Trotz aller Rekorde nicht auf dem Erfolg ausruhen

Präsident Christoph Walser (r.) überbrachte die Glückwünsche der Wirtschaftskammer Tirol. RS-Fotos: Claus

Plansee Group ehrt Arbeitsjubilare für 25, 30, 35, 40 und 45 Jahre im Unternehmen

Festlich gedeckte Tische und die Plansee-Werkskapelle empfingen die langjährigen Mitarbeiter bei der alljährlichen Jubilarehrung im Walter-Schwarzkopf-Saal. Die Jubilare wurden von Vorstand Bernhard Schretter begrüßt und anschließend von seinem Vorstandskollegen Karlheinz Wex einzeln vorgestellt. Der Abend klang in kameradschaftlicher Atmosphäre mit einem gemeinsamen festlichen Menü aus.

Von Uwe Claus

Unter den Ehrengästen, die Vorstand Schretter begrüßen konnte, waren Plansee-Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Michael Schwarzkopf, Landesrat Johannes Tratter, WK-Vorsitzender Christoph Walser sowie AK-Kammerrat Sieghard Wachter.
Den Reigen der Ansprachen eröffnete Betriebsratsvorsitzender Christoph Scheiber, der Freiheit und Demokratie als Grundsteine des Landes hervorhob und den respektvollen Umgang untereinander forderte, der mehr und mehr verloren ginge. „Es gilt, die Meinung jedes Einzelnen zu respektieren und konstruktive Kritik anzuerkennen“, so Scheiber und fügte hinzu: „Sie sind ein Teil der Erfolgsgeschichte von Plansee und Ceratizit – in der Vergangenheit bis zum heutigen Tag.“ Es gelte, die Erfahrung der langjährigen Mitarbeiter als Kapital an nachfolgende Generationen weiterzugeben, um auch in Zukunft auf dem Markt bestehen zu können.
Vorstand Bernhard Schretter sprach den Arbeitsjubilaren seine Wertschätzung und Dankbarkeit für ihre langjährige Beschäftigung und Beständigkeit im Unternehmen aus. „Wir durften eine Reihe von Rekorden verbuchen und können mit Freude und Stolz sagen, dass wir derzeit weltweit erfolgreich unterwegs sind“, stellte Schretter fest. Gleichwohl dürfe es ein Stehenbleiben und Ausruhen in Anbetracht eines intensiven Wettbewerbs aus China, politischen Turbulenzen in aller Welt und den Herausforderungen des digitalen Wandels nicht geben. „Trotz aller Rekorde müssen wir genau unterscheiden, auf was unsere Leistungen beruhen und dort – wo wir Märkten, Spekulationen und Rohstoffpreisen ausgesetzt sind – nur bedingten Einfluss haben.“

Für 40 Jahre im Dienst der Plansee Group wurden Marianne Scheiber, Florian Kerber, Frank Spitzenstätter, Gebhard Zobl, Hans Bernhard Aigner, Johannes Baumann, Erwin Kathrein, Robert Ranacher, Harald Tscharnuter, Klaus Pirktl und Helmut Male geehrt.

An die Jubilare gewandt, sagte Schretter: „Es sind viele Faktoren, die für Erfolg und Rekorde verantwortlich sind. Ein wesentlicher Faktor dafür ist Erfahrung. Wir zählen darauf, dass Sie ihre jahrzehntelange Erfahrung weiterhin einbringen werden, damit Erfolg nicht zur Gewohnheit wird, sondern ein Resultat fokussierter Arbeit ist.“ Ein Schlüsselthema des Unternehmens müsse es sein, die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, auszubauen und in manchen Bereichen sogar wiederzuerlangen. Der Mangel an Fachkräften als Herausforderung und die Digitalisierung als Chance für die Plansee Gruppe sind dabei nur ein Teil der Aufgaben, die das Unternehmen in nächster Zeit verstärkt beschäftigen werden.

Ausnahmestellung.
Nicht weniger als 45 Dienstjahre konnten Kunibert Kugler, Herbert Schennach, Reinhold Jenul, Gerhard Bacher, Klaus Scheidle, Robert Ortner, Zihni Tiytili, Walter Plank, Artur Egger, Peter Ralser, Klaus Jordan und Johann Posch vorweisen.

Die Vertreter des Landes sowie der Wirtschafts- und Arbeiterkammer Tirol betonten die herausragende Stellung der Plansee Group. „Das Unternehmen mit seiner Betriebskultur ist eine Perle unter den Tiroler Betrieben“, stellte Landesrat Tratter fest. WK-Vorstand Walser lobte die hervorragende Ausbildung von Fachkräften und die Bemühungen, Bildung als zentrales Thema innerhalb des Betriebes zu betrachten. Kammerrat Wachter zollte dem Unternehmen seinen Respekt für die langjährige Beschäftigung von Mitarbeitern. „Die Plansee Group ist der Beweis dafür, dass auch am Rande von Tirol eine Firma bestehen kann, die Weltruf genießt“, sagte er.

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