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Telfs | Wirtschaft | 25. Mai 2021 | Beatrice Hackl

Mit sicheren Schritten in Richtung Sommer

Mit sicheren Schritten in Richtung Sommer<br />
Die Becken wurden mit Wasser gefüllt, aber die Saunabereiche bleiben vorerst in allen vier Bädern aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten geschlossen. Foto: RS-Archiv/Schnöll
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Die GF der Schwimmbäder in Leutasch, Seefeld, Telfs und Axams sprachen mit der RUNDSCHAU über die Sommersaison

Sie haben eine lange Durststrecke hinter sich: Die Schwimmbäder. Die Badbetreiber konnten endlich wieder Wasser in ihre Becken füllen. Ein Wermutstropfen sind allerdings die strengen Auflagen, wodurch die Inbetriebnahme von Saunabereichen aus wirtschaftlicher Sicht eigentlich nicht zu bewerkstelligen ist. Auch die geforderten 20 qm pro Person für Hallenbäder stellen für einige eine unüberwindbare Hürde dar. Nichtsdestotrotz freuen sich die Badbetreiber darüber, dass ihre Kunden endlich wieder ins kühle Nass springen dürfen. Die RUNDSCHAU hat sich in Axams, Leutasch, Seefeld und Telfs nach dem Status Quo erkundigt.
Von Beatrice Hackl

Über sechs Monate mussten Mitarbeiter sowie Badegäste das beruhigende Rauschen des Wassers entbehren. Dieser Verzicht gehört nun der Vergangenheit an, denn auch Schwimmbäder durften vergangenen Mittwoch den Betrieb wieder aufnehmen. Auch hier gilt es ein Registrierungssystem und die 3-G-Regel einzuhalten: Zutritt nur für getestete, genesene oder geimpfte Personen. Die Schwimmbadbetreiber der Region sind guter Dinge und starten mit motivierten Teams in die Saison, wenn auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten.

Fürs Erste wird nicht geschwitzt. Die aktuellen Verordnungen gelten vorerst bis Ende Juni. In puncto Sauna hoffen alle Betreiber auf Lockerungen, denn diesen Bereich könne man aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht öffnen. Zwar verfüge man über große Ruheräume, aber das spiele keine Rolle, zumal die Kabinen unter Berücksichtigung der 20 qm Regelung lediglich einem oder höchstens zwei Besuchern gleichzeitig zugänglich wären, wodurch ein regulärer Betrieb vereitelt wird.

Außenbereiche sind offen. In Telfs und Axams ist der Sprung ins kühle Nass bereits möglich. „In unserem Freibad dürfen wir bis zu 750 Badegäste gleichzeitig begrüßen. Leider ist das Wetter noch nicht wirklich sommerlich. Letztes Jahr war hatten wir bei der Eröffnung ähnliche Temperaturen, wovon sich Bahnenschwimmer aber erfahrungsgemäß nicht abhalten lassen. Außerdem war die Nachfrage bereits vor der Eröffnung groß, was mehr als verständlich ist, zumal alle Schwimmbäder seit 3. November geschlossen hatten. Jetzt kann der Sommer kommen. Ich bin generell ein Optimist und auch das gesamte Team – sowohl vom Telfer Bad als auch vom Sufers – ist positiv gestimmt. Wir sind gut vorbereitet und freuen uns auf die Saison“, berichtet Markus Huber, der GF vom Telfer Bad. Das Telfer Hallenbad ist im Moment noch den Vereinen, dem Schulschwimmen und Kursanbietern vorbehalten. Die selbe Strategie wird auch im Freizeitzentrum Axams verfolgt. „Uns und der Gemeinde war es ein Anliegen, den Schwimmschulen das Hallenbad zur Verfügung zu stellen. Es ist wichtig, dass die Kinder schwimmen lernen“, betont GF Michael Kichmair und ergänzt: „Für alle anderen Badegäste haben wir unser Freibad geöffnet. Im Außenbereich können alle Anlagen uneingeschränkt benutzt werden. Lediglich der Durchgang vom Außenbecken in den Hallenbereich ist gesperrt. Der Moment der Wiedereröffnung war ein spezieller. Das gesamte Team hat sich extrem gefreut, dass es endlich wieder losgeht.“

Große Nachfrage. „Wir haben unter anderem viele Stammkunden, die aus gesundheitlichen Gründen für gewöhnlich zwei- bis dreimal pro Woche zu uns kommen. Mittlerweile erreichen mich täglich zwischen zehn und 20 E-Mails. Das zeigt ganz klar, dass die Leute wieder schwimmen gehen möchten, und wir wollen ihnen das ermöglichen. Somit starten wir am Mittwoch, dem 2. Juni in die Sommersaison“, berichtet Bettina Neuner, GF der ErlebnisWelt Alpenbad in Leutasch. „Wir verfügen über ein großes Außenbecken und vom kleineren kann man direkt in das Hallenbad schwimmen. Wir müssen damit rechnen, dass die Besucher im Fall eines Gewitters bzw. eines Wetterumschwungs von draußen ins Hallenbad wechseln möchten. Demzufolge müssen wir uns am Gebäude orientieren und können, ungeachtet unserer Kapazitäten im Außenbereich, insgesamt nur zwischen 90 und 100 Personen gleichzeitig willkommen heißen.“ Aus Erfahrung wisse man, dass viele Besucher nur zwei oder vier Stunden schwimmen, weshalb, wie im vergangenen Jahr, auf den Verkauf von Tagestickets verzichtet wird. „Wir greifen auf Bewährtes zurück und verkaufen nur Tickets für zwei bzw. vier Stunden. Das hat letztes Jahr bestens funktioniert und sorgt für einen größeren Wechsel, wodurch sich der Andrang etwas lenken lässt“, ist die GF überzeugt. Noch sehr verhalten gestaltet sich die Situation in Seefeld. Das Olympiabad wird erst im Sommer öffnen. „Wir verfügen nur über einen kleinen Außenbereich und werden daher nicht aufsperren. Ich habe alles durchkalkuliert und solange im Innenbereich die 20 qm pro Badegast gefordert sind, ist eine Öffnung für uns finanziell nicht tragbar“, erklärt GF Wolfgang Suitner. Aufgrund seiner Funktion als WKO-Branchensprecher vom Fachverband der Freizeit- und Sportbetriebe weiß er jedoch, dass es seitens des Ministeriums Signale für weitere Lockerungen ab 1. Juli gibt.
 
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