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Wer ist die Nummer eins im Revier?

Telfs entscheidet Hit gegen Kematen deutlich für sich – in der Derby-Tabelle teilen sich die „Säbelzahntiger“ Platz eins mit Völs

Sieger des Unteren Play Off! Das mag zwar recht nett klingen, ist aber nicht viel mehr als der Gewinn der „goldenen Ananas“. Etwas reizvoller ist da schon der Kampf um die Nummer eins im Revier. Nach dem Sieg über Kematen rangiert Telfs in der Derby-Tabelle mit neun Zählern punktgleich mit Völs auf Platz eins, hat aber auf Grund der Tordifferenz die Nase vorne. Am Wochenende legt das Rennen um die „Derby Trophy“ eine Pause ein, zumal keine direkten Duelle stattfinden.
30. April 2024 | von Alex Dosch
Wer ist die Nummer eins im Revier?
Ein Bild mit Symbolcharakter: Kematen (Elias Ulses, links) kam gegen Telfs (Andre Pellegrini) gehörig ins Straucheln. Foto: sportszene.tirol
IAC – SV TELFS, Freitag, 3. Mai, 18.00. Von den letzten drei Duellen – der IAC siegte beim jüngsten Aufeinandertreffen im Oktober zuhause mit 2:1 – konnte Telfs keines für sich entscheiden. Der letzte Sieg auf Innsbrucker Boden, ein 5:1, liegt zudem über zehn Jahre zurück, datiert vom 31. August 2013. „Der IAC hat eine spielstarke Mannschaft. Das wird mit Sicherheit ein Spiel auf des Messer’s Schneide. Wir wollen aber weiterhin Tabellenführer bleiben, spielen dementsprechend auf Sieg“, sprüht aus Trainer Marcel Schreter regelrecht das wiedergewonnene Selbstvertrauen. Kein Wunder, feierte sein Team zuletzt doch den ersten vollen Erfolg nach zuvor fünf sieglosen Spielen in Folge. Vor allem die Art und Weise beeindruckte.
Lokalrivale Kematen wurde beim 5:0 vor allem in der ersten Halbzeit in seine Einzelteile zerlegt. „Wir haben wie schon zuletzt spielerisch überzeugt. Nur haben wir diesmal unsere Chancen genutzt. Zumindest einen Teil davon. Das Spiel kann auch 7:0 oder 8:0 ausgehen“, ging Schreter bei der Spielanalyse das sprichwörtliche Herzerl auf. „Angeführt von den Routiniers wie einem Perstaller, einem Patterer oder den Kovacevic-Zwillingen haben die Jungs gezeigt, welch Potential in ihnen steckt. Sie sind von Anfang an ein enorm hohes Tempo gegangen und haben es bis zum Schluss durchgehalten.“ Das Argument, dass Kematen an diesem Sonntag-Nachmittag nichts anderes als ein besserer Sparringpartner war, wollte der Telfs-Coach nicht gelten lassen. „Ich fand nicht, dass Kematen schlecht war. Aber wir waren halt richtig am Punkt.“

VÖLSER SV – SV WÖRGL, Freitag, 3. Mai, 18.30. Ein Sieg, ein Remis und zuletzt das 1:2 im Cup: Die bisherige Saisonbilanz gegen Wörgl ist ausgeglichen. In das Play Off sind beide Teams nur zögerlich gestartet. Völs spielte zweimal Remis, die Unterländer holten erst einen Punkt, kamen zuletzt gegen den IAC mit 0:5 unter die Räder. „Wir wollen Wörgl voll fordern und im besten Fall wieder einmal dreifach anschreiben“, hofft Trainer Alexan-der Pfurtscheller, der seinen Vertrag kürzlich um ein Jahr verlängerte, auf den ersten vollen Erfolg nach zuletzt sechs sieglosen Spielen in Folge. „Wir wollen das Play Off mit Anstand zu Ende bringen. In erster Linie steht aber die Entwicklung der jungen Spieler.“
Die machten ihre Sache beim 1:1 in Kundl gut. „Wir mussten ob einiger Ausfälle die Mannschaft wieder neu formieren. Dennoch sind wir nach einer kurzen Findungsphase gut in die Partie gekommen. Kundl war eigentlich nur bei Flanken gefährlich“, so Pfurtscheller. Aber auch sein Team vermochte nur selten Akzente nach vorne zu setzen. „In der ersten Halbzeit haben wir nicht für die Entlastung gesorgt, die wir uns gewünscht hätten. In der zweiten gelang uns das weitaus besser. Wir waren mutiger, leidenschaftlicher und haben das Zepter zusehends in die Hand genommen.“ Der erste Treffer des Abends gelang allerdings den Hausherren, die nachfolgenden Völser Angriffsversuche blieben lange Zeit erfolglos. So scheiterte etwa der kurzerhand aus der Fußballpension geholte Ali Yigit aus kürzester Distanz am Kundl-Goalie Zoglauer. Schließlich dauerte es bis zur 89. Minute ehe „Kopfballungeheuer“ Franz Gruber nach einem Eckball zur Stelle war.

SV BÄCKER RUETZ KEMATEN – SC KUNDL, Freitag, 3. Mai, 19.00. Folgt der 0:3-Auswärtsniederlage und dem 3:3-Remis vor eigenem Anhang der erste Sieg über Kundl in der laufenden Spielzeit? Dafür muss gegenüber dem Derby in Telfs aber eine gewaltige Leistungssteigerung her. Das weiß auch Trainer Sammy Glatz. „Es braucht mehr Leidenschaft, mehr Spielintelligenz. Wir müssen einfach ins Tun kommen. Beim Training investiert jeder Einzelne enorm viel, aber im Spiel können wir es einfach nicht umsetzen.“
Dementsprechend schwer fiel dem „Blues“-Coach auch die Analyse der 0:5-Klatsche in Telfs. „Ehrlich gesagt kann ich mir diesen Auftritt nicht erklären. Bei einem Derby musst du brennen, da muss Feuer im Spiel sein, da muss die Laufbereitschaft passen, und da muss Leidenschaft gezeigt werden. Das alles haben wir vermissen lassen. Wir haben von Anfang an kaum Gegenwehr geleistet, haben den Gegner mit Fehlern stark gemacht. Zudem hat sich der eine auf den anderen verlassen. So kannst du nicht Fußball spielen.“ In der zweiten Halbzeit betrieb seine Mannschaft zumindest Schadensbegrenzung, hielt die Niederlage noch einigermaßen in Grenzen.

Die Spiele der 2. Runde: Telfs – Kematen 5:0 (4:0). Tore: Perstaller (21., 41.), Schreter (36.), Pichler (45.+1), Patterer (75.). Kundl – Völs 1:1 (0:0). Tore: Prantner (46.); Gruber (89.). Gelb/Rot: M. Markt (91. Foul/Völs).
Wer ist die Nummer eins im Revier?
Fabian Schreter (links gegen Kematens Fabio Wurzer) traf beim 5:0 zum zwischenzeitlichen 2:0. Foto: sportszene.tirol

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