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Telfs | Sport | 11. April 2022 | Alex Dosch

Gute Freunde teilen dann auch mal die Punkte

Gute Freunde teilen dann auch mal die Punkte

Beim Derby zwischen Oberhofen und Stams schenkten Florian Pauli (rechts) und Samuel Waldeck einander nichts. Fotos: sportszene.tirol
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Torloses Remis zwischen Oberhofen und Stams – Seefelder Plateau setzt Aufwärtstrend fort – Auch Axams/Grinzens siegreich

„Derbys sind Begegnungen zweier Vereine aus derselben Region, zwischen denen eine starke Rivalität besteht.“ So steht‘s zumindest geschrieben. Dass dem aber nicht immer so ist, bewies das jüngste Duell zwischen Oberhofen und Stams. Teilweise ähnelte die Nullnummer mehr einem Freundschaftsspiel denn einem heißen Derby. Was wenig verwundert, zumal nicht weniger als sechs der handelnden Akteure bereits einmal das Trikot des Gegners trugen.
Von Alex Dosch

SVG REICHENAU 1B – FC FRITZ OBERHOFEN/PFAFFENHOFEN, Samstag, 16. April, 16.30. Patrick Falkner, Christian Bucher, Selim Yilmaz (Stams), Florian Pauli,  sowie Umut und Ugur Akmese (Oberhofen) wissen nur zu gut, wie es ist, für den Gegner auf‘s Feld zu laufen. Grund zur Freude hatte am Samstag das komplette Sextett, teilten beide Teams doch freundschaftlich die Punkte. „Grundsätzlich bin ich zufrieden. Die Mannschaft hat alles gegeben und in der Defensive wenig zugelassen. Eigentlich haben nur die Tore gefehlt“, sprach FCO-Coach Miroslav Rikanovic nach dem 0:0 von einem „von Taktik geprägten Derby, das mehr einem Schach- als einem Fußballspiel ähnelte“. Dass es am Ende bei der Nullnummer blieb, lag auch daran, dass ein Kofler-Treffer kurz vor dem Ende wegen vermeintlichem Abseits nicht anerkannt wurde. „Von der Bank aus war das schwer zu sehen. Es war auf jeden Fall eine enge Geschichte“, so Rikanovic. Alles andere denn eng waren die bisherigen Duelle gegen die Reichenau. Vier Spiele, drei Siege, ein Remis (1:1 im Herbst), Torverhältnis 11:2 lautet die nahezu makellose Bilanz.  

SV GÖTZENS – FC SEEFELDER PLATEAU, Samstag, 16. April, 17.00. Im Herbst siegte Götzens auswärts ungefährdet mit 4:0. Das letzte Heimspiel ging jedoch verloren. Dieses 1:2 liegt allerdings schon Jahre zurück, datiert vom 9. Mai 2013, als beide Teams noch in der Bezirksliga tätig waren.

Die Vorbereitung auf das Match verlief aus Götzener Sicht jedenfalls alles andere als ideal. Beim Abschlusstraining für das Gastspiel in Umhausen bildete sich ein Corona-Cluster. Dementsprechend musste der Hit gegen den Tabellenführer abgesagt werden. „Das wird eine interessante Woche mit Meisterschaft und Cup. So ganz ohne Vorbereitung. Ideal ist das nicht“, hält Trainer Thomas Pichlmann trotz der größer werdenden Personalsorgen nichts von Lamentieren. „Sind wir doch froh, dass wir überhaupt spielen können.“

Gespielt hat am Wochenende der FC Seefelder Plateau. Und dies durchaus gut. Mit einem 3:1 in Arzl prolongierte das Team von Gregor Eisenbeutl den Aufwärtstrend der letzten Wochen. „Die Burschen haben 90 Minuten lang gekämpft und alles gegeben. Das war gegen diesen Gegner aber auch notwendig“, haderte Seefelds Coach lediglich mit der mangelnden Chancenverwertung. „Normalerweise müssen wir sieben, acht Tore machen. Aber wichtig war in erster Linie, dass sich die Mannschaft für ihren Aufwand belohnt hat.“  

SU INZING – SV UMHAUSEN, Samstag, 16. April, 17.00. Geht das „Tennismatch“ zwischen Inzing und Umhausen in den dritten Satz? Zumindest beim Blick auf die jüngsten Ergebnisse (die Ötztaler siegten sowohl im Hinspiel als auch im April 2018 mit 6:0) zwängt sich ein Vergleich mit dem weißen Sport auf. Die Bilanz der letzten 30 Jahre sieht allerdings Walch & Co. mit fünf Siegen, einem Remis und drei Niederlagen vorne.

Eine Niederlage, die dritte in der Ära von Christian Pöham, setzte es in Rietz. „Alles in allem war es eine ausgeglichene Partie, in der Rietz spät der Lucky Punch geglückt ist“, so Inzings Coach nach dem 2:4.

FC TARRENZ – SPG AXAMS/GRINZENS, Samstag, 16. April, 18.00. Die letzten beiden Heimspiele entschied Axams/Grinzens mit 5:1 (Hinspiel) und 4:0 (Saison 2019/20) deutlich für sich. Das letzte Gastspiel am „Lenzenanger“ war allerdings eine enge Kiste (2:2). Dennoch wäre alles andere denn ein „Dreier“ gegen das sieglose Schlusslicht eine Enttäuschung.

Den erwarteten Sieg fuhren Madersbacher & Co. gegen die Reichenau ein. Auch wenn das 2:1 letztlich knapper ausfiel als es die Spielanteile vermuten ließen. „Es war ähnlich wie in Stams. Wir hatten das Spiel unter Kontrolle, hatten viel mehr Ballbesitz. Nur waren wir vor dem Tor zu ineffizient“, sprach Trainer Elvir Karahasanovic von einem Sieg „der nie in Gefahr war und deutlich höher ausfallen hätte müssen. Wir hatten mindestens sechs Tausender, wo wir alleine vor dem Goalie stehen. Aber irgendwie haben wir derzeit die Seuche am Fuß“.              

Die Spiele der 16. Runde: Rietz – Inzing 4:2 (1:1). Tore: Tinkl (22.), Wirtenberger (51. Elfmeter), Kranebitter (86.), Weimper (94.); Huter (19.), Pittracher (64. Elfmeter). Gelb/Rot: Kapeller (85., Inzing/Unsportlichkeit). Oberhofen/Pfaffenhofen – Stams 0:0. Gelb/Rot: Um. Akmese (82., Oberhofen/Kritik). Pitztal – Seefelder Plateau 1:3 (0:1). Tore: Köll (93.); Mittich (42. Elfmeter), Gottwald (69.), Da Costa Soares (88. Elfmeter). Axams/Grinzens – Reichenau 2:1 (0:0). Tore: Göbbel (46.), S. Madersbacher (88.); Radomirovic (94.). Umhausen – Götzens abgesagt.
Nachtrag zur 15. Runde: Arlberg – Oberhofen/Pfaffenhofen am Mittwoch nach Red. Schluss.
 
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Einem Treffer von Andreas Kofler (links im Zweikampf mit Dominik Köll) wurde wegen angeblichem Abseits die Anerkennung verweigert.
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