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Telfs | Sport | 8. August 2022 | Alex Dosch

Götzens hat seinen ersten Meister gefunden

Götzens hat seinen ersten Meister gefunden
Manuel Holzer (rechts) und seine Seefelder zwangen Titelkandidaten Götzens überraschend in die Knie. Fotos: Martina Mader
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Titelfavorit unterliegt Seefelder Plateau mit 2:3 – auch Oberhofen/Pfaffenhofen, Axams/Grinzens und Inzing lassen Federn

Gerade mal zwei Spieltage sind absolviert, und schon gibt’s die nächste faustdicke Überraschung. Der FC Seefelder Plateau zwang den großen Titelfavoriten Götzens mit 3:2 in die Knie. Von zwei Siegen in Folge beflügelt, will die Mannschaft von Gregor Eisenbeutl auch Rum auf den Zahn fühlen. Die Seelaus-Elf, die zum Start über Stams stolperte (2:5) und zuletzt Tarrenz keine Chance ließ (7:0), gilt als zweiter heißer Aufstiegs-Kandidat.
Von Alex Dosch

FC SEEFELDER PLATEAU – SK RUM, Freitag, 12. August, 19.30. „Rum hat viel Geld in die Hand genommen. Da gilt dasselbe wie gegen Götzens: Wir können gewinnen – Sie müssen“, sieht Gregor Eisenbeutl sein Team in der Rolle des „Underdogs“.
Eine Rolle, die Panhofer & Co. gegen Götzens gut zu Gesicht stand. „Wir haben Götzens bewusst das Spiel überlassen und auf unsere Chance gewartet.“ Die tat sich relativ schnell auf, auch wenn es gar keine Torchance im eigentlichen Sinne war. Mathias Schöpf – kam im Sommer aus Imst – hob das Leder aus rund 40 Metern über den verdutzten Götzens-Goalie Domenic Peer hinweg zum 1:0 in die Maschen. „Dieser Treffer hat uns natürlich in die Karten gespielt“, war für Eisenbeutl – wurde unter der Woche zum zweiten Mal Vater – Schöpf der „Man of the Match“. „Er hat die Bälle super gehalten und ist für uns ein absoluter Glücksgriff.“
Zurück zum Rum-Spiel: Beide Teams standen sich 2014/15 letztmals gegenüber. Dem 2:4 zuhause ließ Seefeld ein 5:3 folgen. 
 
FC FRITZ OBERHOFEN/PFAFFENHOFEN – SPG AXAMS/ GRINZENS, Freitag, 12. August, 19.30.
In vier Duellen gelang Oberhofen/Pfaffenhofen kein Sieg, reichte es nur zu zwei Remis (3:3 im Mai). „Axams hat zwar einige Routiniers abgegeben, aber die Mannschaft verfügt immer noch über sehr viel Qualität. Wir müssen unsere beste Leistung zeigen, damit wir gewinnen“, weiß FCO-Coach Miroslav Rikanovic.
Dessen Elf kassierte beim 2:3 in Tulfes die erste Saisonpleite. „Das ist eine äußerst bittere Niederlage. Weil wir über das gesamte Spiel hinweg dominant waren und uns viel mehr verdient gehabt hätten“, haderte Rikanovic sowohl mit der nicht immer sattelfesten Defensive als auch mit der harmlosen Offensive. „Die drei Gegentore haben wir uns praktisch selbst geschossen. Aber selbst das hätte nichts gemacht, wenn wir die unzähligen Möglichkeiten genutzt hätten. Allein in der zweiten Hälfte haben wir fünf, sechs Großchancen vorgefunden. Aber der Ball wollte nicht ins Tor. Entweder haben wir daneben, oder dem Goalie in die Hände geschossen.“
Ähnlich ergeht es aktuell der SPG Axams/Grinzens. Die Mittelgebirgler blieben zum zweiten Mal in Folge ohne Torerfolg, unterlagen in Vils mit 0:2. „Das war mit Abstand das schlechteste Spiel seit ich hier Trainer bin“, fehlten Andreas Winkler nach dem enttäuschenden Auftritt etwas die Worte. „Es war viel zu wenig Bewegung drinnen, zum Teil hat uns auch der Mut gefehlt. Es ging einfach gar nichts.“ Da passte es auch ins Bild, dass Fabian Happ knapp vor der Pause vom Punkt aus scheiterte.  

SV GÖTZENS – SU INZING, Samstag, 13. August, 17.00. Nur schwer zu glauben, dass Inzing ein ähnlicher Coup gelingt wie im Auswärtsspiel (3:0) der Vorsaison. Geht es nach der Papierform, wird Götzens, wie schon im Mai (7:2), deutlich die Nase vorne haben. Auch deshalb, weil Weichselbraun & Co. nach dem 2:3 in Seefeld einiges gutzumachen haben. „Ich erwarte mir eine Reaktion. Jeder einzelne Spieler muss jetzt Farbe bekennen. Da muss einfach mehr kommen – ansonsten sind wir weit von dem entfernt, wo wir eigentlich hin wollen“, war Thomas Pichlmann nach der Pleite ziemlich angesäuert. „Wir haben gewusst, was uns erwartet. Wir haben gewusst, dass es viele Bälle auf Schöpf geben wird. Nur haben wir keine Lösungen gefunden.“
Dass die ansonsten so starke Offensive auch nicht ins Rollen kam, hatte für den Götzens-Coach einen Grund. „Seefeld hat mit einer sehr tief stehenden Fünferkette agiert. Da ist es nicht so einfach durchzukommen. Außerdem kannst du mit zwei Toren auswärts auch mal gewinnen.“
Von einem Sieg in Götzens wagt Inzing-Trainer Christian Pöham nicht einmal zu träumen. „Götzens hat so viel individuelle Klasse. Wir können nur überraschen.“ Auch deshalb, weil nach wie vor der Schuh drückt. „Ich habe jetzt schon viele Erklärungen für Niederlagen verwendet. Aber diesmal fällt es mir extrem schwer. Ich kann mich an kein Spiel erinnern, in dem eine Mannschaft so viele Großchancen vorgefunden hat und dennoch verloren hat.“ Ansonsten konnte Pöham seiner Truppe nach dem 2:3 gegen Fritzens wenig vorwerfen.„Spielerisch, kämpferisch hat alles gepasst. Nur im Abschluss... Aber solche Läufe gibt’s, da müssen wir jetzt durch.“ 

Die Spiele der 2. Runde: Seefelder Plateau – Götzens 3:2 (2:1). Tore: M. Schöpf (2., 65.), Panhofer (10.); L. Wachter (11.), Weichselbraun (84. Elfmeter). Gelb/Rot: M. Wachter (63., Götzens/Foul). Vils – Axams/Grinzens 2:0 (2:0). Tore: Kinigadner (6.), Schädle (24.). Inzing – Fritzens 2:3 (2:2). Tore: Rosenfeld (25.), Kar (43.); Juen (26.), Gigler (34.), Schuler (51.). Rinn/Tulfes – Oberhofen 3:2 (2:2). Tore: Schafferer (19., 77.), Mair (45.); Waldeck (39.), Kofler (43.).

 
Götzens hat seinen ersten Meister gefunden
Götzens-Taktgeber Thomas Bergmann (Mitte) war bei FCSP-Kapitän Martin Kleinhans gut aufgehoben.
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