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Telfs | Sport | 13. September 2022 | Alex Dosch

Zu Gast beim Sensationsaufsteiger

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Nach langer Verletzungspause ging Michael Schennach gegen Fügen erstmals wieder über die vollen 90 Minuten. Fotos: sportszene.tirol
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Derbytime! Telfs muss am Sonntag zur bärenstarken SPG Silz/Mötz – „Gladiatoren“ auf den Spuren der „Säbelzahntiger“

Im Vorjahr startete Telfs als „Underdog“ in die Meisterschaft und beendete diese völlig sensationell als Vierter in der Regionalliga West. Eine Rolle, die heuer, so scheint es zumindest, die SPG Silz/Mötz übernehmen könnte. Zum Vergleich: Nach dem 9. Spieltag der Saison 2021/22 hielt Telfs bei 22 Punkten. Die „Gladiatoren“ halten aktuell bei 19 Zählern, sind aber ein Spiel – die Heimpartie gegen die Reichenau wurde abgesagt – in Verzug. Die Ausgangslage vor dem sonntägigen Derby ist jedenfalls völlig offen, auch wenn die Bilanz der letzten 32 Jahre eindeutig für die „Säbelzahntiger“ spricht.
Von Alex Dosch

SPG SILZ/MÖTZ – SV TELFS, Sonntag, 18. September, 17.00. Seit der Spielzeit 1990/91 standen sich beide Teams auf Meisterschaftsebene erst zwölfmal gegenüber. Von diesen zwölf Spielen entschied Telfs gleich acht für sich. Dreimal reichte es immerhin zu einem Punkt. Die bislang einzige Niederlage liegt zudem fast sieben Jahre zurück. Am 24. Oktober 2015 traf der aktuelle Oberhofen-Trainer Miroslav Rikanovic zum entscheidenden 1:0 für Silz/Mötz. Die letzten Aufeinandertreffen in der Spielzeit 2017/18 entschieden die „Säbelzahntiger“ deutlich für sich. Einem 4:0 auswärts folgte ein 4:1 zuhause. „Ich denke, dass es, sofern wir halbwegs komplett sind, ein offener Schlagabtausch wird, in dem Kleinigkeiten wie etwa Standards entscheiden können. Es muss einfach alles zusammenpassen für einen Sieg. Dazu gehört auch, dass wir Spieler wie Dzidziguri oder Yildirim in den Griff bekommen“, so Trainer Werner Rott vor dem Prestigeduell.

Ähnliche Töne schlägt Silz/Mötz-Coach Helmut Kraft, der zuletzt mit einem Rücktritt vom Rücktritt für mächtig Wirbel bei den „Gladiatoren“ sorgte, an. „Das wird eine ganz heiße Partie. Telfs hat eine sehr gute Mannschaft, die zuletzt wieder Schwung aufgenommen hat. Wir kennen die Qualitäten. Das Team ist kampfstark – und je weiter vorne sie agieren, umso spielerisch stärker werden sie.“

Eine Einschätzung, die sich auch beim jüngsten Heimspiel gegen Fügen bestätigte. Über den Kampf ins Spiel gefunden, gelang gegen Siller, Gründler & Co. ein hochverdientes 2:1. „Das war ein ganz anderes Auftreten als zuletzt gegen Wörgl.
Allein von der Körpersprache her“, so Rott. Auch deshalb, weil dieser gegen die Zillertaler wieder auf die personifizierte Torgarantie Julius Perstaller – traf zum frühen 1:0 – zurückgreifen konnte. „Persti ist ganz wichtig für unser Spiel. Allein durch seine Präsenz agiert die Mannschaft ganz anders. Zudem kann er Bälle halten, ist enorm torgefährlich und bindet mehrere Gegenspieler. Er ist halt ein Spieler, nachdem sich der Gegner richten muss. Und genau das kann in dieser Liga, wo viele Spiele enge Geschichten sind, den Ausschlag geben.“

Neben Perstaller feierte auch Michael Schennach ein Comeback. Nach langer Verletzungspause und dem Kurzauftritt in Wörgl ging Schennach gegen Fügen erstmals wieder über die volle Distanz. „Es war eine gute Partie von 'Schenni'. Ich hätte mir nicht gedacht, dass er bereits soweit ist. Generell war es ein sehr positiver Auftritt der ganzen Mannschaft. Die ist mittlerweile so routiniert, dass sie genau weiß, was zu tun ist, wenn es mal nicht so läuft.“ Das war gegen Fügen in Halbzeit zwei kurzzeitig der Fall. „Da sind wir eine kurze Zeit lang zu tief gestanden, hatte Fügen für meinen Geschmack zu viel Ballbesitz. Aber danach hatten wir wieder alles im Griff“, so ein zufriedener Telfs-Coach.

Die Spiele der 9. Runde: Telfs – Fügen 2:1 (1:0). Tore: Perstaller (10.), S. Ribis (54.); Egger (92.). Imst – Hall 3:1 (2:0), Kitzbühel – Kufstein 0:2 (0:1), Schwaz – Wörgl 4:0 (2:0), Tirol Amateure – Kundl 5:1 (2:1), Silz/Mötz – Reichenau abgesagt.
Die Spiele der 10. Runde: Reichenau – Telfs, Kufstein – Silz/Mötz, Wörgl – Imst, Hall – Kundl, Tirol Amateure – Kitzbühel, Fügen – Schwaz alle am Dienstag nach Red. Schluss.
 
Zu Gast beim Sensationsaufsteiger
Julius Perstaller jubelt über seinen Treffer zum 1:0.
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