Aufstiegsaspiranten jedenfalls nicht, auch weil bei der SPG noch nicht alles rund läuft.
Gegen die SPG Pitztal setzte es eine unglückliche 1:2-Heimniederlage. Der Siegtreffer für die Gäste fiel in der Schlussminute aus einem Freistoß. „Der Treffer war sinnbildlich für den Querlauf, den wir aktuell haben. Wir machen aus fünf, sechs Chancen ein Tor und Pitztal aus eineinhalb zwei“, konnte Trainer Andreas Hörtnagl seinem Team bis auf die mangelhafte Chancenverwertung wenig vorwerfen. „Wir waren sehr gut dabei, spielerisch klar besser und müssen normal mit einem 3:0 in die Pause gehen.“

Die Spiele der 6. Runde: Seefelder Plateau – Oberhofen/Pfaffenhofen 2:0 (1:0). Tore: Mirossay (7.), Hsillo (92.). Inzing – Rinn/Tulfes 0:6 (0:4). Tore: Unterlechner (10., 50.), Schafferer (27. Elfmeter), Platzer (39., 52.), Hillberger (44.). Rot: Plattner (26., Inzing/Torraub). Götzens – Vils 2:4 (0:3). Tore: Pittracher (49.), Neumeister (64.); Hummel (18.), Singer (36.), Bailom (37.), Bleiholder (83. Elfmeter). Axams/Grinzens – Pitztal 1:2 (1:1). Tore: Oberschmied (6.); Kalinowski (41.), Scholz (90.).

 
Feedback geben
Die OBERLÄNDER RUNDSCHAU

Die führende Wochenzeitung im Oberland und Außerfern!
Über 92.000 Haushalte erhalten wöchentlich die aktuellsten News!
Gegründet wurde das Familienunternehmen im Jahr 1978.
 jobs.rundschau.at

jobs.rundschau.at

DIE Jobplattform im Tiroler Oberland und Außerfern Helle Köpfe aufgepasst!
Tag cloud
Werner Friedle Arzl Ausstellung Sautens Tiwag Ried Wolfgang Winkler Landeck Nesselwängle Venet Bahn Nassereith Kraftwerk Kaunertal Ausgabe Reutte Peter Linser Zams Fußball Gramais Chronik Cäcilienfeier Imst Gemeinde Telfs So war es früher Fließ „Von der Hochalm zum Lehrerpult“
Nach oben