„Verkehrskonzept 2035“ im Reifeprozess

Beim Sicherheitszentrum staut sich immer wieder der Verkehr. Ein im „Verkehrskonzept 2035“ enthaltener Kreisverkehr könnte das Problem lösen.  Foto: MGT/Dietrich

In Telfs soll mit der Umsetzung der ersten Phase bald begonnen werden – Die Bürger sind in das Projekt eingebunden

Auf der B 171 östlich vom Sicherheitszentrum Telfs soll schon bald ein Kreisverkehr errichtet werden. Die „Ertüchtigung“ dieses wichtigen Verkehrsknotens ist eine der wesentlichen Maßnahmen, die im Rahmen des „Verkehrskonzepts 2035“, das in der jüngsten Gemeinderatssitzung präsentiert wurde. Diese Woche soll es ein Bürgerforum geben und voraussichtlich am 14. Juni eine Gemeindeversammlung im Rathaussaal, wo das „Verkehrskonzept 2035“ diskutiert wird. 

Nach zwei Jahren Vorarbeit war es bei der Gemeinderatssitzung am vorletzten Donnerstag endlich so weit: Bauamtsleiter Andreas Kluibenschedl stellte die Grundzüge vor und erklärte, warum das „Verkehrskonzept 2035“ notwendig ist. In der Marktgemeinde kommte es immer wieder zu Verkehrsproblemen. Etwa bei der Kreuzung östlich des Sicherheitszentrums, bei der so genannten „Fuggerkreuzung“ sowie im Obermarkt und im Untermarkt. Die Umsetzung des „Verkehrskonzepts 2035“ soll in vier Phasen geschehen. In der ersten Phase sind folgende Maßnahmen vorgesehen:

Ertüchtigung Knoten B171/B189, also ein großangelegter Kreisverkehr mit Bypässen;

Zufahrt Schreierparkplatz über Josef-Schöpf-Straße öffnen;

Mehrzweckstreifen Saglstraße und Olympstraße;

Geh-/Radwegverbindungen im Ortszentrum;

Neue Südausfahrt Inntalcenter;

Gestaltung und Verordnung Untermarkt/Obermarkt als Begegnungszone;

Förderung E-Mobilität und Bewusstseinsbildung;

Überdachte Radabstellanlagen.

Begleitende Maßnahmen wären unter anderen die Einsetzung eines Mobilitätsbeauftragten als Initiator und Koordinator von Aktionen sowie als Schnittstelle für die Gemeinde-Bürger. Dazu kämen noch eine entsprechende Bewusstseinsbildung und Kommunikationsarbeit.

MITSPRACHERECHT FÜR DIE BÜRGER. In den weiteren Phasen werden bis 2035 die räumliche Dimension des Konzeptes über den Ortskern hinaus erweitert und eventuell nötige zusätzliche Verkehrsverbindungen entwickelt. Eine große Rolle spielen dabei Mobilitätspunkte – Bereiche in Siedlungsgebieten, an denen Anbindungen für mehrere Verkehrsmittel (Bus, Radanlage, Mitfahrbank usw.) eingerichtet sind. „Es wird alles Zeit dauern – es sind viele Gespräche zu führen und wir müssen die Finanzmittel bereitstellen. Außerdem sind jeweils separate Beschlüsse für die Einzelmaßnahmen nötig“, führte Bürgermeister Christian Härting an. Er bezeichnete das „Verkehrskonzept 2035“ als ein Bündel von Maßnahmen, die einzeln mit allen Beteiligten diskutiert werden müssen.  Der Gemeinderat nahm die Präsentation mit Interesse und Zustimmung zur Kenntnis. Es war vorher schon im kombinierten Bau- und Verkehrsausschuss einhellig positiv angenommen worden. Voraussichtlich am 14. Juni gibt es eine Gemeindeversammlung, bei der die Bürger ihre Meinung und allfällige Vorschläge einbringen können, am 22. Juni soll das Konzept im Gemeinderat beschlossen werden.

Auch die so genannte „Fuggerkreuzung“ ist eine Stauzone, die dringend entschärft werden sollte. RS-Foto: Schnöll