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Telfs | Wirtschaft | 26. Juli 2021 | Gebi G. Schnöll

Eingefrorener Plan für Skilift in Axams taut auf

Eingefrorener Plan für Skilift in Axams taut auf<br />
Gut sichtbar die Schneise durch den Wald, die im Winter bei genügend Naturschnee als Abfahrt vom Hoadl genutzt wird. RS-Foto: Schnöll
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Frießers Vision: „Skiberg Hoadl soll in absehbarer Zeit auch vom Ortsrand aus mit Seilbahn erreicht werden können!“

Die Axamer Lizum ist seit vielen Jahrzehnten ein beliebtes Skigebiet, das bereits 1964 bei den Olympischen Spielen Austragungsort von alpinen Skirennen war. Rund 60.000 Menschen strömten damals in den Talkessel oberhalb von Axams. Werner Frießer, der neue Geschäftsleiter der „Axamer Lizum Aufschließungs AG“, stellte Montag dieser Woche der Eigentümerfamilie Fröschl seine Visionen im Rohkonzept vor, wie die Axamer Lizum zu einem der attraktivsten Skigebiete in Westösterreich geformt werden könnte. Der Axamer Bürgermeister Christian Abenthung zeigt sich von Frießers Tatendrang vollauf begeistert.
Von Gebi G. Schnöll

Fast 65 Kilometer Skipisten werden am Mittelgebirge angeboten werden können, sobald die beiden Skigebiete Muttereralm und Axamer Lizum mit einem Verbindungslift zusammengeschlossen sind. Werner Frießer will aber noch mehr. Er stellte am Montag dieser Woche der Familie Fröschl, die mehrheitliche Eigentümerin der „Axamer Lizum Aufschließungs AG“ ist, seine Visionen über einen Katapultstart in Richtung Top-Skidestination vor. „Es gibt Pisten, die in schneereichen Wintern zwar präpariert werden, aber mit keinem Lift ausgestattet sind. Zum Beispiel die Piste, die vom Hoadl hinunter bis nach Axams führt. Fährt man die Piste ab, muss man mit dem Bus oder einem anderen Verkehrsmittel zurück in die Lizum und von dort mit dem Lift auf den Hoadl fahren“, schildert Frießer. Er denkt an eine Seilbahn, die bereits vom Axamer Ortsrand aus auf den Hoadl führt. „Im Großraum Innsbruck-Telfs-Mieminger Plateau leben 220.000 Menschen, denen könnten wir mit dem Bau weiterer Aufstiegshilfen ein Top-Skigebiet anbieten, das natürlich auch für Wintersportler im südbayerischen Raum und für internationale Gäste, die mit dem Zug oder dem Flugzeug nach Innsbruck kommen, interessant wäre“, glaubt Werner Frießer. 

Klein-Arlberg.  Der Axamer Bürgermeister Christian Abenthung ist überzeugt, dass Frießers Visionen Früchte tragen würden. „Die Abfahrt vom Hoadl nach Axams ist schon ohne Lift ein Highlight, eine Herausforderung auch für gute Skifahrer. Würde man mit einem Lift zurück auf den Berg fahren können, käme das auch der Natur zugute, wenn Autokilometer und damit schädliches CO2 eingespart würden. Ein Lift von Axams auf den Hoadl war schon öfters ein Thema, vielleicht reifen ja jetzt die Pläne von Werner Frießer“, hofft Abenthung. Weil alle bereits abgeholzten Pistenschneisen naturschutzrechtlich bewilligt sind, hat er aus Sicht des Naturschutzes keine Bedenken. „Eine Lösung bräuchte es allerdings aus verkehrstechnischer Sicht. Der Verkehr zum Skigebiet müsste über Kematen von der A 12 abgeleitet werden. Diese Gemeinde leidet aber jetzt schon unter den Auswirkungen des Verkehrs ins Westliche Mittelgebirge und ins Sellraintal. Sollte das Skigebiet Axamer Lizum tatsächlich erweitert werden, muss ein nachhaltiges Verkehrskonzept erarbeitet werden, das Kematen vor Lärm und Abgasen schützt“, so der Axamer Bürgermeister, der fest daran glaubt, dass neben Axams auch die Nachbargemeinden Grinzens, Birgitz und Götzens Frießers Visionen mittragen. „Es gibt weltweit kein Skigebiet mit derart günstigen Anbindungsmöglichkeiten wie bei uns. Diesen Vorteil sollten wir nutzen. Und noch eines: Bei der Jungend ist die Tendenz zum Wintersport im freien Skiraum steigend. In unserem Skigebiet sind die Bedingungen perfekt. Wir könnten mit dem Ausbau der Liftanlagen tatsächlich ein Klein-Arlberg anbieten“, erklärt Abenthung abschließend.    


 
 
Eingefrorener Plan für Skilift in Axams taut auf<br />
Axams Dorfchef Christian Abenthung findet Frießers Visionen „bombig“.
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