Tiroler Getreide erlebt eine Renaissance

Setzen auf Regionalität: V.l. Christian Ruetz jun., die JB/LJ-Bezirksobleute Kathrin und Martin Mayr, VP-NR Hermann Gahr. RS-Foto: Schnöll

Jungbauernschaft/Landjugend will den Wert des Getreideanbaus beim Bezirkserntedankfest in Thaur vermitteln

Kommenden Sonntag, dem 16. September, findet in Thaur das Erntedankfest der Jungbauernschaft/Landjugend des Bezirkes Innsbruck-Land statt. Im Mittelpunkt wird heuer der Getreideanbau in Tirol stehen, der zur Zeit eine Renaissance erlebt. Vergangenen Donnerstag wurde bei einem Pressegespräch im Backhaus der Großbäckerei Ruetz in Kematen über die Aufbruchstimmung unter den Landwirten gesprochen. „Wir wollen dieses Getreideprojekt beim Erntedankfest nach innen und außen tragen und die damit verbundene Wertschöpfungskette anschaulich aufzeigen“, so Jungbauern/Landjugend-Bezirksobmann Martin Mayr.

„Der Getreideanbau wurde in den letzten Jahren in Tirol wieder angekurbelt. Auf  fast 700 Hektar Fläche  wird in unserem Bundesland Getreide angebaut und danach verwertet“, schildert VP-Nationalrat Hermann Gahr, der als Geschäftsführer des Maschinenring Tirol die Jungbauernschaft/Landjugend beim Bezirksernetdankfest untersützt. „Wir wollen diese Gelegenheit nützen, um eine konkrete Botschaft an die Tiroler zu richten. Denn dass der Getreideanbau wieder zunimmt, tut der Tiroler Landwirtschaft gut.“ Zum einen werde so die Landwirtschaft in Tirol vielfältiger, zum anderen zeige sich, dass diese Produktion auch regionale Wertschöpfung bringt. Und der Getreideanbau mit Fruchtfolge sei ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft. „Wichtig ist, dass die Bauern gute Vermarktungschancen mit einem fairen Preis bekommen“, betont der Abgeordnete.

LANGER, ABER MACHBARER WEG! Einer der größten Abnehmer von Tiroler Getreide ist die Bäckerei Ruetz in Kematen. „Wir betreiben selbst eine Landwirtschaft mit Getreideanbau. Zur Weitervermarktung in der Bäckerei war Ruetz der erste Bäckereibetrieb in Tirol, der selbst Getreide angebaut hat und wir sind froh, dass der Getreideanbau in Tirol wieder im Wachsen ist, weil wir auf Regionalität und Nachhaltigkeit setzen“, schilder Christian Ruetz jun., der beim Pressegespräch auch betonte, dass aktuell das ganze Jahr über sechs Brotsorten mit Tiroler Getreide hergestellt werden. „Ich wäre stolz darauf , wenn eines Tages alle unsere Brotsorten mit Tiroler Getreide hergestellt würden. Es ist ein langer, aber machbarer Weg“, so Christian Ruetz.

TOLLES RAHMENPROGRAMM. JB/LJ-Bezirksleiterin Kathrin Mayr berichtete, dass fast alle der 64 Ortsgruppen aus dem Bezirk am Erntedankfest in Thaur teilnehmen. „Alle haben sich Gedanken zum Thema Heimat gemacht, das sie in verschiedensten Formen, von Erntekronen bis zu Erntewägen, umsetzen“, so Mayr. Das Bezirksernetdankfest beginnt am Freitag, dem 14. September, und endet am Sonntag, dem 16. September, mit einem Festakt und Festumzug. Infos und Vorverkauf für die Zeltfestabende (Freitag „Zillertaler Mander“; Samstag „Hannah“. Sonntagnachmittag bei der Unterhaltung mit „Z3“ ist der Eintritt frei)) unter facebook/jungbauernschaftthaur