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Telfs bleibt die Heimat des Wanderpokals

„Säbelzahntiger“ krallen sich Titel beim Johannes-Osl-Gedenkturnier – knapper 2:1-Finalsieg über Rietz/Stams

So wie das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker oder das Skispringen am Innsbrucker Bergisel ist auch der Telfer Bandenzauber ein fixer Bestandteil zu Jahresbeginn. Nahmen im Vorjahr nur sieben Teams am Johannes Osl-Gedenkturnier teil, kämpften heuer neun Mannschaften um den ersten Titel des Jahres.
6. Jänner 2026 | von Alex Dosch
Telfs bleibt die Heimat des Wanderpokals
Gastgeber Telfs holte sich zum wiederholten Male den Titel beim Johannes-Osl-Gedenkturnier. Foto: Maria Rangger
Und so konnte wieder auf den altbewährten Modus mit zwei Vorrundengruppen und anschließenden Kreuzspielen zurückgegriffen werden. In der am Vormittag ausgetragenen Gruppe A setzte sich der FC Oberhofen/Pfaffenhofen mit Siegen über Inzing (2:1) und Zirl (6:3) sowie einem Unentschieden (1:1) gegen die zweite Telfer Mannschaft durch. Liga-Konkurrent Zirl schaffte es als Zweiter ins Halbfinale. Der Niederlage gegen Oberhofen/Pfaffenhofen folgte ein Remis (1:1) gegen Telfs 2 und ein deutlicher 4:0-Sieg über Inzing. Dank des Zusatzpunktes ob der vier erzielten Treffer behielt Zirl im Rennen um den Einzug ins Semifinale knapp die Oberhand gegenüber den kleinen „Säbelzahntigern“.

DREI SIEGE. In der Gruppe B wurde die erste Mannschaft des Gastgebers ihrer Favoritenrolle gerecht. Der Regionalliga-Tirol-Club feierte drei deutliche Siege. Dem 3:0 über Oetz/Sautens und dem 4:0 über Hatting/Pettnau folgte ein 3:1 über Rietz/Stams. Lediglich im bedeutungslosen letzten Gruppenspiel gegen die Imst Juniors setzte es eine Niederlage (1:2). Neben dem Seriensieger gelang auch Rietz/Stams der Einzug in die K.-o.-Phase. Dort traf das Team von Admir Kovacevic auf Liga-Konkurrent Oberhofen/Pfaffenhofen und siegte mit 4:2. Nicht minder torreich gestaltete sich das zweite Halbfinale. In diesem behielt Telfs gegen Zirl mit 3:2 die Oberhand. Das anschließende Endspiel konnte spannender nicht sein. Bis zwei Minuten vor dem Ende führte „Underdog“ Rietz/Stams dank eines Kranebitter-Treffers mit 1:0, ehe die „Säbelzahntiger“ mit einem Doppelschlag binnen einer Minute das Spiel drehten. Jakob Klieber sorgte mit seinem Treffer zum 2:1-Endstand dafür, dass der begehrte Wanderpokal für ein weiteres Jahr am Emat bleibt. Im Vorjahr holte die zweite Telfer Mannschaft den Titel. Den Titel des Torschützenkönigs teilten sich Dominic Grutsch (Rietz/Stams) und Zirls Thomas Jais mit je sechs Treffern. Zum besten Torhüter wurde Hatting/Pettnau-Goalie Florian Fiegl gekürt.  Für Daniel Osl, der sich gemeinsam mit Dominik Monz für die Turnierleitung verantwortlich zeigte, war das Wichtigste, „dass sich niemand verletzt hat“. Dass das spielerische Niveau recht überschaubar war, begründete der sportliche Leiter damit, „dass sich das Hallenspiel gegenüber den vergangenen Jahren gewandelt hat. Früher stand die Technik im Vordergrund, jetzt sind es Dynamik und Tempo.“

WENIG INTERESSE. Wie überhaupt das Interesse am Bandenzauber zusehends verloren zu gehen scheint. „Wir haben im Vorfeld über 40 Mannschaften kontaktiert. Aber irgendwie scheinen Hallenturniere nicht mehr zu ziehen. Viele Vereine geben die vermeintlich erhöhte Verletzungsgefahr als Grund für eine Absage an“, weiß Osl. Der zehnten Auflage des Johannes-Osl-Gedenkturniers im Jahr 2027 scheint aber dennoch nichts im Wege zu stehen. Endstand Johannes-Osl-Gedenkturnier: 1. SV Telfs, 2. SPG Rietz/Stams, 3. FC Oberhofen/Pfaffenhofen, 4. FC Zirl, 5. SV Telfs 1b, 6. ESV Hatting/Pettnau, 7. SC Imst Juniors, 8. SU Inzing, 9. SPG Oetz/Sautens.
Telfs bleibt die Heimat des Wanderpokals
Gebietsligist Rietz/Stams musste sich in einem spannenden Endspiel nur knapp mit 1:2 geschlagen geben. Foto: Maria Rangger
Telfs bleibt die Heimat des Wanderpokals
Zweikämpfe wie hier im Vorrundenspiel zwischen Zirl und der zweiten Telfer Mannschaft standen an der Tagesordnung. Foto: Maria Rangger
Telfs bleibt die Heimat des Wanderpokals
Oberhofen/Pfaffenhofen mit Ricardo Zoller fertigte in der Vorrunde Inzing (gelbe Trikots) mit 4:0 ab und bezwang im Spiel um Platz drei den FC Zirl mit 4:3. Foto: Maria Rangger

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