Von Ehrwald über Verona bis nach Lesotho

Eindrucksvoll demonstrierten die Kinder der ersten und zweiten Klassen, dass Bildung für die Schüler im südafrikanischen Lesotho keine lästige Pflicht, sondern eine wertvolle Chance ist. RS-Foto: Wimmer

Bei der Schulabschluss-Feier der NMS Ehrwald unterhielten die Kinder mit aufschlussreichen und amüsanten Theater-, Gesang- und Tanzeinlagen

Mutig, phantasievoll und kreativ zeigten sich die Buben und Mädchen der NMS Ehrwald auf ihrer Schulabschluss-Feier im Ehrwalder Zugspitzsaal Ende Juni. Mit einer gut zweistündigen Show boten sie Eltern, Familienangehörigen und Ehrengästen einen unterhaltsamen Abend. Theater, Sketche, Gesang und Tanz handelten u.a. vom trickreichen Schul(sport)alltag, Romeo & Julia sowie Kindern im südafrikanischen Königreich Lesotho.

Von Juliane Wimmer

Auch Loriots „Jodel-Diplom“ – vorgetragen von den Schülerinnen und Schülern der 3B – sorgte für zahlreiche Lacher. RS-Foto: Wimmer

Gleichzu Anfang beeindruckten die Schülerinnen und Schüler der 3A/B bzw. 4A mit einer modernen Variante des „Romeo & Julia“-Stoffes: „Gerüchte in Verona“. Das gut zwanzigminütige Theaterstück verlangte den Buben und Mädchen viel Disziplin (beim Textlernen), Ausdauer und Können ab, was sie bravourös meisterten. Zu den weiteren Highlights des Abends zählte das selbstgeschriebene Stück „Und wie ist’s in Lesotho?“ der Klassen 1A/B und 2A/B, das interessante Fakten zum harten Leben der südafrikanischen Kinder im Königreich Lesotho enthielt und mit rhythmischer afrikanischer Musik unterhielt. Als ausgesprochen originell und unterhaltsam entpuppten sich die Sketche: „Im Kino“ und „Strandbeobachtungen“ (2A), „Klassenarbeit mit Übernachtung“ (4A), „Liebesbriefe“ (Moritz, Arda, Jeremy) und „Das Jodel-Diplom“ (3B). Besonders viele Lacher erntete allerdings die wortlose „Synchronschwimmen“-Aufführung mehrerer mutiger Buben, die mit Badeshorts, Plastikhaube und Nasenklammer ein urkomisches Bild abgaben.
Ihre staksigen Bewegungen zur bitterernsten Ballettmusik waren zum Brüllen komisch. Abgerundet wurde das bunte und unterhaltsame Programm mit einem Schlager-Medley, das alle Zuschauer im Saal zu den Klängen von „Twist and shout“, „Wild thing“ oder „La Bamba“ mitsingen und mitklatschen ließ.
NMS-Direktorin Evelyn Schanner war am Ende der Vorstellung zu Recht stolz auf all ihre Schülerinnen und Schüler, die trotz Schuldrucks und Freizeitstress keine Mühen gescheut und so eine tolle Performance abgeben haben. Applaus!

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