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Telfs | Wirtschaft | 15. Feber 2021 | Gebi G. Schnöll

Wintersaison, die diesmal keine ist

Wintersaison, die diesmal keine ist<br />
Eine Aufnahme aus der Zeit vor der Pandemie. Derzeit ist das Seefelder Ortszentrum nur wenig belebt. Foto: Heinz Holzknecht
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Touristiker am Seefelder Plateau hoffen nun auf ein gutes Sommergeschäft

„Was nun?“, lautet am Seefelder Plateau die Gretchenfrage. Die Wintersaison 2020/21, die durch den Lockdown nie in Schwung gekommen ist, muss nun wohl endgültig abgeschrieben werden. Nun hoffen die Touristiker, Gastronomen, Händler sowie Zuliefer- und Handwerksbetriebe auf eine lockdownfreie Sommersaison. Der bisher durch die Pandemieverordnungen entstandene Schaden geht in die Abermillionen.
Von Gebi G. Schnöll

Bereits der Lockdown vor einem Jahr hat in Tirol die Touristiker und Gastronomen sowie alle Betriebe, die am „Tourismus-Radl“ dranhängen, in eine schwere Krise gestürzt. Die Tourismuswirtschaft am Seefelder Plateau ist damals noch mit einem blauen Auge davongekommen, weil am Plateau die meisten großen Hotelbetriebe gewöhnlich bereits vor Ostern zusperren. Man bereitet sich um Ostern herum bereits auf die Sommersaion vor, die im Mai startet. Doch heuer ist die Situation eine völlig andere. Seit fast vier Monaten herrscht in den Gastrobetrieben wegen der Corona-Pandemie Sperrstunde, der Handel durfte am Montag vergangener Woche zwar wieder öffnen, es fehlen aber die vielen ausländischen Gäste, die sich normalerweise zu Dutzenden in den Mode-, Sport-, Schuh- und Schmuckgeschäften tummeln. Zu allem Überfluss haben am Sonntag auch noch die deutschen Nachbarn die Grenzen dicht gemacht.  Zwar nur für zehn Tage, heißt es, aber in Zeiten wie diesen, kann man keiner Aussage mehr trauen.

Ausfall der Wintersaison kostet Abermillionen. Für Elias Walser, den Geschäftsführer des TVB Olympiaregion Seefeld, steht fest, dass die Wintersaison 2020/21 mit einem Rotstift bilanziert werden muss. „Touristisch haben wir für das heurige Jahr ein Minus von 30 Prozent prognostiziert, doch es zeigt sich jetzt schon, dass es ein Wunderszenario wäre, wenn das eintrifft. Der Ausfall der Wintersaison kostet den Tourismus Millionen, viel höher ist allerdings der Ausfall bei der Wertschöpfung in der ganzen Region“, erklärt Walser. Er hofft, dass die Zeit der Lockdowns bald vorbei ist und in Kürze auch die Gastronomie wieder in das Wirtschaftsleben zurückfinden darf. „Wir müssen nun nach Alternativen suchen, die wenigstens das Sommergeschäft ankurbeln. Voraussetzung ist natürlich, dass es keinen weiteren Lockdown mehr gibt. Vergangenen Sommer wäre Zeit für Überlegungen gewesen, wie man im Winter mit Corona umgeht. Das wurde verabsäumt. Von den Experten hätte ich mir jedenfalls viel mehr erwartet. Das Problem ist, dass die Glaubwürdigkeit inzwischen so gut wie verloren gegangen ist!“

 
Wintersaison, die diesmal keine ist<br />
TVB-GF Elias Walser hofft auf baldiges Ende der Pandemie. RS-Foto: Schnöll
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