„Versorgungsverantwortung“

Kernthemen der „St.Vinzenz“-Reform sind Auslastung, Forcierung von tages- und wochenklinischen Leistungen, Teilhabe an integrierten Versorgungsprogrammen wie Palliativ- und Hospizversorgung oder Behandlungspfad Herzinsuffizienz und Etablierung einer Übergangs- und Schwerpunktpflegeeinrichtung. RS-Foto: Archiv

„Spitalsreform“ wohl ohne gravierende Einschnitte im Krankenhaus Zams

 

LR Bernhard Tilg will das Tiroler Gesundheitssystem u.a. mit einer „Spitalsreform“ absichern. Das Krankenhaus in Zams dürfte aus derzeitiger Sicht nicht massiv betroffen sein.

 

Von Daniel Haueis

 

Die Landeszielsteuerungskommission hat im Herbst 2018 die Überarbeitung des stationären Regionalen Strukturplanes Gesundheit 2025 in Auftrag geben. „Im Fokus stehen Maßnahmen zur Spitalsentlastung, zur Kostendämpfung und zur besseren Abstimmung medizinischer Leistungen zwischen den Krankenhäusern“, betont Vorsitzender Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg. Begonnen wurde die Weiterentwicklung dieses „Tiroler Krankenanstaltenbettenplanes“ mit Gesprächen mit den betroffenen Krankenhäusern – auch in „St. Vinzenz“ in Zams. Gravierende Eingriffe wie möglicherweise in anderen Tiroler Spitälern sind nicht zu erwarten: „Das Krankenhaus Zams hat eine hohe Versorgungsverantwortung und Versorgungsleistung für das Tiroler Oberland und die Bezirke Landeck und Imst. Die Spitalsreform ‚Stationärer Regionaler Strukturplan 2025‘ betrifft auch den Standort Zams, aber in anderem Umfang wie die Krankenhäuser im Zentralraum“, sagt Tilg. Kernthemen der „St.Vinzenz“-Reform seien Auslastung, Forcierung von tages- und wochenklinischen Leistungen, Teilhabe an integrierten Versorgungsprogrammen wie Palliativ- und Hospizversorgung oder Behandlungspfad Herzinsuffizienz und Etablierung einer Übergangs- und Schwerpunktpflegeeinrichtung zur Spitalsentlastung. Reformvorschläge gibt’s bereits, Krankenhaus-Chef Bernhard Guggenbichler wird sie nun intern prüfen, wie das Krankenhaus auf RUNDSCHAU-Nachfrage hin mitteilt – es wird bestätigt, dass sich „nix Großartiges“ ändern dürfte. Derzeit werden in Zams ja bekanntlich sogar Betten „gebaut“: Psychiatrie, Neurologie bzw. Akutgeriatrie/Remobilisation sind vorgesehen, damit diese wichtigen Versorgungsbereiche den Oberländern „im Sinne der regionalen Ausgewogenheit zur Verfügung gestellt werden“ können, so Tilg. Bei der Finanzierung von „St. Vinzenz“ (Abgangsregelung) ist laut dem Landesrat übrigens aktuell keine Änderung vorgesehen.

 

LR Bernhard Tilg: „Die Spitalsreform ‚Stationärer Regionaler Strukturplan 2025‘ betrifft auch den Standort Zams, aber in anderem Umfang wie die Krankenhäuser im Zentralraum.“ RS-Foto: Haueis