Tiroler Bergbauern trafen sich in Elmen

Nach dem theoretischen folgte der praktische Teil. Dabei wurden nicht nur Wühlmäuse bekämpft, auch ein Nachsaatgerät konnte bestaunt werden. Foto: Hosp

Teilnehmerrekord und viel Input bei der Fachtagung im Bezirk Reutte

Anfang Oktober wurde vom Ländlichen Fortbildungsinstitut Reutte – gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Tirol, dem Maschinenring und der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Grünland und Viehwirtschaft (ÖAG) – im Gemeindesaal in Elmen ein Bergbauerntag veranstaltet.

Fachreferate sorgten für den perfekten theoretischen Input. Fütterungsberater Sebastian Ortner, Grünland- und Bioberater Lukas Peer von der LK Tirol und Mag. Caroline Winklmair als heimische Referentin sprachen im gut gefüllten Elmer Gemeindesaal.
Ein gesunder Pflanzenbestand liefert qualitativ hochwertige Grundfuttermittel wie Heu und Silage.  „Ausgehend von einem guten Pflanzenbestand bis hin zu einer schonenden Konservierung gibt es viele Erfolgsfaktoren“, erklärt Fütterungsreferent Sebastian Ortner.  Auch die Düngung beeinflusst den Pflanzenbestand ganz wesentlich, so verwies Lukas Peer ganz besonders auf die Rolle der Wirtschaftsdünger. „Gerade bei der Ausbringung müssen wir darauf schauen, dass wir die Stickstoffverluste reduzieren – damit die Nährstoffe dorthin kommen, wo wir sie brauchen.“  Grünlandwirtschaft ist aktiver Naturschutz. Abgestuft liefert sie ideale Bedingungen für viele Tier- und Pflanzenarten. Brachflächen hingegen führen zu einer Artenverarmung und einem einfältigen Lebensraum.  Aus Sicht einer Biologin stellte Caroline Winklmair die Thematik in ihrem Referat dar.
„Grünlandpapst“ Karl Buchgrabe erläuterte sehr praxisnah die verschiedenen Funktionen des Grünlandes  – vom Grundwasserschutz als Sauerstofflieferanten über die Selbstversorgung bis hin zur wertvollsten Kulturlandschaft. „Entscheidend für die Zukunft der Berglandwirtschaft ist die ehrliche Partnerschaft mit den Konsumenten. Wir müssen wieder mehr mit den Konsumenten kommunizieren und zeigen, wie Landwirtschaft funktioniert.“ So der Aufruf von Buchgraber.  Nach der Mittagsjause begaben sich die über 200 Schulungsteilnehmer auf nahegelegene Felder, um dort den praktischen Teil auszuüben. Dabei ging es um den richtigen Umgang mit Wühlmäusen, neue Technologien zur Schädlingsbekämfung und die Vorführung eines Nachsaatgerätes. Das LFI Reutte bedankt sich bei der Gemeinde Elmen und allen Beteiligten für  die gelungene Fachtagung.