„unus mundus” and friends

„unus mundus“ – „eine Welt“ gibt musikalisch die Antwort auf die Frage „Why we sing" – „Warum wir singen.“ RS-Foto: Schretter

Ein Konzert, das erklärte: „Why we sing“ – „Warum wir singen“

„unus mundus” ist der Name, den ein Chor trägt, der im Sommer 2017 entstanden ist, um durch Musik und Gesang die „eine Welt” zusammenzuführen. Gemeinsam mit einem Schülerchor des BG/BRG Reutte, der Band Donegal und einem Sextett brachte der Chor seine Idee bei einem Konzert in der St. Anna Kirche in Reutte stimmungsvoll zum Ausdruck.

Schon zu Beginn des Konzerts zeigte sich die Eigenart von „unus mundus”. An beiden Seitengängen des Kirchenraumes zogen die Sängerinnen – ganz in Weiß gekleidet – mit bedächtigem Schritt und ein indisches Mantra singend, ein. Im Mittelgang kam der Schülerchor der Klasse 1b des Gymnasiums Reutte, unter der Leitung von Uli Wetzel, nach vorne zum Altarraum.
So wurde die Entstehung des Chores bildlich dargestellt. „Wir sind eine Gemeinschaft von Sängerinnen und Sängern, die sich gemeinsam auf den Weg macht, um zu berühren und zum Nachdenken anzuregen“, erklärte Regina Kerle bei ihrer Begrüßung.
Gayatri, das indische Mantra, erzählt, dass Musik ein niemals endendes Geschenk ist, keine Grenzen kennt und immer wieder zurückkommt – und das in allen Sprachen. „Darum singen wir“, so die Einladung, diesem ungewöhnlichen, eindrucksvollen und berührenden Konzert zu lauschen, in sich zu gehen und sich von der Musik tragen zu lassen.  Dass beim Konzert bewusst auf Weihnachtslieder verzichtet wurde, überraschte, tat aber keinesfalls Abbruch.
Besonders berührend war ein irisches Lied aus dem 15. Jahrhundert. „This Endris Night“ handelt von einer stillen Unterhaltung Marias mit Jesus, bei der Jesus seine Mutter bittet, ihn solange zu behüten, bis seine Zeit gekommen sei. Donegal verstand es, diese schöne Musik des 15. Jahrhunderts stimmungsvoll ins 21. Jahrhundert zu tragen. Der Kirchenraum von Sankt Anna war ganz vom sanften und doch so starken Klang des Liedes erfüllt. Die Premiere von „unus mundus” ist geglückt. Als Zugabe gaben alle Mitwirkenden noch ein gemeinsames Lied zum Besten, bedankten sich beim Publikum und versprachen, ihr Chorkonzept – gemeinsam mit Freunden zu singen – auch in Zukunft beizubehalten.