Tennis mit Holzschlägern und Filzkugel

Über 20 Teilnehmer mit alten Holzschlägern lieferten sich spannende Spiele am Ehrwalder Tennisplatz. Fotos: Privat

Spielen wie damals

Vom Outfit bis zur sportlichen Ausrüstung – alles war wie seinerzeit, als man damit begann, die Filzkugel übers Netz zu schlagen. Nostalgietennis war am vergangenen Sonntag am Ehrwalder Tennisplatz angesagt.

Auf die Idee gekommen ist man vor Jahren – wie meist bei guten Ideen – in geselliger Runde. Nach dem einen oder anderen Glaserl ist die sportliche Frage aufgetaucht, warum nicht einmal so spielen, wie Tennis früher eben gespielt wurde?
Der eine oder andere Spieler vermutete, dass er noch „einen Oldtimer“ auf dem Dachboden oder im Keller herumliegen hat. Die Fundstücke wurden zusammengetragen und dienen seither als einzig zugelassene Schläger für dieses spezielle Turnier.

Originalgetreu.

Gespielt wurde in Outfits, die an die gute alte Tennis-Gründer-Zeit erinnern und mit Holzschlägern und weißen Filzkugeln, wie sie seinerzeit in Gebrauch waren. Man fühlte sich einen Tag lang in die sportliche Anfangs-Zeit zurückversetzt. Aber gekämpft wurde wie in alter Zeit auch: Um jede Filzkugel.
„Es ist schon bewunderswert, wie sich die Spieler mit diesen Holzschlägern zurechtfinden. Da sind Spielszenen zu sehen, die jenen, die mit modernem Gerät ausgetragen werden, um nichts nachstehen“, staunte die interessierte Zuschauerschaft.

Zur Stärkung gab es vor dem Spiel ein zünftiges Weißwurstfrühstück.

Natürlich kam auch der gesellschaftliche Teil nicht zu kurz. Gestartet wurde mit einem Weißwurstessen, wie es sich an der Grenze zu Bayern gehört. Dann folgte Spiel auf Spiel mit einer kurzen witterungsbedingten Unterbrechung. Das Endspiel war an Spannung nicht zu überbieten, nach 15 Minuten Spielzeit setze sich die Paarung Nicole Spielmann und Stefan Spielmann mit einem Punkt Vorsprung durch und gewann damit das heurige Turnier.

Grillen mit Gedenken.

Bei der abschließenden Grillparty mussten die Teilnehmer auf die Grillkünste vom erst vor Kurzem verstorbenen Platzwart Reinhold Somweber verzichten. Man gedachte seiner mit einem zu ihm passenden Lied, das vielen Tränen in die Augen trieb.
Das Nostalgieturnier wird man in seinem Andenken auch weiterhin veranstalten.