„Visionen für Europa“

Katharina Zangerl mit den Volt-Österreich-Vorstandskollegen Cyrus Rostami und Frederik Olivanti (v. l.) Foto: Christian Hlinak

Die Zammerin Katharina Zangerl ist Österreich-Vorstand der paneuropäischen Partei „Volt“

 

„Es sollten jene Menschen an der Verbesserung der EU arbeiten, die Visionen für diesen Kontinent haben“, sagt Katharina Zangerl. Die gebürtige Zammerin tut genau das als Vorstand der paneuropäischen Partei Volt.

 

Von Daniel Haueis

 

„Ich bin schon europäisch von Geburt an durch einen österreichischen, Zammer Vater und eine deutsche Mutter“, erklärt Katharina Zangerl. Sie ist in Zams aufgewachsen und hat die Sommer meist in Deutschland verbracht – „Grenzen in Europa waren für mich immer offen und gehören auch so“, sagt die 30-Jährige. Nach der Handelsakademie hat sie in Innsbruck, Wien, England und Belgien Politikwissenschaften und Internationale Beziehungen studiert. Es folgte ein Consultant-Job in Brüssel, später Öffentlichkeitsarbeit einer Frauenrechtsorganisation in Wien und derzeit die Projektkoordination in einer NGO in Wien (www.act-n-o-w.com/de/). Und sie ist auch politisch tätig – als eine von drei Österreich-Vorständen der paneuropäischen Partei „Volt“.

 

EUROPA VERBESSERN. „Ich habe durch mein Studium und meine Arbeit einen recht guten Einblick in die Art und Weise, wie Politik gemacht wird, bekommen. Das ewige Marketingspiel um Stimmen, ohne Lösungsstrategien anzubieten bzw. welche zu erarbeiten, das hat mich immer schon genervt. Gleichzeitig dachte ich auch immer, dass mich das aber persönlich eigentlich nichts anginge – irgendjemand anderer wird das schon richten. Spätestens nach Brexit allerdings habe ich verstanden, dass uns das alle etwas angeht – auch mich. Brexit hat gezeigt, dass es Kräfte gibt, die massiv und strategisch an der Zerstörung des erfolgreichsten, zivilisatorisch-hochwertigsten Friedensprojekts der Menschheitsgeschichte arbeiten“, begründet die Zammerin ihr Engagement. Europa könne man kritisieren, aber die Kritik an Europa will sie nicht länger denen überlassen, die es kaputt machen wollen: „Es sollten jene Menschen an der Verbesserung der EU arbeiten, die Visionen für diesen Kontinent haben.“ Und Volt Europa habe genau das – es ist eine Bewegung von Menschen vom gesamten Kontinent, die verbessern wollen. „Volt will die Art wie Politik gemacht wird grundlegend verändern, Volt will über Grenzen hinweg, lösungsorientiert die Zukunft Europas bauen und dabei die Menschen in den Mittelpunkt stellen“, sagt Zangerl.

 

UNTERSCHRIFTEN NÖTIG. Katharina Zangerl kandidiert übrigens nicht (falls eine Kandidatur möglich ist): „Wir haben uns im Vorstand dafür entschieden, dass niemand von uns auf der Wahlliste stehen soll.“ Eine der Kandidaten ist Tirolerin – die Innsbruckerin Anastasia Il. Näheres über Volt Österreich und die Ziele gibt’s auf www.voltoesterreich.org. Untertitel: Let’s make people believe in politics again! Für eine Kandidatur ist aber noch Unterstützung nötig: Bis 12. April können Unterschriften geleistet werden. Unterstützungserklärungen gibt’s auf www.voltoesterreich.org/declaration_of_support, sie ist im Gemeindeamt im Beisein eines Beamten zu unterschreiben. Als Identitätsnachweis ist ein Lichtbildausweis erforderlich. Die bestätigte Unterstützungserklärung ist dann per Post an Volt Österreich, Paniglgasse 15/42, 1040 Wien, zu schicken.