„Tirols Bauern produzieren auf höchstem Niveau“

Anna Rudigier (Ortsleiterin) und Andreas Kofler von der Ortsgruppe Kappl mit -Landesleiterin Stephanie Hörfarter und Landesobmann Dominik Traxl (v.l.) RS-Foto: Zangerl

Tiroler Jungbauernschaft stellt Kampagne vor

 

Ein kreatives Zeichen zur Stärkung der -Regionalität setzt -aktuell die Tiroler Jungbauernschaft. In 128 Tiroler Orten, -darunter 17 im Bezirk Landeck, finden sich selbst zusammen-gebaute -Kühlschränke, welche Konsumenten bei ihren -regelmäßigen -Kaufentscheidungen zum Nachdenken anregen -sollen. „Wie -regional ist dein Kühlregal“ ist der Titel dieser -kreativen -Kampagne, die in erster Linie sensibilisieren soll. -Äußerst aktiv in diesem Themenbereich zeigt sich die Jungbauern/Landjugend-Ortsgruppe Kappl.

 

Von Elisabeth Zangerl

 

17 Orte im Bezirk Landeck sind es, an denen an zentralen, stark frequentierten Plätzen jeweils eine, auf den ersten Blick eigenartig wirkende, Konstruktion zu finden ist. Die nachgebauten Kühlschränke, übrigens von den jeweiligen Ortsgruppen selbst mit einer einheitlichen Anleitung gebaut, tragen die Aufschrift „Wie regional ist dein Kühlregal“ und blieben während des ersten Wochenendes verschlossen. Unübersehbar war ein großes Fragezeichen – der Landesobmann der Tiroler Landjugend, Dominik Traxl vom Zammerberg, erklärt: „Die Gerüchteküche hat gebrodelt, kurze Zeit später haben wir die Kühlschränke, die mit regionalen Produkten gefüllt sind, geöffnet.“ Landjugend-Landesleiterin Stephanie Hörfarter ergänzt: „Insgesamt wurden im Rahmen der Aktion auch 20000 Infoflyer verteilt – die Rückmeldungen waren übrigens durchwegs positiv“, auch das Ziel der Kampagne wurde offensichtlich erreicht: „Die Kühlschränke regten viele zum Nachdenken und Diskutieren an, genau das haben wir uns von der Aktion erwartet“, erklären die beiden Leiter von Tirols größter Jugendorganisation mit über 18000 Mitgliedern.

 

Mehrwert bäuerlicher Erzeugnisse. Alljährlich nutzt die Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend die Sommerzeit dazu, auf wichtige Anliegen des ländlichen Raums aufmerksam zu machen. Das diesjährige Sommerprojekt widmete sich dem Thema „Wie regional ist dein Kühlregal“. „Es ist uns ein großes Anliegen, den Mehrwert hochwertiger bäuerlicher Erzeugnisse in den Köpfen der Konsumenten zu verankern, deswegen sind solche Aktionen für die Bewusstseinsbildung sehr wichtig“, so Landesleiterin Stephanie Hörfarter. Ihr Kollege, Landesobmann Dominik Traxl, ergänzt: „Wir möchten mit dieser Kampagne die Konsumentenschaft überzeugen, dass regionale Produkte einen Mehrwert mit sich bringen.“ Einzig und allein durch die Verwendung heimischer Produkte in unseren Küchen bleibt die Wertschöpfung in den Regionen und somit schließen sich die Kreisläufe.

 

Stärkt ländlichen Raum“. Rein statistisch gesehen ernährt heutzutage ein Bauer in Österreich 77 Menschen. So werden in Tirol auch 2098 Almen bewirtschaftet. Regional einkaufen macht also mehr als Sinn: „Der Kauf von regionalen Produkten stärkt die Landwirtschaft und somit den ländlichen Raum, zudem sichert dieser regionale Arbeitsplätze“, so Dominik Traxl, und: „Viele Leute befinden sich schon in einem Umdenkprozess. Es geht darum, einen fairen Preis zu zahlen – Tirols Bauern produzieren auf höchstem Niveau.“ Aber auch Tipps und Ratschläge hat die Tiroler Landjugend durch diese Kampagne bereits erhalten. „Einige Passanten wünschen sich in einigen Sparten noch mehr Produkte, darüber hinaus ist es für ältere oder alleinstehende Menschen oftmals nicht einfach, das gewünschte Produkt in der angemessenen Menge und Verpackung zu erhalten“, informieren Traxl und Hörfarter. Das Jahresprojekt der Tiroler Landjugend ist konzipiert als „Ortsgruppenprojekt“. Das Engagement der einzelnen Ortsgruppen loben der Landesobmann und die Landesleiterin: „Insgesamt haben sich 7500 junge Menschen intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt“, erklärt Stephanie Hörfarter.

 

Aktive Ortsgruppe Kappl. Der offizielle Pressetermin zu dieser Kampagne fand am 6. August in Kappl statt – aus einem besonderen Grund, denn die Ortsgruppe setzt bereits wesentliche Akzente im Bereich der Regionalität: „Regionalität ist in unserer Ortsgruppe ein sehr wesentliches Thema – viele unserer Bauern in Kappl produzieren selbst“, erklärt die Ortsleiterin Anna Rudigier, „die Leute können bei dieser Sommeraktion erkennen, dass auch in Tirol viele regionalen Produkte hergestellt werden – es ist wichtig, die Gesellschaft darauf aufmerksam zu machen.“ In Kappl beispielsweise findet jeden Freitagabend ein Bauernmarkt statt, organisiert von den Ortsbäuerinnen. Die Kappler Jungbauernschaft präsentiert altes Handwerk: „Hierbei zeigen wir traditionelle Kulturtechniken, wie zum Beispiel Brot backen“, erklärt Anna Rudigier.

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Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.