Vereint im Endspurt

Gemeinsam für die Volkspartei: Imst-Bürgermeister Stefan Weirather, Christoph Eiter, Herbert Mayer, Brigitte Flür, Christoph Schultes, Elisabeth Pfurtscheller, Landtags-Vizepräsident Toni Mattle, Beate Scheiber, Petra Erhart-Ruffer und Brigitte Wüster (v.l.) RS-Foto: Matt

Wahlkampf-Finale der Oberländer Volkspartei-Kandidaten

Wenn am kommenden Sonntag die Nationalratswahl geschlagen ist, dürfen nicht nur die umworbenen Stimmberechtigten, sondern freilich auch die Kandidaten der politischen Bewerber wieder aufatmen. Vergangene Woche stellten Elisabeth Pfurtscheller als Oberländer Spitzenkandidatin der Volkspartei gemeinsam mit den Listenplatz-Inhabern aus den Bezirken Imst und Landeck auf der Zielgeraden neuerlich die eigenen Argumente vor.

Von Manuel Matt

Viele Parteifreunde seien an diesem Mittwochvormittag in der Trofana-Raststätte nahe Mils bei Imst gekommen – ein Zeichen für Geschlossenheit, freut sich Elisabeth Pfurtscheller als Oberländer Spitzenkandidatin im laufenden Nationalratswahlkampf der Volkspartei. Thematisch setzt die amtierende Nationalratsabgeordnete aus dem Außerfern auf Regionales. Ganz oben auf der Liste steht so der Tunnelbau durch den Tschirgant, der sich auch im Falle einer Regierung unter erneuter Führung der Volkspartei im Regierungsübereinkommen wiederfinden soll, verspricht Pfurtscheller. Die Menschen hätten die Verkehrsentlastung gerade im Gurgltal und am Mieminger Plateau längst verdient, betont die 55-Jährige: „Außerdem profitieren alle von schnellerem Verkehr!“

Von Gesundheit bis zum Schutz vor Gewalt

Priorität möchte Pfurtscheller ebenso der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum einräumen. Sichergestellt werden soll dies durch die Einführung von Stipendien für zukünftige Landärzte sowie dem Finden einer Lösung bei den Hausapotheken, die in erster Linie praktikabel sein soll. Ausgebaut werden soll auch das Pflegewesen – samt Einführung von Entlastungsdiensten und „Pflege-daheim-Bonus“, der pflegenden Angehörigen jährlich 1.500 Euro bescheren soll. Eine seit vielen Jahren, von vielen Seiten geäußerte Forderung steht auch im Pfurtscheller-Programm: Ein Frauenhaus im Oberland – oder zumindest die Bereitstellung von Übergangswohnungen. „Westlich von Telfs gibt es leider momentan nichts“, bedauert Pfurtscheller.

Fülle an Kandidaten

Unterstützung für das vorliegende Programm, aber auch eigene Schwerpunkte äußerten anschließend die anwesenden ÖVP-Kandidaten im Oberland-Wahlkreis. Petra Erhart-Ruffer aus Serfaus fordert beispielsweise mehr Unterstützung für Frauen und Familien und führt an, dass der Tschirganttunnel auch im Bezirk Landeck ein großes Thema sei. Kinderbetreuung ist derweil der Imster Gemeinderätin Brigitte Flür ein großes Anliegen, ebenso wie ein Ausbau der Ganztagsschulen und die Integrationsarbeit. Gegen eine „fatale“ CO2-Steuer, aber für eine Offensive im öffentlichen Verkehr macht sich Brigitta Wüster aus Imst stark. Großes Augenmerk – auch aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit – legt die Landecker Gemeinderätin Beate Scheiber auf das Pflegethema, das bei ausbleibendem Handeln die Gesellschaft „überrollen“ könnte und Angebote vor Ort brauche. Eine Attraktivierung der Lehre, eben auch besonders im Pflegebereich, regt Christoph Schultes aus Nassereith auch als Geschäftsführer des Seniorenbundes an. Das Ziel „Keine Regierung ohne ÖVP“ gibt Kaunertal-Bürgermeister Josef Raich aus. Um Tempo in puncto Tschirganttunnel und Unterstützung beim Skigebietszusammenschluss Pitztal-Ötztal bittet Christoph Eiter, Wirtschaftsbund-Obmann in Sankt Leonhard. Zwei konkrete Forderungen äußert abschließend Herbert Mayer als Stadtpartei- und Wirtschaftsbund-Obmann aus Landeck: Eine dringend notwendige Veränderung im Finanzschlüssel zwischen Gemeinden, Land und Bund, gerade nach Naturereignissen, sowie die Überführung der Bundesgewässer in Bundesverantwortung.