Über sich hinaus wachsen

Die Deutsche Jaqueline Fritz gewinnt in der Gruppe Frauen AL-2. Foto: Daniel Horvath

Sensationelle Leistungen beim Paraclimbing-Event im Kletterzentrum Imst

69 Starter aus 13 Nationen in 18 verschieden eingestuften Behindertenklassen zeigten dieses Wochenende Leistungen, die nur wenige nachvollziehen können. Unglaubliche sportliche Talente zeigten auch in diesem Jahr ihr Können auf der Kletterwand.

Von Barbara Heiss

Blinde Athleten steigen, über Headset angeleitet, durch die 18 Meter hohe Wand am Sonnendeck und hinterlassen beim Publikum den Eindruck, als wären „Sehende“ unterwegs. Rollstuhlfahrer hanteln sich die zehn Meter überhängende Route hinauf. Menschen, denen ein Bein fehlt, sei es seit der Geburt oder durch einen Unfall, zeigen, dass dies keine Beeinträchtigung bei der Ausübung des Klettersports sein muss.

Kämpfer.

Allen gestarteten Athleten gilt aus der Sicht der Veranstalter ein hohes Lob. Die Leistungen sind unglaublich und die vielen Topbegehungen zeigen, dass sich das Niveau, seit Beginn des Paraclimbing Events in Imst vor fünf Jahren, um einiges verbessert hat. Und das obwohl in diesem Jahr aufgrund der gestiegenen Teilnehmerzahl um einiges schwerere Routen gebaut wurden. Insgesamt mussten die Athleten sechs Routen bewältigen. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg – auch nach der Siegerehrung dachte kaum ein Teilnehmer ans Heimfahren. Viele waren auch danach motiviert, jene Routen außer Konkurrenz zu probieren, die sie beim Bewerb nicht bis zum Top durchstiegen hatten.

Voller Erfolg.

Für Andy Knabl war es mit seinem Organisationsteam und Chefschiedsrichterin Sabine Knabl auch in desem Jahr wieder ein tolles Event – der Ablauf war sehr familiär und ruhig. Die Dankbarkeit der Kletterer zeigte, dass diese Art der Bewerbe sehr positiv aufgenommen wird, wichtig für die sportliche Motivation der Athleten ist und im nächsten Jahr fortgesetzt werden sollte.

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