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Telfs | Wirtschaft | 21. November 2022 | Bernhard Rangger

Großes Interesse an neuem Siedlungsgebiet

Großes Interesse an neuem Siedlungsgebiet
Jedes Haus verfügt über einen Garten und eine überdachte Garage und kann in unterschiedlichen Materialien ausgeführt werden. Rendering: Arch. Kröpfl
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Siedlungsgebiet Seefeld Bürgermeister Markus Wackerle
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100 Interessenten informierten sich im Seefelder Saal Olympia beim Architektenteam und einem Notar über das Projekt

„Die Gemeinde errichtet hinter dem ‚Camp alpin‘ in einer der schönsten Lagen von Seefeld ein tirolweit einzigartiges Siedlungsprojekt“, kündigte Bürgermeister Markus Wackerle den knapp 100 Interessenten bei der Projektpräsentation im „Saal Olympia“ an. Für 230 bis 250 Euro/m2 können dort Bauwerber ein voll erschlossenes Grundstück erwerben und Reihenhäuser bzw. Doppelhäuser nach architektonischen Vorgaben errichten. „Es soll einerseits eine extrem günstige Bebauung ermöglichen und ein schönes Gesamtbild mit einem gut durchdachten Konzept für die Freiflächen ergeben“, ergänzte Arch. Harald Kröpfl aus Landeck.
Von Bernhard Rangger

Bereits vor fünf Jahren beschloss der Seefelder Gemeinderat, an der Leutascherstraße eine behutsame Erweiterung des Siedlungsgebietes für Einheimische zu widmen.  Seit den Gemeinderatswahlen im Feber verfolgt der neue Gemeinderat das Vorhaben mit erhöhter Geschwindigkeit: Ein Ideenwettbewerb wurde ausgeschrieben, aus dem Architekt Kröpfl als Sieger hervorging. Dieser will neben der Straße nach Leutasch auf dem leicht nach Süden geneigten Grund ein zentrales Wohngebäude mit Versorgungseinrichtungen, einer Tiefgarage und 15 Miet- bzw. Eigentumswohnungen schaffen und angrenzend fünf Reihenhäuser und acht Doppelhäuser mit 110 bis 121 Quadratmetern Wohnraum. Das „dorfähnliche“ Projekt wurde nach Wohnbauförderungskriterien ausgeschrieben, so dass je nach Einkommensverhältnis auch Förderungen in Anspruch genommen werden können.

Preis möglichst niedrig halten. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Gestaltung der Freiflächen gelegt. Zentral wird die Anlage durch eine breite Spielstraße erschlossen, die die Kommunikation anregen soll. Jedes Haus verfügt über einen eigenen Garten, überdachten Autoabstellplatz und einen zweiten in der Zentralgarage. Der umgebende Grünstreifen gehört der Gemeinde. Dort können die Bewohner einen Spielplatz, Park oder einen Gemeinschaftsgarten anlegen. Bei der Innenraumgestaltung ist nur der Eingangsbereich vorgegeben. Gemeinsam mit dem Architektenteam können die Räume und Fenster frei eingeteilt werden. Für die Außenfassade stehen die Materialien Holz, Verputz und Stein zur Auswahl. „Ziel der Planung ist es, den Preis niedrig zu halten“, so Kröpfl. Notar Lukas König ergänzte: „Natürlich braucht es neben baurechtlichen Einschränkungen auch andere Vorgaben. So werden im Vertrag ein Vorkaufsrecht für die Gemeinde und ein Bebauungszeitraum festgelegt, damit die Umsetzung nicht zwanzig Jahre in Anspruch nimmt!“ Bgm. Wackerle informierte, dass die Gemeinde gerade die Vergaberichtlinien überarbeitet und mit Bauträgern verhandelt, die das Wohnhaus errichten. Diese werden den Häuslbauern auch Varianten vorschlagen, die Bauumsetzung fremd zu vergeben. Auch das könnte zu Einsparungen führen: „Da die Finanzierung derzeit schwierig ist, denken wir sogar über ein Baurecht nach, mit dem es Interessenten ermöglich wird, ihr Haus zu einem späteren Zeitpunkt zu erwerben!“
 
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