„Unsere Qualität ist die Begegnung“ (Franz-Peter Witting)

Der Lebenshilfe-Vorstand: v.l. Anton Brandner (Kassier und Elternvertreter), Bruno Dengg (Schriftführer), Cordula Müller (Beirätin), Peter Müller (Obmann) und Franz-Peter Witting (Regionalleiter Lebenshilfe Tirol GmbH, Reutte). Zum Vorstand zählen noch BR Sonja Ledl-Rossmann (Obmann-Stellvertreterin) und Robert Mages (Vertreter Menschen mit Behinderung), beide sind nicht auf dem Bild und waren entschuldigt. RS-Fotos: Weber

Lebenshilfe Reutte lädt zum 40. Geburtstag

Anlässlich des runden Jubiläums der Lebenshilfe Reutte wird am 9. November im Veranstaltungszentrum Breitenwang gefeiert. Die Landesmusikschule Reutte und die „School of Dance“ umrahmen den Festakt. Die Bevölkerung ist zum Mitfeiern herzlich eingeladen! 

Von Michaela Weber

Der Obmann der LH Reutte, Peter Müller, eröffnete die Pressekonferenz: „Wir dürfen fortführen, was große Visionäre vor 40 Jahren begonnen haben.“
1978: Wurde der innovative Bau der Werkstätte in der Tränkesiedlung von Dr. Tschiderer initiiert. Der damalige Bezirkshauptmann, Theo Amann, war ebenfalls maßgeblich beteiligt. Damals wurden 17 Menschen von fünf Mitarbeitern betreut.
2018: Aktuell werden 78 Menschen mit Behinderung von 82 Mitarbeitern in verschiedenen Lebenssituationen unterstützt. Die Lebenshilfe Reutte ist an sechs Standorten tätig. Regionalleiter Franz-Peter Witting ist froh über die Entwicklung. Heute steht im Leitbild, dass die Lebenshilfe eine beherzte Wegbegleiterin für Menschen mit Behinderung ist. Barrierefreiheit und Inklusion in allen Lebensbereichen soll ermöglicht werden. Unter Inklusion versteht man gleiche Rechte für Menschen, die verschieden oder anders sind. Jede/r Einzelne wird in seiner und ihrer Verschiedenheit als vollwertig ernst genommen. Die Selbstbestimmtheit steht im Vordergrund.

Sprecher.

Für die Hauptbereiche Arbeiten und Wohnen wurde eine Sprecherstruktur aufgebaut. Beide Sprecher für Tirol kommen aus dem Bezirk Reutte. Auch die angebotene Peer-Beratung (Menschen mit Behinderung beraten Menschen mit Behinderung) findet großen Anklang.

Standorte/Angebote.
Martin Schennach bei der Herstellung ökologischer Anzünder.

In der „Tränkewerkstatt“ arbeiten die Klienten in der Tischlerei, Papierwerkstatt, im Cafe´ und der Küche. Garten und Hausmeisterarbeiten werden ebenfalls von Menschen mit Behinderung erledigt. Das Projekt „Rassenhühnerzucht“ wird im Garten der Werkstatt betrieben. Projektleiter Christian Schneider freut sich über die gute Zusammenarbeit mit verschiedenen Kindergärten und dem Tier- und Spielpark Bichlbach. Im Speckbacherhaus hat sich mit Lechlog ein starker Wirtschaftspartner gefunden. Hier ist ein kleiner Geschenkeshop mit Cafe´ integriert. Im Innovationszentrum in Pflach sind eine Werkstatt sowie die Arbeitsorientierung und die JobChanceTirol angesiedelt. In der Planseestraße und in der Gätteräckersiedlung werden Klienten in Vollzeit in begleiteten Wohneinheiten betreut. Das Mobile Angebot richtet sich an Menschen, die zuhause – ambulant – begleitet werden. Für Kinder und Jugendliche kann Frühförderung und Freizeitassistenz sowie auch Familienbegleitung beansprucht werden.

Struktur.

Die Lebenshilfe ist eine GmbH mit Trägerverein. „Wir verstehen uns als Menschenrechtsorganisation“, erklärt Witting.
Klienten und Mitarbeiter freuen sich schon sehr auf das Fest und hoffen auf viele gutgelaunte Besucher, am 9. November im VZ!

Über Oberländer Rundschau

Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.