Unkomplizierte Hilfestellung

Der Vorstand wurde im Amt bestätigt: Gertraud Krabichler, Monika Bock, Dekan Martin Komarek, Obmann Bruno Bock, Kassier Franz Handle, Obmann-Stellvertreterin Leonarda Vorhofer, Bgm. Wolfgang Jörg und Hans Vorhofer (v.l.). Nicht im Bild: Schriftführerin Heidi Senn. RS-Foto: Unterpirker

Landeck: vorbildliche Vinzenzgemeinschaft St. Martin

 

Ein vorbildliches Engagement legt die Vinzenzgemeinschaft St. Martin der Pfarre Maria Himmelfahrt seit ihrer Gründung im Jahr 1997 an den Tag. Seit damals leitet Bruno Bock als Obmann hervorragend die Geschicke des Vereins, der immer wieder mit -(finanzieller) Unterstützung die Not Hilfesuchender lindert.

 

Von Albert Unterpirker

 

Hilfe erfolgt durch die Vinzenzgemeinschaft nach persönlichem Kontakt, vorwiegend mit Naturalien und nur in Ausnahmefällen mit Bargeld. Familien und Einzelpersonen werden in Form von Lebensmittel- und Bekleidungsgutscheinen, der Bezahlung der Familienhelferin, Miet-, Strom-, Betreuungs- und Beratungskosten unterstützt (hierbei wird größter Wert auf Vertraulichkeit gelegt). Aber auch zahlreiche andere Tätigkeiten umfasst die Arbeit der Vinzengemeinschaft St. Martin in Landeck, etwa die Mitarbeit in Arbeitskreisen sowie Selbsthilfegruppe, die Organisation der Caritas-Haussammlung und die jährliche Krankensalbung oder „Essen auf Rädern“. Aufgebracht werden die Mittel dazu durch Spenden der aktiven und fördernden Mitglieder, Spenden der „Teilen-Gruppe Landeck“ und Sammlungen (z.B. Elisabethsonntag). Es gibt also jede Menge zu tun für den Verein, vor allem aufgrund einer immer größer werdenden Not. Dementsprechend umfangreich präsentierte sich der Bericht des Obmanns bei der Jahreshauptversammlung im Neuen Widum. „Tirolweit konnten Hilfsbedürftigen insgesamt 700.000 Euro (ohne Abzug, Anm.) zur Verfügung gestellt werden“, blickt Bruno Bock auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Im Mai des Vorjahres wurde wieder die allgemeine Krankensalbung für alle Pfarrmitglieder im Alter von 75 Jahren organisiert. Eingeladen wurden 428 Personen, davon 76 Ehepaare. „An der Krankensalbung haben zwischen 110 und 120 Personen teilgenommen, und 68 Personen sind ins Altersheim zu Kuchen und Kaffee gekommen“ (mit 16. Mai steht der nächste Termin der „allgemeinen Krankensalbung“ bereits fest). Vorbildhaft ebenfalls das Engagement des Vereins hinsichtlich der Geburtstagswünsche, die an über 400 Personen im Jahr gerichtet werden.

 

FROH & DANKBAR. Die Vinzenzgemeinschaft unterstützt in Not geratene Menschen aber auch finanziell. Dabei erfolgt die Hilfe u.a. durch Bezahlung von Rechnungen für Miete und Strom, Selbstbehalte bei Therapien und Fahrtkosten. Zudem werden Gutscheine des Martiniladens und Lebensmittelgutscheine einer Handelskette (manchmal auch Bekleidungsgutscheine) zur Verfügung gestellt und Anträge um Finanzhilfen vorbereitet. Bettlern aus Rumänien, Ungarn und anderen Ländern, „wo meistens drei oder vier nacheinander kommen“, werden 5 Euro bzw. 2 Euro gegeben. Bock: „Es soll jeder zumindest eine Kleinigkeit bekommen!“ Die Ausgabe erfolgt durch Dekan Martin Komarek. Von den diversen Geldsammlungen blieben im Vorjahr 1.208 Euro in der Pfarre. Martin Komarek bedankte sich für die Bereitschaft, in der Vinzenzgemeinschaft mitzumachen: „Ihr seid unkompliziert für Hilfesuchende da – ich bin sehr froh und dankbar für eure Arbeit!“ Bgm. Wolfgang Jörg sieht die Vinzenzgemeinschaft als sehr wichtige Einrichtung. „Bruno, du und dein Team – ihr macht eine beeindruckende Arbeit!“ Bei den Neuwahlen wurde der komplette Vorstand im Amt bestätigt. Übrigens: Wer selbst im Verein mitwirken möchte, möge sich beim Obmann melden (0544266980). Alle freuen sich über weitere Mitglieder.

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Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.